Hassgipfel in Wolfsburg

Die Länderspielpause ist vorbei und die Bundesliga wartet gleich wieder mit einem Kracher auf. Denn zum Abschluss des Spieltages kreuzen der VfL Wolfsburg und der FC Schalke 04 die Beinklingen. Hochbrisant. Mauertaktik macht den Teamcheck.

Neuverpflichtungen

Im Westen nicht wirklich was Neues. Jermaine Jones, Lewis Holtby und Ralf Fährmann waren alle schon mal da, Teemu Pukki kannte man nach 3 Gegentoren auf Schalke auch schon vor dessen Verpflichtung, dazu Christian Fuchs, Jan Moravek und Ciprian Marica. Alles in allem ohne klare Linie am Transfermarkt nach dem Motto: Ein Neuer weg, ein Neuer her! Ich bitte Sie, was ist das denn für eine krude Einkaufsphilosophie? Anders dagegen der VfL Wolfsburg: Hier wurden die einzelnen Schwachstellen in der Mannschaft ausfindig gemacht und mit gezielten Verstärkungen ausgemerzt. Die Folge: Gefühlt ein komplett neuer Kader. Das ist Management 2011!

Saisonstart

Beim FC Schalke ging den Verantwortlichen nach der 3:0-Auftaktpleite gegen den VfB Stuttgart bestimmt schon ordentlich der Kackstift. Sollte es denn wieder so eine Krampfsaison werden? Was folgte waren drei Siege mit durchschnittlich knapp über 3 Toren pro Spiel. Da lachte des Knappen Herz. Bei den Grün-Weißen aus Autohausen war es so ähnlich, bloß umgekehrt. Einem Sieg am ersten Spieltag ließen Magaths harmlose Wölfe 3 Niederlagen mit durchschnittlich knapp 3 Gegentoren pro Spiel folgen. Fazit: Schalke 0, Hügel der Leiden 1.

Größte Erfolge

Die Königsblauen sind amtierender DFB-Pokalsieger. Klar. Und 1997 gewannen Eurofighter um Olaf Thon, Jiri Nemec und Marc Wilmots den Uefa-Cup. Auch klar. Aber zu diesen beiden schmucken Titeln reihen sich zwei satte Hände voll Vizemeisterschaften, ein Paar UI-Cup-Siege und -leckmichfett- ein Ligapokal-Triumph. Dagegen halten die Wölfe z.B. eine Niedersachsenmeisterschaft anno ’63 (konnte Schalke niemals gewinnen), ein DFB-Hallenmasters und eine komplett absurde Meisterschaft. Wirft man da noch das eine erreichte DFB-Pokalfinale in Waagschale neigt sich das Ding klar Richtung Wolfsburg.

Trainer

Es gibt Wenige, die sich so öffentlich hassen, wie Ralf Rangnick und Felix Magath. Außer vielleicht Gina-Lisa und Tessa, die Welt und Gaddafi oder Jose Mourinho und der FC Barcelona. Doch im deutschen Fußball ist das Sticheln in der Öffentlichkeit einzigartig (Bücher ausgenommen). Nach der kleinen Trainerrochade Ende der letzten Saison wetterte Rangnick ohne Hemmung gegen seinen Vorgänger und den Scherbenhaufen, den er hinterlassen haben soll. Die Replik des Gescholtenen folgte stante pede: „Der Herr Rangnick ist ja Professor, dem wird schon was einfallen.“ Klappe zu, Affe tot und Punkt für Wolfsburg

Es spricht eigentlich alles für einen Wolfsburger Heimsieg.

1 Gedanke zu „Hassgipfel in Wolfsburg“

  1. Und wieder hat die Kraft der Prognose das von ihr gewählte Resultat erzielt. Freut mich für Felix, schade für Schalke.

Kommentare sind geschlossen.