Was Lahm nicht aufschrieb

Philipp Lahm hat es geschafft. Der Kleine hat den feinen Unterschied zwischen Otto Normalfußballer und dem wichtigsten Mann im Fußballschland in 269 schonungs- und atemlose Seiten gegossen. Essentielle Inhalte: Rudi Völler war der Spaß am wichtigsten, die Nationalelf war noch vor drei Jahren ein zerstrittener Haufen, Klinsmann schon nach sechs Wochen am Ende und natürlich: Lahm ist nicht schwul. Hätten wir das also geklärt. Was Lahm noch so enthüllen wollte, hat Mauertaktik exklusiv erfahren. Hier die 20 knallharten Wahrheiten, die es nicht in die Druckversion schafften.

1. Der HSV ist ja ein totaler Chaosklub.

2. Ein Spiel dauert eigentlich nie 90 Minuten, schon gar nicht bei einer EM oder WM.

3. Sepp Blatter ist irgendwie eher Diktator als Demokrat.

4. Michael Ballacks Zeit in der Nationalmannschaft ist abgelaufen.

5. Der Fußball der Siebziger war echt langsamer als der Jogi-Bonito-Superkick anno zwo-elf.

6. Idealismus hat im Fußball keinen Platz mehr. Schnüff.

7. Schweini ist echt gereift als Spieler. Toll.

8. Der Fußball riecht nicht mehr nach Leder.

9. Der Fußball riecht nicht mehr nach frisch gemähtem, saftigem Gras. Jedenfalls in Russland.

10. Michael Ballacks Zeit in der Nationalmannschaft ist abgelaufen. Hähä.

11. Find ich voll blöd, dass nach wichtigen Siegen immer die Kanzlerin in der Kabine steht.

12. Find ich voll gut, dass ich das geworden bin, was ich schon immer werden wollte: Nationalmannschaftskapitän.

13. Find ich voll supi, dass ich wieder auf links spielen darf. Bin ich eh viel gefährlicher.

14. Die „Bild“-Zeitung lese ich nur, wenn meine Vorabdrucke drin sind.

15. Ich habe noch nie einen Tropfen Alkohol angerührt. Ach doch, einen winzigen Sekt auf meiner Hochzeit. Hicks.

16. Kleine Spieler werden immer unterschätzt.

17. Große Spieler werden immer überschätzt.

18. Der FC Bayern ist der solideste Klub der Welt.

19. Michael Ballacks Zeit in der Nationalmannschaft ist abgelaufen! Rafft das mal!

20. Jogi Löw ist nicht schwul. Ehrlich.

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

1 Gedanke zu „Was Lahm nicht aufschrieb“

  1. Und hier noch eine Wahrheit: Es gibt zu viele Bücher. Die Erfindung des Buchdrucks war der Untergang der Bildung. Aber durch die Neuen Medien verschwinden vielleicht auch bald die Bücher wieder.
    Zu welchen Erkenntnissen Fußball doch gut sein kann…

Kommentare sind geschlossen.