Neues aus dem Fanblog (2)

Viel ist passiert in den letzten Tagen und auch die Fußballblogs im WWW sind natürlich wieder aktiv gewesen. Eine kleine Auswahl lesenswerter Beiträge der Blogger-Kollegen:

  • Martin vom VfLog besuchte am Wochenende das Spiel Hoffenheim gegen Leverkusen und kommt zu dem Schluss: „Vielleicht sollte man öfter mal Matches ohne Gladbach ansehen.“ Sein Bericht ist auch ein interessanter Einblick in die Fankultur, neu oder alt.
  • Felix reibt sich auf „Welt Hertha Linke“ die Augen: Hertha ist auf einmal Tabellenführer – und lieferte sich am Samstag seines Erachtens „eine Begegnung auf Augenhöhe mit dem großen Rekordmeister!“ Sehr amüsant (zumindest für alle Berliner) ist auch das Foto im unteren Teil des Beitrags…
  • Der Frittenmeister weist auf eine „statistische Erhebung“ eines Marktforschungsinstituts hin, das die Clubs mit den meisten Fans ermittelt hat. Dazu wurden leider in ganz Europa nur knapp 10.000 Fans befragt – das Ergebnis fällt dementsprechend skurril aus. Der Yuppie unter den Fußballclubs, die TSG 1899 Hoffenheim, ist offenbar den Alteingesessenen bereits dicht auf den Fersen – und jeder vierte Deutsche ist Bayern-Fan!
  • Doktor Fußball blickt derweil schon in die Zukunft – die WM 2010 in Südafrika ist nicht mehr allzu fern und wer ein paar der heißbegehrten Tickets ergattern will, sollte sich bereits jetzt darum kümmern. Denn: Die erste Verkaufsphase geht schon morgen (!) los. Weitere Infos zum Ticketerwerb gibt der Doktor.
  • Zum Abschluss sei noch auf eine andere Presse- bzw. Blogschau verwiesen. Der Eintracht-Blog der Frankfurter Rundschau hat für diese Rubrik einen tollen Titel gefunden: „Presse halt die Fresse.“

Deutschland gegen Norwegen – 10 böswillige Beobachtungen

  1. Trochowski ist Litti in schlecht.
  2. Ballack antizipiert seine Großeinblendungen auf der Videowand und schaut dann immer ganz emsig.
  3. Gomez ist in EM-Form.
  4. Schmerzlich vermisst: Bela Rethy. Der hätte sicher mindestens 1-2 grimmepreisverdächtige Kalauer der Machart „Da hat Westermann den Braaten gerochen“ abgesondert.
  5. Bei Spielen, die Tom Bartels kommentiert, wartet man dagegen 90 Minuten darauf, dass starker Schneefall einsetzt und Martin Schmitt vom Stadiondach mit perfektem Telemark in den Mittelkreis springt.
  6. Real und grimmepreisverdächtig Netzers Spruch in der Halbzeit: „Es liegt immer am Gegner.“
  7. Kaum einer hat’s gemerkt: Norwegens Helstad hat vor zwei Wochen gegen Deutschland noch am Kreis gespielt.
  8. Glückwunsch an Andi Beck. Der jüngste Wimbledonsieger aller Zeiten ist nun auch mit dem großen Ball erfolgreich.
  9. DFB-Maskottchen Paule ist noch dämlicher als es Goleo jemals war.
  10. Deutschland – Norwegen 0:1.

Neues aus dem Fanblog (1)

Eine neue Rubrik bei Mauertaktik. Einmal pro Woche geben wir fortan einen Überblick, was die anderen Fußball-Blogs so schreiben über Bundesliga, Nationalelf und internationalen Fußball. Hinweise auf interessante Fußball-Seiten werden jederzeit gerne entgegen genommen – einfach Email an Schleck! Oder H. Nuta! Oder Persico! | Weiterlesen…

Timbos Tanz auf der Rasierklinge

Tim Wiese ist dieser Tage in aller Munde. Grund hierfür: Sein äußerst vorzeigbares 45-minütiges Debüt im Nationaldress beim Spiel gegen England. Wieses Auftritt wurde einerseits vom nun im feinen Analystenzwirn steckenden Goalie-Godfather Kahn mit dem Prädikat „Weltklasse“ geadelt. Andererseits sorgte der Solarent-Abonnent nach dem Spiel für Heiterkeit, als er alle Fragen mit dem „Trainer fragen“-Verweis beschied. An Wieses Spiel scheiden sich derweil die Geister. Denn Dr. Jekill und Mr. Hyde stecken im selben XS-Oberteil… „Timbos Tanz auf der Rasierklinge“ weiterlesen

Home Alone

52 Länderspiele und 19 Länderspieltore stehen normalerweise für eine beachtliche Nationalmannschaftskarriere. Leider anders im Fall von Kevin Dennis Kuranyi (KDK). Der in Brasilien geborene Panamaer mit ungarischen Wurzeln ist ein guter Fußballspieler. Er wird aber nicht als DFB-Legende in die Geschichte eingehen. Was führte dazu? weiter gehts …

Hast Du Töne (II)

Spontan kommen zwei großartige Traditionen in den Sinn, mit denen der Deutsche Fußball-Bund in den letzten Jahren völlig unnötigerweise gebrochen hat. Da wäre zunächst einmal die legendäre „Blaue Stunde“, die in den achtziger Jahren noch fest zum Rahmenprogramm eines jeden Länderspiels gehörte. Hierbei kamen Mannschaft und Trainerstab des Abends zusammen und knipsten sich nach allen Regeln der Kunst die Lichter aus. Alles, was Leber und Hirnrinde wehtat, wurde aufgefahren. Oder wie Bundestrainer Derwall es einmal formulierte: „Es gab viel Obst und Getreide in flüssiger Form.“ Wer es wagte, diesem feucht-fröhlichen Fußball-Stammtisch fernzubleiben, konnte sich drastischer Konsequenzen sicher sein, wie Bernd Schuster erfahren durfte, den Derwall, der Kreuzritter gegen die Spaßbremsen der Nation, kurzerhand vom nächsten Länderspiel wieder auslud.

Darüber hinaus machte sich die Nationalelf im vierjährigen Turnus vor den Augen der Nation zum Deppen. Und ab!

Hattrick-Miro is back!

Da hat das gute Klöschen mich ja eines besseren belehrt. Am Sonntag hier bereits einen voreiligen Nachruf auf ihn verfasst (der – nun kann man sagen: Gott sei Dank! – beim Serverumzug verschollen gegangen ist) und BAMM-BAMM-BAMM – vom Chancentod zum Heilsbringer in 90 Minuten!

Nun isser jedenfalls wieder da, der gute Hattrick-Miro, was mir die Gelegenheit gibt, eine kleine Anekdote zum Besten zu geben, die Mauertaktierer Jürgen H. Nuta auch rückblickend sicherlich immer noch nicht so richtig lustig findet… Und ab!

King Kahn: Bestes Video

„Das beste Oliver Kahn Video!“ hält was es verspricht. Alles drin, was man über den Titan gesehen haben muss. Dazu begeisternde Kommentare von begeisterten Kommentatoren: „Es fliegen Bananen, wie zu Kahns besten Zeiten!“ Prädikat: Sehenmüssenswert.

(Die Hintergrundmusik ist aber meines Wissens aus dem ran-Saisonrückblick 1994/95 geklaut…)

Keine Lust auf Länderspiele. Versuch einer Katharsis.

An diesem Wochenende bestätigte sich das Gefühl, das ich schon seit einigen Wochen mit mir herumtrage. Ich will im Moment nichts von der Nationalelf wissen. Gar nix. Schweini Kapitän? Ah ja. Ballack und Frings verletzt? Soso. Liechtenstein 6:0 geschlagen. Nicht interessiert!

Das war beileibe nicht immer so. im Gegenteil. In den letzten Jahren, spätestens seit dem tollen Confed Cup 2005 waren Deutschland-Spiele absolute Highlights in meinem Terminkalender. Endlich wieder schneller, erfrischender, torreicher Fußball nach gefühlten Jahrzehnten des Rumpelfußballs! Schwarz-Rot-Geile Monate, natürlich gekrönt durch das Sommermärchen vor zwei Jahren.

Und jetzt? Alles weg. Nicht nur ist meine Euphorie dahin, ich ertappe mich dabei, wie ich selbst in der Tagespresse die einschlägigen Meldungen zur Bundeself bewusst übersehe. Man könnte fast von Abneigung sprechen. Und ab…