Was macht eigentlich…Stefan Effenberg? (2)

1968 war ein ereignisreiches Jahr: Der Nordvietnamese startet die Tet-Offensive, der 1.FC Nürnberg wird Deutscher Meister und Johnny Cash nimmt ohne Drogen sein Album „Live at Folsom“ (Prison) auf. Und mitten rein in die Weltgeschichte platzt in Hamburg am 2. August einer der talentiertesten und zugleich umstrittensten Fußballer, die Deutschland je hervorgebracht hat: Stefan „Effe“ Effenberg.

War seine Geburt noch relativ unbeachtet, war für den „Tiger“ schnell klar, daß er sich mit dem Ball durch den deutschen Boulevard-Dschungel dribbeln will. (mehr)

Der letzte Kettenraucher

Inspiriert von Kollege Nutas Beitrag zu Walter „El Teerlunge“ Frosch sinnierte ich, lässig in der Hängematte baumelnd, ein wenig über die guten, alten Zeiten, in denen noch jede Profimannschaft ihren Kettenraucher hatte. Oft auch gleich eine mehrköpfige, mit allen Freiheiten ausgestattete Kettenraucherfraktion.

Da in den Zeiten von gesundheitsbewussten Vollblutprofis, die sich zwischen Theraband-Übung und Videostudium noch schnell die Feinstaubplakette für ihren Audi abholen, der Homo Glimmstengel keine Daseinsberechtigung mehr hat, sei auf einen der genialsten Permaqualmer der neunziger Jahre hingewiesen. Mauertaktik proudly presents: The last great Nikotin-Kicker – Mario Basler. Und ab!

Was macht eigentlich… Walter Frosch? (1)

Wenn man nicht gerade aus Hamburg oder Kaiserslautern kommt oder sich intensiv auf die nächste Ausgabe von „weeß’te ?! – das Fußballquiz“ vorbereitet, wird einem der Name Walter Frosch auf Anhieb eher gar nichts sagen. Zugegebenermaßen: Mir sagte er auch nichts, bis in einem Kommentar auf dieser wunderbaren Seite ein Videolink gepostet wurde (Dank an den Don!). Nach kurzer Recherche über dieses Fußball-Unikum war schnell klar, daß es allerhöchste Eisenbahn war, diese Wissenslücke zu schließen. mehr

Schlachthof 11

Es gab eine Zeit, da war der Fußball für einen bestimmten Spielertypus besonders gefährlich. Lange bevor das Regelwerk zum Gesundheitsschutz der Athleten verschärft wurde, wurden die genialen, trickreichen Spielmacher, die technisch beschlagenen, dribbelstarken Spielentscheider in steter Regelmäßigkeit bis an den Rand der Körperverletzung (und oft darüber hinaus) Opfer von brutalen Grätschen und fiesen Tritten. Und ab!

Männer, die der Ball nicht braucht (1)

Liebling der Massen: Rubi MC
Liebling der Massen: Rubi MC

Eigentlich nach jedem Länderspiel überlege ich kurz, ob ich Gerd Rubenbauer als Kommentator vermisse oder nicht. Es ist zwar mitnichten so, daß ich mich beim Schauen der deutschen Elf 90 Minuten lang auditiv verwöhnt fühle, aber ganz so schlimm, daß man sofort nach Ersatz schreien müßte, ist es ja dann auch nicht. Aber ein Gerd Rubenbauer ist halt auch eben kein Ersatzmann. Vor allem wäre Rubi MC da wohl auch die falsche Wahl. Denn es gab wohl in der gesamten Sportkommentatorenszene nie ein Exemplar, das ebenso häufig wie viel Unsinn erzählt hat wie der gebürtige Münchener. Mehr davon!

Mamma, Mamma, Mamma…

Kein Fußballer hat wohl je eine Stadt und ihre Bewohner so in seinen Bann gezogen wie kleines dickes geniales Maradona in Neapel. Was auch daran lag, dass die lebende Legende vom Rio de la Plata den SSC quasi im Alleingang von der Bedeutungslosigkeit zum zweifachen italienischen Meistertitel und zum UEFA-Cup-Gewinn dribbelte. Und ab!

King Kahn: Bestes Video

„Das beste Oliver Kahn Video!“ hält was es verspricht. Alles drin, was man über den Titan gesehen haben muss. Dazu begeisternde Kommentare von begeisterten Kommentatoren: „Es fliegen Bananen, wie zu Kahns besten Zeiten!“ Prädikat: Sehenmüssenswert.

(Die Hintergrundmusik ist aber meines Wissens aus dem ran-Saisonrückblick 1994/95 geklaut…)

Gazza’s Tears

Nochmal Gazza. Der wohl traumatischste Moment seiner Karriere. Die gelbe Karte im Semifinale 1990 gegen Deutschland – im Finale wäre er gesperrt gewesen.

Wir fragen uns darüber hinaus: Was wäre eigentlich gewesen, wenn Andi Brehme bei Minute 0:44 für seine Blutgrätsche gegen Gazza die Karte gesehen hätte, die er durchaus hätte sehen können…?

– Fränk von Schleck