Boah, Karl…

Nein, der Fußball hat immer noch nicht genug. Zwar sind die deutschen Ligen bereits für das Apokalypse-Jahr 2012 abgefeiert, doch auf ein letztes erhebt er sich noch einmal, der greise Mann namens DFB: Das Pokal-Achtelfinale steht an. Mauertaktik blickt voraus auf die wichtigsten Partien.

Schalke – Mainz

Stimmung im Keller, ja, diesen Kalauer können wir uns natürlich nicht verkneifen in dieser Vorweihnachtswoche, da Jens Keller den lange überfliegenden und jetzt kurzfristig tiefgleitenden Holländer Huub Stevens vergessen machen soll. Keller also, als Profi das eine oder andere Bundesligaspiel aufm Buckel, hat als Chefcoach bislang genau zwei Monate Berufserfahrung. Folgte beim VfB Stuttgart auf Christian Gross und wurde dann flugs wieder durch Bruno Labbadia ersetzt. Haften geblieben ist kaum was, außer dass die Stimmung vorher wie nachher… ach, lassen wir das. Ein Winterspaziergang wird es für den Neuen wohl nicht gegen Mainz. Torsten Tröte, der mit seinem Team die Schalker gerade in der Buli-Tabelle überholt hat, bläst sicher zum großen Halali. Ausgang unklar, außer: Weihnachten.

Augsburg – Bayern

Haha, ja, da dachten Sie wohl, dass wir uns herablassen zu dieser zum „bayrischen Derby“ hochsterilisierten Fantasiepaarung tatsächlich eine Vorschau zu schreiben! Äh… nö. Nur so viel: Bayern gewinnt, vielleicht zweistellig. Gähn.

Dortmund – Hannover

Im Vergleich zu obiger Paarung (siehe –> Mismatch, das) ist das noch mal ein (zwar etwas verfrühter) aber doch veritabler Silversterkracher in den Tagen vor Heiligabend. In der Bundesliga holpert und stolpert es bei 96 und 09, aber in Europa haben sie ja schon so einiges gezeigt. Des Kloppes Reuse (P. Kalkbrenner) und Götzinho wollen noch einmal zum Samba bitten, während Didier auch nochmal auf vollen Touren laufen wird. Ausgang: ungewiss. Und das ist ja das mitunter das Schöne an diesem sogenannten Fußball.

In diesem Sinne: Frohes Fest!

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Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.