England schlägt England – Barca im Finale

War die längste Zeit in England Kult
War die längste Zeit in England Kult

Sowas hat man selten gesehen. Ein englisches Team spielt 90 Minuten wie ein italienisches, schwenkt dann noch kurz vor Schluss auf ein Bayern-1999-Revival um – macht summa summarum ein 1:1. Das Finale findet ohne den FC Ballack statt. Der konnte aber diesmal wirklich nix dafür, lief 95 Minuten brav nebenher, um ja nicht sein altes Trauma zu reanimieren und sich den dritten gelben Karton einzufangen und bekam dann vom Schicksal doch wieder fies eins in die Visage. Eine Frage schreit nach Antwort: Wer ist der Schuldige? Mauertaktik weiß es. „England schlägt England — Barca im Finale“ weiterlesen

Warum der FCB weiterkommt

Erhält ab morgen Zuwachs: Der Traurig-Treffpunkt
Erhält ab morgen Zuwachs: Der Traurig-Treffpunkt

„Riesenblamage“ (Karl-Heinz Rummenigge), „Katastrophe“ (Franz Beckenbauer), „Lehrstunde“ (Christian Lell). Nach der 0:4-Pleite des FC Bayern am Mittwoch in Barcelona waren sich alle Experten einig. Selbst Doppelpass-Buddha Udo Lattek soll in der Halbzeit geweint haben. Der Deutsche Meister steht vor dem Aus in der Champions-League. Mauertaktik verrät, warum der FCB weiterkommt. will ich wissen

Fremdschämen vor dem TV (Barca – Bayern)

Waren einst Freunde: Klinsi und der Fußball
Waren einst Freunde: Klinsi und der Fußball

Wenn es nicht die Bayern wären, könnte man fast Mitleid haben.

Nein, stimmt nicht ganz, denn man ertappte sich selbst als notorischer Bayern-Neider dabei, wie man vom FCB 2009 – der sich endlich mal als würdiger Vertreter des seit Jahren geschmähten „deutschen Fußballs“ zeigte – am gestrigen Abend fast zum Fremdschämen verleitetet wurde. Aber nur fast. Ein Europacup-Rückblick fast ohne Häme. „Fremdschämen vor dem TV (Barca — Bayern)“ weiterlesen

Bayerns Rückkehr zur Schädelstätte

Mr. Nachspielzeit: Barcelona '99 eingedenk
Mr. Nordengland 1999: Barcelona eingedenk

Bayerns bestem Fußballclub bleibt keine Zeit, den verhagelten Frühlingsbeginn vom Samstag zu verarbeiten. Schon lautet die Parole der bajuwarischen Ballgemeinschaft: „Wir fahrn ins Nou nach Barcelona!“ Für den FC Bayern München ist es in der Karwoche die Rückkehr zur Schädelstätte. Ein passioniertes Auftreten soll eine Passion wie vor zehn Jahren verhindern.

Schauen wir zunächst kurz zurück auf den Tag, als sich der FCB selbst ans Kreuz nagelte.

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Toni, lass gut sein!

Der FC Bollywood hat sein erstes internationales Spiel 2009 mit einem Traumergebnis beendet. Sporting Lissabon wurde auf eigenem Platz mit 5:0 Toren gedemütigt und der einzige deutsche Verein, der mit den Besten Europas mithalten kann, steht mit mindestens dreieinhalb Beinen im Viertelfinale der Champions League. Das ebenso simple wie zuschauerfreundliche Münchner Erfolgsrezept über weite Strecken der Partie: Luca Toni ausgrenzen. „Toni, lass gut sein!“ weiterlesen

Die Fremdenlegion – Mauertaktikelf (2)

Mauertaktik stellt heute seine zweite Mauertaktikelf vor. Diesmal sollen es 11 Kicker sein, die einst in der Bundesliga für Furore sorgten, dann aber den Weg in die weite Welt antraten und dort noch heute gegen den Ball treten. Es ist mithin die Suche nach alten Bekannten, die sich größtenteils lange nicht mehr gemeldet haben. zu den 11 Akteuren

Bismarck-Hering mit Weißwürsten – Überwintern im Europacup

Ganz Erstaunliches tat sich in dieser Woche aus deutscher Sicht im Europapokal. Die Hanse schlug zurück! Und wies allzu lässige Norditaliener in die Schranken. Damit geht es für die Weser-Anrainer im UEFA-Cup weiter – in der Phalanx des Norddeutschen Bundes mit Hamburg und Wolfsburg. Und die Bayern verputzten nach den tapferen Hoffenheimern am Freitag nun auch die armen Lyoner Würstchen, dank unbändigem Torhunger in Halbzeit 1. Dass bei beiden Partien der tausend Mal bemühte Bayern-Dusel mit auflief, macht das Ganze – jedenfalls südlich des Weißwurst-Äquators – noch erfreulicher. „Bismarck-Hering mit Weißwürsten — Überwintern im Europacup“ weiterlesen

Turmbau zu Babel – die AFC Champions League

der gute alte Fuji
der gute alte Fuji

Während von Schleck gestern noch einmal ein absolutes „Hochlicht“ der europäischen Königsklasse in Erinnerung gerufen hat, fragt man sich bisweilen, wie es denn die anderen Kontinente halten, wenn sie ihren König küren wollen. Der Modus in Südamerika ist relativ bekannt, die Copa Libertadores. Wie funktioniert es aber im größten Kontinent der Welt, wie wird der Fußballmeister der weiten Tundren, Wüsten und Gebirgszüge Asiens ermittelt? Bevor ich mich jetzt aber in weiteren Superlativen ergehe, ist natürlich eine wichtige Einschränkung zu treffen. Russland ist Mitglied der UEFA und somit wird in ganz Russland, auch in Wladiwostok am Japanischen Meer, europäischer Fussball gespielt. 2006 konnte die asiatische Konföderation aber Australien als Mitglied hinzugewinnen. Das Gebiet der AFC (hier nicht Altonaer FC 93, sondern Asian Football Confederation) erstreckt sich also von Arabien, über den Himalaya und den Fernen Osten, bishin nach Südostasien und den Socceroos. weiter, weiter, weiter

HSV – Juventus Turin 4:4 (CL 2000/01)

Der Hamburger SV hat heute im UEFA-Cup spielfrei. Für alle Hanseaten, die sich zwecks Beschäftigungstherapie auf unsere Seite verirren (und auch für alle anderen Freunde des faszinierenden Sports der Welt) wollen wir den Club aus dem Norden mit einem Video würdigen. Am 13. September 2000 kam es im Volksparkstadion zu einer denkwürdigen Partie. Erstes Heimspiel der Hamburger in der Champions-League-Gruppenphase. Gegner war die schier übermächtige alte Dame mit dem jugendlichen Namen aus Turin. Davids, Zidane, del Piero und Inzaghi zu Gast an der Alster. Nach 52 Minuten schoss letztgenannter Unsympath das 3:1 für Juve. Alles gelaufen? Mitnichten. Aber seht selbst – ein wahres Kronjuwel der deutschen Europapokalgeschichte: