Die Hertha-Show

herthafreundinIn der Tristesse gefangen. In Nürnberg mit 0:3 verloren. Keine Aussicht auf baldige Besserung. Kein gerade leichtes Programm vor der Brust. Wars das? Mitnichten! In Berlin laufen die Think Tanks der Hauptstadt gerade heiß im Kampf um die ultimative Comeback-Strategie. Mauertaktik mischt da kräftig mit und sucht nach der innovativsten und radikalsten Lösung. Es muss ein Ruck durch Hertha gehen. Hier sind die ersten Denkansätze. Weiterlesen…

Favres Geheimplan enthüllt!

Welcher Bundesligaspieler war denn hier beim Frisör?
Welcher Bundesligaspieler war denn hier beim Frisör?

Der 28. Spieltag steht vor der Tür. Am Freitag stellt sich dann gleich die alte Frage: Steinkohle oder Braunkohle? In diesem Fall wird die Frage „auf“ resp. „unter“ Schalke im Spiel gegen die Lausitzer aus Cottbus geklärt. Da die Tagebaukicker aus der Niederlausitz hier bei fünf Auftritten bisher sowohl tor- als auch punktlos blieben, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie auch heute, genau wie ihr schwefelhaltiges Produkt, abstinken werden. Und am Samstag?

A Day (Not) to Remember (Teil 2/2)

Nach diesem wenig erfolgreichen Vormittag stand dann also ein weiteres „Highlight“ an: Die ehrwürdige Alte Dame aus Berlin (1892) gegen die nicht ganz so alte TSG aus Hoffenheim (1899 resp. 2008). Die Bilanz der Hoffenheimer, die gleich im Berliner Olympiastadion zu Gast sein sollten: Die letzten 5 Spiele alle eindrucksvoll gewonnen, ein fabelhaftes Torverhältnis von 31:16. Hertha hat schon gegen ganz andere Gegner alt ausgesehen. Weshalb geht man eigentlich zu einem solchen Heimspiel? Ja richtig, da waren diese neun (9) Karten, die unter der Woche gekauft wurden. Warum noch?

Wirre Gedanken zum Europapokal

Spieltag Zwo der UEFA-Cup-Gruppenphase ging soeben zu Ende. Für die deutschen Vereine gab’s in der Woche nach Halloween mehr Süßes als Saures. Die Spiele förderten Überraschendes (Wolfsburg) und weniger Überraschendes (Hertha) zu Tage. Überraschend beim 5:1 der hierzulande meist ungeliebten VW-Städter war nicht so sehr der hohe Sieg sondern – zumindest für unverhohlene Wolfsburg-Hasser wie mich – die Stimmung auf den Rängen. Durchaus europapokalreif wurden von den Retortenstädtern sogar lautstarke Wechselgesänge angestimmt – fleißiger Support, selbst als das Spiel noch auf der Kippe stand. Oder hat das DSF da in feinster Peking-Manier Audiokonserven aus der Europapokalhistorie entdeckelt?

Die Hauptstadt-Hertha verspielte derweil wohl schon den Matchball zum Weiterkommen mit einem 0:0 bei Metalist Kharkov (sic!). Dankbarerweise wurden hiervon keinerlei Bilddaten in die westliche Welt übertragen – die Pipeline hatte ein Leck. Nur noch als frech kann indessen ein Kommentar im Kicker-Ticker gewertet werden, der davon sprach, die Berliner könnten mit dem Punkt „gegen die stark eingeschätzten Gegner“ zufrieden sein. Stimmt. Die nötigen Punkte werden dann ja sicher gegen Galatasaray und bei Olympiakos Piräus eingefahren. (Stimme aus dem Jenseits: Es kann doch wohl nicht der Anspruch sein, nicht einmal für Hertha, gegen eine Mannschaft, deren Namen viele bis vor kurzem eher für die ukrainische Antwort auf „Slayer“ als für ein Fußballteam gehalten hätten, ein torloses Remis zu erstraucheln!) Prosaisches aus dem Diesseits: Hertha-Trainingsleiter Lulu Favre nach dem Schlusspfiff ganz happy: „Sehe das Ergebnis eher positiv.“ Na dann.

Was sonst? Der VfB Gomez gewinnt 2:0 gegen Partizan Belgrad, obwohl es lange auch hier nach einem 0:0 aussah. Und Schalke Null-Vier spielt Eins-Eins bei Racing Santander. Beide bleiben damit auf Kurs. Und wir rechnen weiterhin fest damit, dass die Bundesliga zur Saison 2009/10 wieder die ihr angestammten 6 Champions-League-Direktteilnehmerplätze erhält sowie desweiteren jährlich 10 UEFA-Cupteilnehmer stellt. Der Rest der Liga steigt ja eh ab.

(Bild: Wikimedia Commons)

Warten auf den Messias

Unter der Woche widersetzten sich zwei Drittel der Mauertaktik-Redaktion allen inneren und äußeren Unkenrufen und entschieden sich für das Praxisseminar „Moderner Fußball“. Zu selbigem (Unkostenpreis: Euro 16,-) lud der Berliner Hauptstadtclub Hechta BSC, bei dem der portugiesische Altmeister Benfica Lissabon gastieren durfte.

Hertha im UEFA-Cup: Schon immer war diese Kombination die Garantie für Hurrafußball mit Erlebnischarakter. Nehmen wir nur die Saison 2005/06, als die alte preußische Dame sich ganz Fußballeuropa unterwarf und ihre vier Zwischenrundengegner mit insgesamt 1:0 Toren förmlich überrollte. Am vergangenen Donnerstag setzten die 2.600 Zuschauer im gut gefüllten Olympiastadion (inkl. Franco Persico und Fränk von Schleck) all ihre Hoffnungen auf einen Mann. „Warten auf den Messias“ weiterlesen

Der Zorn des Arnulf

Das ist der Arne. Der Arne ist ein überaus und immerzu friedlicher Mensch. Auf dem Platz lässt er am liebsten seine Gegenspieler vorbei, weil er weiß, dass er ihnen sonst weh tun müsste. Und das will der Arne nicht. Auch außerhalb des Platzes ist der Arne so ein ganz normaler, friedlicher Typ. Also richtig normal. Seit der 5. Klasse ist er mit der Linn zusammen. Die kommt wie der Arne und 49.998 andere normale Typen aus Bad Oeynhausen. Nach dem Training ist der Arne am liebsten zu Hause und guckt mit der Linn DVDs – zum Beispiel Konzerte von der Kelly Family. Oder die Aufzeichnung vom letzten Schützenfest, die die Eltern vom Arne den beiden extra geschickt haben. Aber ohne Ton, weil das immer so knallt.

Letzte Woche wurde dann alles anders zwischen dem Arne und der Linn. Und das kam so. Der Arne hat nämlich einen Mitspieler, den Pante… Und ab!