Deutschland – Brasilien | Der Vergleich

In Stuttgart kommt es heute zum Fußball-Klassiker. Und dabei ist Germany-Brasil so viel mehr als ein Länderspiel. Ein Systemvergleich, ein Zusammenprall der Kulturen, ja ein Clash der Zivilisationen. Mauertaktik hat die wichtigsten Punkte gewohnt knallhart analysiert.

Volkstänze

Während auf keinem Gemeinschaftsabend in deutschen Schrebergärten der zeitlose Klassiker unter den Schiebertänzen, der „Eins-zwei-Tipp“, fehlen darf, gibt sich Brasilien als Heimat des Samba und Capoeira naturgemäß einer etwas wilderen Ausdruckssprache hin. Körperteile werden geschüttelt, Gliedmaßen verrenkt, Füße wirbeln auf Kopfhöhe herum. Doch damit hat noch keine Mannschaft ein Spiel gewonnen, oder? Klare Tendenz: Eins-zwei-Tor.

Fünfte Jahreszeit

Jaja, Karneval in Rio, 30 Grad, viel Alkohol, mehr nacktes Fleisch, sex is in the air usw. Aber mal ehrlich, wer würde sich statt der ganzen Schwitzerei (plus ewiger Hin- und Herfliegerei) nicht doch lieber auf dem Rosenmontagszug in Bocholt bei fünf Grad steinharte Bonbons an den Kopf schmeißen lassen? Eben. Punkt Schland.

Sozialneid

In der historischen Domäne der Brasilianer, dem Unterbuttern und Ausgrenzen der Habenichtse, hat der deutsche Hartz-IV-Staat in den letzten Jahren mächtig aufgeholt. In Wellblechhütten und auf Recyclinghöfen wohnen hierzulande zwar (noch) die wenigsten, doch mit Trendsportarten wie Pfandflaschensammeln und der systemisch angeordneten Verwahrlosung der Großstadt-Ghettos sollte der Abstand zur Favela-Nation bald weiter schrumpfen. Derzeit noch: Zweieinhalb Sturmgewehrläufe Vorsprung Brasilien.

Non-Fußball-Helden der 80er

Wimbledon gegen Formel eins, auf den ersten Blick so unvergleichlich wie Rasen und Asphalt. Auch Boris Becker, strohroter Darling der Deutschen, und der nachdenklich-dunkle Ayrton Senna, Gott-Idol aller Brasilianer, sind schwer über einen Kamm zu scheren. Höherer Kultfaktor sicher beim Motorsportler. Höhere Fruchtbarkeit sicher bei Bumm-Bumm. Dem großen Kehraus des alten Besens nach der Karriere entzog sich Senna durch frühzeitigen Abgang. Wohl auch deswegen: Klarer Sieg Brasilien.

Metropolen

Um die notorisch lebenslustigen brasilianischen Profis nicht allzusehr abzulenken, drängte der brasilianische Verband CBF darauf, die heutige Partie im beschaulichen Stuttgart und nicht im Moloch Berlin auszutragen. Dort ist bekanntlich der von Cacau geleitete evangelikale Gottesdienst der Wochenhöhepunkt. Aber zurück zum Thema: Rio gegen Berlin, Zuckerhut gegen Pfefferberg, Jesus gegen Telespargel, Copa Cabana gegen Müggelsee, Maracana gegen Alte Försterei. Hm… Punkt Brasilien.

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

1 Gedanke zu „Deutschland – Brasilien | Der Vergleich“

  1. Dieser Artikel ist weder komisch, intelligent, noch interessant. Nichtigkeit, gedüngt mit nationalem Schwachsinn. Satire soll anecken und zum nachdenken anregen. Dies ist aber ohne Intelligenz und mit copy-paste Anno 1900 zusammengeschustert worden.

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