Fritz C. Klautermann (11)

klautermannLange war es still um ihn, nun meldet er sich mal wieder zu Wort: Unser Lautern-Kolumnist Fritzchen K. Heute mimt er den ABC-Schützen und widmet sich Nürnberger Elfmeterschützen von damals und heute. „Fritz C. Klautermann (11)“ weiterlesen

Stark nachgelassen!

Es war der Aufreger beim Spiel Dortmund gegen Hoffenheim. Schiri Wolfgang Stark pfiff den erfolgreichen Elfmeter von Nuri Sahin zurück, weil Spieler angeblich zu früh in den Sechzehner gelaufen waren. Schon seit einer Weile beobachten wir die Kleinlichkeiten der ehemals schwarzen Männer mit Argwohn. Nun ist die Zeit gekommen für einen Rundumschlag gegen das Schiedsrichterwesen. Mauertaktik holt die Axt raus. „Stark nachgelassen!“ weiterlesen

Was macht eigentlich … Volker Finke? (9)

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In den Neunzigern war der Freiburger Öko-Coach und passionierte Stirnbandträger Volker Finke hierzulande Kult. 16 Jahre Amtszeit – so viel schaffte außer ihm niemand. Nun hat Finke in Japan für einen Eklat gesorgt – sein Rauswurf dürfte kurz bevorstehen. „Was macht eigentlich … Volker Finke? (9)“ weiterlesen

England schlägt England – Barca im Finale

War die längste Zeit in England Kult
War die längste Zeit in England Kult

Sowas hat man selten gesehen. Ein englisches Team spielt 90 Minuten wie ein italienisches, schwenkt dann noch kurz vor Schluss auf ein Bayern-1999-Revival um – macht summa summarum ein 1:1. Das Finale findet ohne den FC Ballack statt. Der konnte aber diesmal wirklich nix dafür, lief 95 Minuten brav nebenher, um ja nicht sein altes Trauma zu reanimieren und sich den dritten gelben Karton einzufangen und bekam dann vom Schicksal doch wieder fies eins in die Visage. Eine Frage schreit nach Antwort: Wer ist der Schuldige? Mauertaktik weiß es. „England schlägt England — Barca im Finale“ weiterlesen

Was macht eigentlich…Andreas Brehme? (6)

"Bedanken möchten wir uns auch bei den Fans, auf denen wir uns immer verlassen konnten."
Bedanken möchten wir uns auch bei den Fans, auf denen wir uns immer verlassen konnten.

Deutschlands Fußballoberhaus spielt Trainerreise nach Jerusalem und schon kursieren die wildesten Theorien in Sachen Übungsleiter, spektakuläre Namen allerorten. Magath, Rangnick, Klinsmann, Heynckes – Mauertaktik wirft den nächsten Namen in den Ring und fragt: Was macht eigentlich Andreas Brehme?

Die Spekulationen im deutschen Blätterwald werden immer absurder, nur die Besten der Besten des Internationalen Trainerismus werden genannt, von Louis van Gaal über Frank Rijkaard bis Lothar Matthäus. Doch was spricht eigentlich gegen die einfache deutschsprachige oder zumindest einfaches Deutsch sprechende Lösung? Warum um Himmels willen fehlt der Mann in den Notizblöcken der Scouts , der 1990 das wichtigste Tor einer ganzen Generation geschossen hat? Mehr…

Staatspräsident eingepennt!

da kann man zwischendurch schon mal powernappen
Da kann man zwischendurch schon mal powernappen...

Ein absolut kurioses Pokalfinale in Griechenland! Olympiakos Piräus ist griechischer Pokalsieger! Auf den ersten Blick klingt das wenig spektakulär, schließlich beherrscht das Team aus der Hafenstadt seit Jahren das Geschehen im hellenischen Fußball. Die Genese des jüngsten Triumphes unterscheidet sich dann aber doch etwas von den üblichen Endspielen. Erster Aufreger kurz vor Schluss: Gegner AEK Athen geht mit 3:2 in Führung. Aber kein Problem für Olympiakos: in der Nachspielzeit schafft man das 3:3. 2 x 15 Minuten und zwei Platzverweise später steht es dann 4:4. Aber das war erst der Aufgalopp zum wahren Highlight des Abends: ein Elfmeterschießen epischen Ausmaßes. Erst der 34. Elfmeter bringt die Entscheidung. Dabei hätte bereits der fünfte Schütze, Olympiakos-Legende Djordevic in seinem letzten Spiel, alles klar machen können. Aber AEK-Keeper Saja verhindert die „schnelle“ Entscheidung. So treten also insgesamt 34 Schützen an. Und am Ende ist es Torwartroutinier Nikopolidis, der das Ding klarmacht. Alles wie gehabt: Mit rechts – flach ins linke Eck. Zum Video!

(Bild: flickr.com / eriwst unter creative commons)

Ein Recke, drei Elfer

Der schöne Tim rannte los. Mit ausholenden Schritten und wild schlenkernden Armen sprintete der Mann im knallgelben Top wie vom Affen gebissen aus seinem Kasten. Auf dem TV-Sessel spannte man sich innerlich an. Gleich musste „Zücho-Tim“ auf den herannahenden Stürmer treffen. Dutzende Male hatte man dies Schauspiel schon beobachtet und wusste: Solche Begegnungen gingen in dieser Konstellation selten schmerzfrei aus, jedenfalls für den Angreifer.

Doch kein HSV-Spieler weit und breit, stattdessen rannten zehn schwarz gekleidete Gestalten ihrerseits auf den freidrehenden Torwart zu. Wieses Mitspieler. Doch der wildgewordene Keeper sah seine Kameraden gar nicht und sprintete stattdessen unverdrossen in Ben-Johnson-Manier an der jubelnden Meute vorbei, quer über das Spielfeld, bis er kurz vor dem Werderfanblock in eine Werbebande krachte.

Tim Wiese, in der Vergangenheit eher mal für das Ausscheiden seiner Mannschaft zuständig, war diesmal DER Verantwortliche fürs Weiterkommen. Ein Elfmeterschießen wie zuletzt von Zettel-Jens, ach was: besser! Drei parierte Strafstöße, einen solch fulminanten Auftritt hatte wohl nicht mal einer wie Frank Rost. Obwohl der ja bekanntlich der Teufel persönlich ist.

Torsten Frings nannte Wiese nach dem Spiel nicht Teufel sondern schlicht „Elfmeterkiller“ und stellte fest: „Im Training hält er fast alle Elfer!“ Frings hätte auch behaupten können, Bremens Schlussmann sei ein Albino – jeder einzelne von der Weser angereiste Fan hätte es ihm vom Fleck weg geglaubt. Nun ist Wiese, der sich weder in der Bundesliga noch in einem anderen Wettbewerb je zuvor als besonders effektiver Elferkeeper geoutet hatte, ein Elfmeterkiller. Und Frank Rost ist wieder Frank Rost.

(„Zücho-Tim“ Courtesy of Gianluca Muller)