It’s derbytime!

Zur Primetime am Samstag Nachmittag steigt im Signal-Iduna-Park das 138. Revierderby. Die Mutter aller Derbys. Jedenfalls im Pott. Lüdenscheid gegen Herne-West im Mauertaktik-Faktencheck.

Die Bilanz

137 Mal kreuzten die beiden Rivalen bereits die Klingen und unterm Strich stehen für die Königsblauen mit 54 gewonnenen Partien gegenüber 46 der Schwarzgelben mehr Siege zu Buche. Klarer Punkt für Schalke. Könnte man meinen. Denn schaut man mal genau in den Hass-Almanach merkt man schnell, dass S04 die meisten seiner Siege in der Oberliga oder gar in der Gauliga erreichen konnte.

Zieht man diese Phantasie-Siege mal ab, bleibt am Ende eine ausgeglichene Bilanz mit 27 Siegen auf beiden Seiten (24 Remis), wobei der BVB mit 7 geschossenen Toren mehr das klar bessere Torverhältnis hat. Und wie jeder Fußballfan weiß, kommt ein gutes Torverhältnis am Ende fast einem Punkt gleich. So auch hier, Punkt für den BVB.

Die Trainer

Trainiert wird der FC Schalke 04 von -Achtung!- Hubertus Jozef Margaretha Stevens. Der Mann, der viel zu selten beim vollen Namen angesprochen wird, holte mit Schalkes Eurofightern 1997 den Uefa-Cup, mit Hertha BSC (!) 2002 den Deutschen Ligapokal und ist nebenbei dank der 2008er Mannschaft des PSV Einhoven lässiger Träger des Johan-Cruyff-Schaals (eine Art farbiges (!) Modeaccessoire).

Auf der anderen Seite randaliert sich Jürgen Norbert Kloppo Klopp in seiner Coaching-Zone um Kopf und Kragen. Im Gegenteil zu seinem Gegenüber kann Kloppo vielleicht nicht so viele, aber dafür mit der Deutschen Meisterschaft 2011 und dem HERBERT-Award (Bester Sportexperte 2007, 2009, 2011) wenigstens echte Titel vorweisen. Mal ehrlich, den Uefa-Cup gibt’s gar nicht, über den Liga-Pokal haben sich damals nicht einmal die Herthaner gefreut und von dem Schal brauchen wir ja wohl gar nicht erst anfangen. Advantage Kloppo!

Die Trikot

Dortmunds Ausrüster hatte zur 138. Neuauflage einen richtig kessen Einfall. Nur für dieses eine Spiel läuft der Deutsche Meister im „Derbytrikot“ auf, die Brust ziert eine Silhouette des Heimstadions. Von „rattengeil“ bis „megastark“ lautet das einhellige Urteil des schwarz-gelben Anhangs.

Übrigens, was viele gar nicht wussten: Der FC Schalke 04 hatte vor dem letzten DFB-Pokalfinale eine ganz ähnliche Idee, jedoch wirkte die vereinseigene Turnhalle in der Draufsicht immer ein bisschen wie ein Lager, weshalb aus Pietätsgründen von dieser Idee abgesehen wurde. Gott sei Dank konnte man damals im letzten Moment noch auf die Ersatztrikots der 2. Damen-Kegelmannschaft zurückgreifen. Noch mal „Glück“ gehabt, aber gegen so ein flottes Derbytrikot in schwarz-gelb, kann ultra-beauty-farben nicht anstinken. Und „königs“-blau eben auch nicht.

3 Gedanken zu „It’s derbytime!“

  1. 3:0? Da ist aber einer wieder äußerst subjektiv. Ich finde ultra-beauty-farben klasse. Das trug die Möwe immer am Roten Meer, oder wie er es nannte: ultra-beauty Meer.

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