Pfälzer Literaturpreis: Hesse sticht Schnitzler aus

Kaiserslautern ist Weltmeister.

Und „auf Jahre hinaus unschlagbar“, wie der Kaiser von Deutschland nach diesem denkwürdigen Spiel in die Mikrofone der Journalisten drechselte. Ein Hauch von Champions League, ja sogar Bundesliga, wehte durchs altehrwürdige Fritz-Walter-Stadion, in dem am gestrigen Abend Historienmalerei in den wärmsten Farbtönen betrieben wurde. Und ab!

Männer, die der Ball nicht braucht (1)

Liebling der Massen: Rubi MC
Liebling der Massen: Rubi MC

Eigentlich nach jedem Länderspiel überlege ich kurz, ob ich Gerd Rubenbauer als Kommentator vermisse oder nicht. Es ist zwar mitnichten so, daß ich mich beim Schauen der deutschen Elf 90 Minuten lang auditiv verwöhnt fühle, aber ganz so schlimm, daß man sofort nach Ersatz schreien müßte, ist es ja dann auch nicht. Aber ein Gerd Rubenbauer ist halt auch eben kein Ersatzmann. Vor allem wäre Rubi MC da wohl auch die falsche Wahl. Denn es gab wohl in der gesamten Sportkommentatorenszene nie ein Exemplar, das ebenso häufig wie viel Unsinn erzählt hat wie der gebürtige Münchener. Mehr davon!

Hattrick-Miro is back!

Da hat das gute Klöschen mich ja eines besseren belehrt. Am Sonntag hier bereits einen voreiligen Nachruf auf ihn verfasst (der – nun kann man sagen: Gott sei Dank! – beim Serverumzug verschollen gegangen ist) und BAMM-BAMM-BAMM – vom Chancentod zum Heilsbringer in 90 Minuten!

Nun isser jedenfalls wieder da, der gute Hattrick-Miro, was mir die Gelegenheit gibt, eine kleine Anekdote zum Besten zu geben, die Mauertaktierer Jürgen H. Nuta auch rückblickend sicherlich immer noch nicht so richtig lustig findet… Und ab!

Mamma, Mamma, Mamma…

Kein Fußballer hat wohl je eine Stadt und ihre Bewohner so in seinen Bann gezogen wie kleines dickes geniales Maradona in Neapel. Was auch daran lag, dass die lebende Legende vom Rio de la Plata den SSC quasi im Alleingang von der Bedeutungslosigkeit zum zweifachen italienischen Meistertitel und zum UEFA-Cup-Gewinn dribbelte. Und ab!

Jürgen Hanuta zum Geburtstage!

Im Namen der Mauertaktierer darf ich unserer Edelfeder Jürgen „Duplo“ Hanuta mit allem gebührenden Nachdruck und vor Rührung erbebender Stimme zu seinem 72. 27. Ehrentage gratulieren!

Auf dass das Mauertaktik-Team im nächsten Jahr diesen Anlass bereits im Münchner Kempinski begehen möge, die Fantastilliarden an eingenommenen Werbegeldern sechshändig verprassend!

Wir wünschen Dir für die kommenden Monate Gesundheit, Frohsinn und grenzenlosen Antrieb, burleske Ergüsse am Fließband zu produzieren!

Fränk & Franco.

Maskottchen vs Flitzer

Normalerweise verhält es sich mit Flitzern und Maskottchen so, daß Letztgenannte von der Hauptzielgruppe „14-49 Jahre“ eher gar nicht akzeptiert werden. Nackedeis dagegen, die i.d.R. eh nur ohnehin schon langweilige Spiele unterbrechen, und somit eigentlich sogar Kurzweil bieten, werden zwar nicht geliebt und bejubelt, so denn aber wenigstens belächelt und geduldet. Witzigerweise empfinden alle anderen Stadiongänger (also Kinder, Greise und Frauen) genau das Gegenteil.

Bei Bertie Bee vom FC Burnley aus der zweiten englischen Liga dürfte das allerdings aus gutem Grund anders sein.

Wer nicht sehen möchte, wie des Flitzers Gemächt hin- und herbaumelt, der kann sich Berties Power Slam auch in der lustig zensierten Version anschauen.

London, Northfleet, Hoffenheim – das BM-Prinzip

Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, als mein Onkel mir erzählte, dass er derzeit ein Computerspiel namens „Bundesliga Manager Professional“ auf seinem PC spiele. Allein seine kurze Schilderung des Spielprinzips rief seinerzeit große Begeisterung bei mir hervor. Mangels eines BMP-fähigen PCs bei uns zu Hause war ich zunächst darauf angewiesen bei Besuchen im Hause meines Onkels das Spiel in Augenschein zu nehmen. Meine Vorfreude, die sich ein ums andere Mal aufstaute, wurde nie enttäuscht.

Nun scheint es so, dass das Prinzip „Bundesliga-Manager“ nun endgültig auch in das reale Fußballgeschehen Einzug gehalten hat. Sicher gab es das auch schon in der Vergangenheit, etwa beim Betrachten der Einkaufspolitik von Real Madrid. Da hatte man, hat es jetzt unter Schuster eigentlich wieder, schon das Gefühl, dass dem Kaufrausch keine Grenzen gesetzt sind. Allerdings gehört diese Handlungsweise der Madrilenen ja jeher zum europäischen Fußballgeschäft, ist somit Teil des Systems. Das BM-Prinzip zeichnet ja gerade aus, dass durch einen außergewöhnlichen Eingriff von außen das Machtgefüge erschüttert wird. So kommt es zu unerwarteten Ergebnissen: vom kuriosen Bundesligaaufstieg bis zum spektulären Titelgewinn. weiter gehts…

King Kahn: Bestes Video

„Das beste Oliver Kahn Video!“ hält was es verspricht. Alles drin, was man über den Titan gesehen haben muss. Dazu begeisternde Kommentare von begeisterten Kommentatoren: „Es fliegen Bananen, wie zu Kahns besten Zeiten!“ Prädikat: Sehenmüssenswert.

(Die Hintergrundmusik ist aber meines Wissens aus dem ran-Saisonrückblick 1994/95 geklaut…)

Ein erster Ausblick

Die ersten drei Spieltage sind gespielt und der geneigte Bundesligazuschauer kann sich ein erstes Bild über die diesjährige Besetzung des Oberhauses machen, konnte jedes Team nun ein- bis dreimal beobachtet werden. Auch wenn in einem Land mit ca. 80 Millionen potentiellen Bundestrainern ein Saisonausblick auch schon am 01.07. eines jeden Jahres eigentlich zu spät ist, scheut sich Mauertaktik nicht, dieses Thema noch einmal aufzugreifen… mehr davon!

Keine Lust auf Länderspiele. Versuch einer Katharsis.

An diesem Wochenende bestätigte sich das Gefühl, das ich schon seit einigen Wochen mit mir herumtrage. Ich will im Moment nichts von der Nationalelf wissen. Gar nix. Schweini Kapitän? Ah ja. Ballack und Frings verletzt? Soso. Liechtenstein 6:0 geschlagen. Nicht interessiert!

Das war beileibe nicht immer so. im Gegenteil. In den letzten Jahren, spätestens seit dem tollen Confed Cup 2005 waren Deutschland-Spiele absolute Highlights in meinem Terminkalender. Endlich wieder schneller, erfrischender, torreicher Fußball nach gefühlten Jahrzehnten des Rumpelfußballs! Schwarz-Rot-Geile Monate, natürlich gekrönt durch das Sommermärchen vor zwei Jahren.

Und jetzt? Alles weg. Nicht nur ist meine Euphorie dahin, ich ertappe mich dabei, wie ich selbst in der Tagespresse die einschlägigen Meldungen zur Bundeself bewusst übersehe. Man könnte fast von Abneigung sprechen. Und ab…