Kaiserschmarrn mit Schlagseite

Er soll's richten: Bayerns Maskenmann

„Ribéry ist München wurscht“, sprach der Kaiser. „Wir sind sehr erstaunt“, entgegneten Uli und Kalle. Und: „Wer zwischen den Zeilen lesen kann, ist klar im Vorteil.“ Auf den letzten Metern versucht der FC Hollywood also mit vereinten Kräften, das sowieso fast gestopfte Sommerloch mit einem preisverdächtigen Possenspiel vollzupropfen. In- wie Outsidern ist glasklar: Franz B. hat wieder einmal Kaiserschmarrn mit ordentlich Schlagseite zubereitet. Mauertaktik fordert mehr davon! „Kaiserschmarrn mit Schlagseite“ weiterlesen

Quo vadis Klima-Erwärmung?

Die neue Saison hat begonnen, die Mannschaften schuften. Kaum ein Tag vergeht, an dem uns nicht ein Testspielergebnis einer Paarung zwischen einem Bundesligisten und einem Team, das selbst eingefleischte Bundesliga-Manager-Pro-Gamer nicht kennen, erreicht. Völlig klar, wir haben Juli. Doch irgendetwas ist anders als früher. mehr

Klinsi weg – der Kaiser übernimmt!

Er soll's richten: Bayerns Maskenmann
Er soll es richten: Bayerns Maskenmann

Erfolgreiche Trainer und der FC Bayern das passt einfach nicht zusammen. Otto Rehhagel, von den Mauertaktik-Lesern in einer Umfrage kürzlich mit knapp 113 % zum „Trainergott der Neuzeit“ gewählt (auf Platz 2 Udo Lattek mit 4 %), hielt es kein Jahr an der Isar aus. Und auch den Mann, der Deutschland zum WM-Triumph im eigenen Land führte (wem kommen bei der Erinnerung an das Finale in Stuttgart gegen Portugal nicht die Freudentränen?), schasste man nun völlig grundlos.

Kantersiege in der Champions League, erfolgreiche Personalrationalisierung und nach 11 titellosen Monaten endlich mal wieder die rechnerische Chance auf den deutschen Meistertitel – das alles war Klinsi zu verdanken und dennoch den FCB-Granden nicht genug. Nun soll nach gesicherten Informationen mal wieder Kaiser „Franz“ Beckenbauer den blau-weiß-roten Heli aus dem Auge des Hurrikans steuern. „Klinsi weg – der Kaiser übernimmt!“ weiterlesen

Telekolleg Sachlichkeit (Erstausstrahlung 1990)

Da wir wissen, dass Jogi Löw in den langen, müßigen Stunden vor einer wichtigen Partie gerne mal in unserem kleinen Fußball-Blog vorbeischaut, wollen wir Ihnen, werter Herr Bundestrainer, und auch den anderen 83 Mio. nationalen Übungsleitern den Feinschliff in punkto Mixed-Zone-Interviews verpassen. Per historischem Beispiel. Drehort: Mailand. Erstausstrahlung: 24. Juni 1990. Protagonisten: Franz „Kaiser“ Beckenbauer und Reinhold „Batik“ Beckmann.

Lektion 1 – gegnerische Spieler durch falsche Aussprache ihres Namens noch nachträglich demütigen (vgl. 0:48 min). Da kann der holländische Angreifer mit den Rastalocken schon mal eher nach Kanalisationsdeckel klingen…

Lektion 2 – Unsachlichkeit. Der Bundestrainer ist Deutschlands erster Fan. Folgerichtig streift Franz B. ab 1:20 min dann den lästigen Mantel der Neutralität ab und wettert gegen den Unparteiischen, dessen Leistung nicht mehr auf die oft (und hier mal wieder!) zitierte Haut eines milchspendenden, gescheckten Tieres passe (1:25). Auch die WM als solche führt Kenner Beckenbauer dann noch rasch ad absurdum (1:30).

Weltklasse, wie Vollblutjournalist Beckmann – sein Mediatorentalent bereits früh entfaltend – dann wieder vom leidigen Thema Schiris auf die deutsche Elf lenkt. Was nehmen wir mit? Nicht nur im Perkussionsbereich eines Kleinstadtorchesters gilt der alte Leitsatz: Beckenbauer machen keine Fehler.