FCB: Vorsicht vor van Gaal!

FCB 2010
FCB 2010

Der FC Bayern scheint fündig geworden zu sein. Nach eingehender sechstägiger Suche, jeder Menge Sondierungsgesprächen und vielen versandten Absagen (fünf wurden alleine an Lothar Matthäus verschickt, der sich mit mehreren Künstlernamen beworben hatte) scheinen die FCB-Verantwortlichen ihren Apostel gefunden zu haben. Sein Name: Paulus. Nicht General, sondern van Gaal. Genauer: Aloysius Paulus Maria van Gaal, genannt: Louis. Aber Obacht! Mauertaktik hat sich schlau gemacht und warnt vor unerwünschten Folgen eines van-Gaal-Transfers. „FCB: Vorsicht vor van Gaal!“ weiterlesen

Ein Recke, drei Elfer

Der schöne Tim rannte los. Mit ausholenden Schritten und wild schlenkernden Armen sprintete der Mann im knallgelben Top wie vom Affen gebissen aus seinem Kasten. Auf dem TV-Sessel spannte man sich innerlich an. Gleich musste „Zücho-Tim“ auf den herannahenden Stürmer treffen. Dutzende Male hatte man dies Schauspiel schon beobachtet und wusste: Solche Begegnungen gingen in dieser Konstellation selten schmerzfrei aus, jedenfalls für den Angreifer.

Doch kein HSV-Spieler weit und breit, stattdessen rannten zehn schwarz gekleidete Gestalten ihrerseits auf den freidrehenden Torwart zu. Wieses Mitspieler. Doch der wildgewordene Keeper sah seine Kameraden gar nicht und sprintete stattdessen unverdrossen in Ben-Johnson-Manier an der jubelnden Meute vorbei, quer über das Spielfeld, bis er kurz vor dem Werderfanblock in eine Werbebande krachte.

Tim Wiese, in der Vergangenheit eher mal für das Ausscheiden seiner Mannschaft zuständig, war diesmal DER Verantwortliche fürs Weiterkommen. Ein Elfmeterschießen wie zuletzt von Zettel-Jens, ach was: besser! Drei parierte Strafstöße, einen solch fulminanten Auftritt hatte wohl nicht mal einer wie Frank Rost. Obwohl der ja bekanntlich der Teufel persönlich ist.

Torsten Frings nannte Wiese nach dem Spiel nicht Teufel sondern schlicht „Elfmeterkiller“ und stellte fest: „Im Training hält er fast alle Elfer!“ Frings hätte auch behaupten können, Bremens Schlussmann sei ein Albino – jeder einzelne von der Weser angereiste Fan hätte es ihm vom Fleck weg geglaubt. Nun ist Wiese, der sich weder in der Bundesliga noch in einem anderen Wettbewerb je zuvor als besonders effektiver Elferkeeper geoutet hatte, ein Elfmeterkiller. Und Frank Rost ist wieder Frank Rost.

(„Zücho-Tim“ Courtesy of Gianluca Muller)

Bruderkrieg in der Hanse

Rollmops Bremer Art

Hamburg gegen Bremen – das bedeutet Alster gegen Weser, Schanze gegen Schlachte, Hering gegen Rollmops, Schnaps gegen Korn. Aber auch: Hanse gegen Hanse. Bei allen Gegensätzen darf nicht vergessen werden, dass sich heute Abend im ersten von vier Akten zwei Brüder gleichen Bundes bekriegen. Mauertaktik macht den Skorbuttest bei den Kontrahenten. „Bruderkrieg in der Hanse“ weiterlesen

Wir sind Pokal!

Der lange Weg zum Pokalfinale
Der lange Weg zum Pokalfinale

Der DFB-Pokal ist am schönsten, wenn es mal wieder „David gegen Goliath“ heißt. Mainz 05 mimt heute Abend im ersten Semifinale des heurigen deutschen Pokalwettbewerbs den Minimi gegen die „Bayer-Giants“ aus Leverkusen. Jörn Andersens wackere Wahlwikinger wollen als unterklassiger Underdog ins Finale nach Berlin. Mauertaktik schaut, was man als Außenseiter zu erwarten hat. Weiter…

Frecher denn je: Prügelprinz schlägt wieder zu!

Der Tatort im Millennium Stadium
Der Tatort im Millennium Stadium

Wieder einmal leistet Mauertaktik, das „Chromjuwel“ des Investigativjournalismus, exklusive Aufklärung. Klatschreporter Jürgen H. Nuta verband einen lange geplanten walisischen Pub-Marathon mit einem Besuch des gestrigen Länderspiels und erspähte mit leicht geröteten Luchsaugen im Millennium Stadium das Unglaubliche: The Return of the Prügelprinz! „Frecher denn je: Prügelprinz schlägt wieder zu!“ weiterlesen

Cymru vs. yr Almaen 0:2

Der Länderkampf zwischen Wales und Deutschland brachte ein 2:0 für die deutsche Fußballnationalmannschaft. Eine feine Rakete von Michi nationale schlug schon nach 11 Minuten ein. In der zweiten Halbzeit nutzte dann „Super-Mario“ Gomez seine Jedikräfte und zwang Williams zu einem Eigentor. Aber so ein Spiel lässt sich nicht nur an Toren messen. Es muss unter allen in Betracht kommenden Gesichtspunkten analysiert werden. Zeit also für die knallharte Mauertaktikanalyse, die Abrechnung zwischen den roten Drachen und den schwarzen Adlern. das will ich sehen …

Telekolleg Sachlichkeit (Erstausstrahlung 1990)

Da wir wissen, dass Jogi Löw in den langen, müßigen Stunden vor einer wichtigen Partie gerne mal in unserem kleinen Fußball-Blog vorbeischaut, wollen wir Ihnen, werter Herr Bundestrainer, und auch den anderen 83 Mio. nationalen Übungsleitern den Feinschliff in punkto Mixed-Zone-Interviews verpassen. Per historischem Beispiel. Drehort: Mailand. Erstausstrahlung: 24. Juni 1990. Protagonisten: Franz „Kaiser“ Beckenbauer und Reinhold „Batik“ Beckmann.

Lektion 1 – gegnerische Spieler durch falsche Aussprache ihres Namens noch nachträglich demütigen (vgl. 0:48 min). Da kann der holländische Angreifer mit den Rastalocken schon mal eher nach Kanalisationsdeckel klingen…

Lektion 2 – Unsachlichkeit. Der Bundestrainer ist Deutschlands erster Fan. Folgerichtig streift Franz B. ab 1:20 min dann den lästigen Mantel der Neutralität ab und wettert gegen den Unparteiischen, dessen Leistung nicht mehr auf die oft (und hier mal wieder!) zitierte Haut eines milchspendenden, gescheckten Tieres passe (1:25). Auch die WM als solche führt Kenner Beckenbauer dann noch rasch ad absurdum (1:30).

Weltklasse, wie Vollblutjournalist Beckmann – sein Mediatorentalent bereits früh entfaltend – dann wieder vom leidigen Thema Schiris auf die deutsche Elf lenkt. Was nehmen wir mit? Nicht nur im Perkussionsbereich eines Kleinstadtorchesters gilt der alte Leitsatz: Beckenbauer machen keine Fehler.

Gomez 0:0 Liechtenstein

Es hatte was von einer gegen alle. Eine Symbiose von 11 hartnäckigen Gegnern (immer auf Ballhöhe!), 10 böswilligen Mitspielern („Den lassen wir heute nicht mitspielen!“), 1 tückischem Geläuf (nass und so!), 44.000 pfiffigen Zuschauern („Macht der absichtlich!“) und dem Kasten (maximal Hockey-Größe und dazu noch vernagelt!) wirkte wie eine einzige dunkle Macht gegen den ach so heiß ersehnten Knotenplatznabittegehtdoch-Treffer, der dann wegen all diesem Schlamassel leider doch nicht fiel. Mario Gomez trug Trauer. „Gomez 0:0 Liechtenstein“ weiterlesen

Deutschland gegen Norwegen – 10 böswillige Beobachtungen

  1. Trochowski ist Litti in schlecht.
  2. Ballack antizipiert seine Großeinblendungen auf der Videowand und schaut dann immer ganz emsig.
  3. Gomez ist in EM-Form.
  4. Schmerzlich vermisst: Bela Rethy. Der hätte sicher mindestens 1-2 grimmepreisverdächtige Kalauer der Machart „Da hat Westermann den Braaten gerochen“ abgesondert.
  5. Bei Spielen, die Tom Bartels kommentiert, wartet man dagegen 90 Minuten darauf, dass starker Schneefall einsetzt und Martin Schmitt vom Stadiondach mit perfektem Telemark in den Mittelkreis springt.
  6. Real und grimmepreisverdächtig Netzers Spruch in der Halbzeit: „Es liegt immer am Gegner.“
  7. Kaum einer hat’s gemerkt: Norwegens Helstad hat vor zwei Wochen gegen Deutschland noch am Kreis gespielt.
  8. Glückwunsch an Andi Beck. Der jüngste Wimbledonsieger aller Zeiten ist nun auch mit dem großen Ball erfolgreich.
  9. DFB-Maskottchen Paule ist noch dämlicher als es Goleo jemals war.
  10. Deutschland – Norwegen 0:1.

Auf dem Weg zur Weltspitze

Gute Nachricht # 1: Alle drei deutschen UEFA-Cup-Vertreter, deren Gruppen gestern spielten, haben noch Chancen aufs Weiterkommen. Gute Nachricht # 2: Hertha und Stuttgart müssen dazu nur ihr letztes Spiel gewinnen. Die Schalker Fans müssen halt ein bisschen beten – aber wozu hat man schließlich eine eigene Kapelle in der Arena? Das Tollste an der ganzen Chose ist, dass das diesjährige Abschneiden der deutschen Clubs voll den Aufwärtstrend der letzten Jahre bestätigt… Wir sagen: Schluss mit der Schwarzmalerei! Vivat Teutonia! „Auf dem Weg zur Weltspitze“ weiterlesen