Gift und Gaale

Wie schafft man es, einen vollkommen bedeutungslosen Testländerkick ein bisschen aufzujazzen? Jogi „Mir gewinne nie mehr ebbes“ Löw und Louis „Tulpe“ van Generaal machen’s vor. Der Holländer macht sich über die Erfolglosigkeit des Deutschen bei großen Turnieren lustig (äh, Holland, große Turniere?, aha, naja, gut), der Deutsche kontert dementsprechend lässig, man müsse sich doch bitte erstmal qualifizieren.

Autsch. Weil 2002, Holland, WM, schwierig.

Kein Wunder, dass der sympathische Bondscoach, der auch im Großraum München noch viele enge Freunde haben soll, das nicht auf sich sitzen lassen kann. Leidtragende, wie so oft dieser Tage, die armen Medienschaffenden, oder, wie van Gaal sie nennt, „die Pressejournalisten“. Doch seht selbst.

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.