Fragen an die englische Woche

Wieder einmal ist es soweit. Die Bundesliga spielt durch. Englische Woche, aber was bedeutet das eigentlich? Wir haben diese Institution des internationalen Fußballs exklusiv vors Mikro bekommen. Mauertaktik fragt, die englische Woche antwortet.

Liebe englische Woche, kommen wir gleich zum Punkt: Bist du wirklich nötig?

Oh yes, my dear, natürlich. Sonst könnten wir doch gar nicht die ganzen Fußball-Termine bis zum nächsten Mai unter den Hut bekommen.

Äh… doch. Wir könnten doch zum Beispiel bis Mitte Juni spielen. Ist ja keine WM oder EM.

No, no, that’s impossible. Talking bout FIFA-Rahmenterminkalender, baby!

Aha. Okay. Du hältst dich also selbst noch für reizvoll?

Aber natürlich, dear. Abso-fucking-lutely. Flutlicht, Emotion, tolle Paarungen…

Sorry, aber Hannover-Fürth, Frankfurt-Mainz oder Nürnberg-Hoffenheim an einem kalten, regnerischen Novemberabend?

Ah, da musst du als Fan einfach zeigen eine Stiff Upper Lip! Just like in my Heimatland.

Nun gut. Aber was ist mit den Anstoßzeiten für die Zweite Liga. 17.30 Uhr? Geht’s noch?

Ja, soweit ganz gut. Thanks for asking. Aber honestly: Ich muss schon sagen, ich bin doch etwas Spezielles, ich existiere nur drei, vier Mal im Jahr. Da kann man doch mal früher mit der Arbeit aufhören, kann man nicht? Und außerdem ist ein Spiel ja auch später, eight fifteen, primetime: Donnerstag, mit, wie sagt ihr, „the old lady“ Hertha gegen Cologne.

Hm. Donnerstags-Topspiel – noch so ein Thema… Muss das denn alles sein, jeden Tag Fußball, bis er einem wieder hochkommt?

Of course, my dear. Milk the cow as long as you can!

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Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

2 Gedanken zu „Fragen an die englische Woche“

  1. Zauberhafte Sprachkenntnisse, gepaart mit einer Brise Fussballsachverstand. Das ist mein mauertaktik.de
    Weiter so, Jungs!

  2. Wenigstens darf die Wilde Horde wieder ins Stadion – dann besteht ja für das „Topspiel“ zumindest noch ein wenig Hoffnung auf ein schönes „Rahmenprogramm“!

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