Die Elf des Spieltags (1)

Nach reiflichen Überlegungen haben wir sie nun zusammengestellt. Die Mauertaktik-Elf des ersten Spieltags – powered by Ritschie K.

TOR:

Im Tor streiten sich gleich zwei Protagonisten um die Vorherrschaft in Sachen Fliegenfangen. Stardirigent Starke wedelte seiner Mauer noch fleißig Takte rüber, da hatte Kermit der Frosch auch schon bitterböse zugeschlagen. Tor ist wenn der Schiri pfeift und schwupsdiwups ab in die Elf des Tages. Allgäuer Latschen-Giefer aus dem Hause der Pillendreher wurde von seinen Mannschaftskameraden ein fieser Knoten in die Schnürsenkel gebunden. Ein lässiger Querpass zum Innenverteidiger gerät so zur kecken Vorlage für Allagui. Und einmal völlig von der Rolle lässt sich der Leverkusener Flugadler den Ball als Höchststrafe auch noch in die kurze Ecke bämmsen. Setzen sechs und herzlich Willkommen im erlesenen Kreis.

ABWEHR:

Die MT 11 tritt klassisch mit Doppellibero und zwei echten Manndeckern an. Den Doppellibero mimen Manu-Nationale und Malcolm B. Was der eine mit dem Kopf nicht kann, kann der andere auch nicht mit den Händen. Ist aber auch ein gemeiner Flatterball, diese Torfabrik zwei. Die Manndecker bestechen durch präzises Aufbauspiel, feine Technik und ein Auge, das schneller sieht als der Schatten. Mad Hotdog Pogatetz hatte Mitleid mit Tom Starke und egalisierte das Dusel-1:0 der grauen Maus aus Hanoi directamente mit einem rüden Knüppelstoß in des Gegners Haxe. Die Folge: Doppel-11m und Tageself.

Ihm zur Seite steht Lewan „Schneckenfuß“ Kobiashvili. Wie zum Geier hat der es eigentlich auf 95 Länderspiele und über 100 Bundesligapartien gebracht? Ausgestattet mit nix, was auch nur annähernd mit modernem Fußball zu tun hat, beschleicht Kobi die linke Seite der alten Dame. Bilanz des Wochenendes: kurze Pässe: 0, lange Pässe: gefühlte 1000, davon zum Mitspieler: 0, Einwürfe zum Mitspieler: 0. Hartelijk Welkom in der MT-11.

MITTELFELD:

Angeführt wird das Prunkstück einer jeden modernen Mannschaft von unserem Capitano Micha „Ich surfe kabellos und leite das Spiel von der Bank“ Ballack. Wieder einmal ein ganz mieses Wochenende für unseren Beau aus Karl-Marx-City. Mischa brillierte aber wenigstens als Doppel-B mit Hanno als das Päarchen mit der wohl prominentesten Oberaugenwulst aller Zeiten.

Edson Braafwurst hingegen hat in der Sommerpause wohl zu viele Kung-Fu-Filmchen aus Vatis Videoladen gemopst. Ein eingesprungenes Splash-Knee katapultiert ihn in die Van-Damme-Gedächtnis-Hall-of-Fame und in die Elf des Tages. Frei nach dem Motto „Aus eins mach zwei und dümmer geht nimmer“ schenkte er 96 so den zweiten Treffer des Tages.

Hasan Salihamidzic darf nach langjähriger Buli-Abstinenz sein Comeback feiern und begießt das Ganze wie es sich für einen Vollblutprofi gehört nicht mit König Alkohol, sondern mit König Mütze. König Mütze? Genau: Aus drei Metern Entfernung vom eigenen Mitspieler im gegnerischen Strafraum knapp unter Piephahnhöhe getunnelt zu werden ist eine ganz besondere und ehrenswerte Leistung. Sah nicht nur blöd aus, sondern war auch besonders blöd weil dazu noch zwei Meter vor der Torlinie.

Die ganze tiefe Sechs bekleidet in unserem Team Bayers Neuzugang Ömer Toprak. Er krönte sein Debüt bei den Medizinmännern mit einem Karim-Hagui-Gedächtnistor ins eigene Netz. Giefer und er, das neue Traumpaar von Bayer 04.

STURM:

Pseudo-Hitler-Double und Südamerikas Flaschenweitwurfmeister Paolo G-Punkt hatte den Kopf mal wieder tief in den Pomadetopf gesteckt. Außer einer vollkommen albernen Frisur kam bei seinem Einsatz nichts aber auch gar nichts rum. Keine Torgefahr und keine Bindung zum Spiel. Um einer peinlichen Auswechslung vor dem Halbzeitpfiff durch Rocker Oenning zuvor zu kommen, zog und zwickte der Muskel wie in Lothars besten Tagen. Im Übrigen erst seine elfte Verletzung in den letzten drei Jahren. Das braune Sturmduo wird vervollständigt durch den Kölner Sturmführer Novakovic. Gelb-Rot im ersten Spiel unter neuem Trainer verhilft der sonst so pflegeleichten Supernova zu seinem Debüt in unserer MT-11.