Wer ist eigentlich…die Ukraine?

In knapp acht Monaten will die deutsche Nationalmannschaft in Kiew um den EM-Pokal spielen. Und genau dort erwartet das Co-Gastgeberland Ukraine am Freitag Abend den DFB zur Generalprobe. Doch wer ist das überhaupt, dieses Ukraine? Mauertaktik hat sich dort mal umgesehen.

Land und Leute

Die Ukraine liegt mitten im Herzen von Osteuropa, grenzt im Westen an Polen, die Slowakei und Ungarn, im Südwesten ans Schwarze Meer und Richtung Osten kommt nur noch ganz viel Russland. Kann man als Actionfreund im Westen einen gefährlichen Ritt in die Ostkarpaten wagen, so steht dem entspannten Badevergnügen am Schwarzen Meer für den Familienmenschen nichts im Wege. Wettermäßig ist so ähnlich wie bei uns, bloß irgendwie ganz anders. Was viele gar nicht wussten: Flächenmäßig ist die Ukraine der zweitgrößte Staat in Europa. Wahnsinn, oder?

Entgegen landläufiger Meinung ist der gemeine Ukrainer nicht über 2 Meter groß, tritt nur mit einem Körperdouble auf und ernährt sich nicht nur ausschließlich von Blinis, Milchschnitte und/oder vitali-sierendem Bier. Nein, völliger Unsinn, die Ukrainer sind ganz normale Menschen wie du und ich, mit den gleichen Sorgen und Problemen und mit den gleichen Ängsten. Nur ohne Euro.

Sport und Erfolge

Äußerst populär im Lande ist natürlich der Fußball. Zwar konnte man noch nie so recht was gewinnen, aber Spaß macht’s den meisten trotzdem. Größter Held ist Andrej Schewtschenko, der zwar mittlerweile 35 Jahre alt ist, aber bereits Legendenstatus innehat. Der Mann ist selbstredend Rekordtorschütze und Weltfußballer in der Ukraine. Doch ob der Star bei der EM mitzaubert, steht noch in den Sternen, denn „Sheva“ hat Rücken – und nicht zu knapp. Aktuell hält er sich bei deutschen und englischen Ärzten fit resp. unfit.

Neben dem Rasenballsport ist man besonders stolz auf seinen extrem erfolgreichen Box-Export, die Gebrüder Dr. Klitsch-Ko, sowie auf Stabhochsprung-Legende Sergej Bubka, der mit 16,14 m nach wie vor den Weltrekord hält. Nicht zu verachten ist außerdem ein ermogelter Sieg beim Eurovision Contest 2004. „Ukraine, 12 points“ fällt aber ziemlich bei der Heim-EM im nächsten Sommer aus.

Europameisterschaft

Ein großen Problem, das weiter oben aus ästhetischen Gründen unterschlagen wurde, ist das Hundeproblem im Land. Straßenköter, wohin das Auge reicht. Verfloht, unterernährt, durch und durch hässlich. Europas Fußballwelt kann froh sein, dass es Michel Platini gibt. Der französische Lebemann an der Spitze der Uefa hat nach einer Stippvisite im Lande sofort verfügt, dass die Dreckstöhlen kurzerhand verbrannt, getötet, in jedem Fall irgendwie weggemacht werden. Um sicher zu gehen, unterstützt die Uefa das Hunde-Deportations-Projekt mit einigen Tausend Euro. Da passt es auch wunderbar ins Bild, dass der feine Herr Platini die EM für rauchfrei erklärt hat. Ergo: Keine Lungenpyrotechnik vor und in den Stadien. Unter freiem Himmel. Wegen der Gesundheit und so. Ziemlich glaubwürdig bei offiziellen Sponsoren wie einer Burgerbraterei, einem Zuckerwasserkonzern mit klarem ökologischen Konzept und einer Chemiebierpanscherei. Also wenn hier einer weggemacht gehört, dann ja wohl…ach lassen wir das.

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