Wer geht runter?

Der 34. Spieltag der Bundesliga-Saison 2010/2011 steht vor der Tür. Die meisten Fragen sind geklärt, Dortmund ist völlig verdient Meister, Mainz und Hannover vertreten die Liga in der Europa-League und Leverkusen besiegt den „Vizekusen“-Fluch und wird lieber Dritter hinter den Bayern. Doch unten ist bei drei Mannschaften noch alles möglich. Einer muss gehen, einer muss nachsitzen und einer darf beim nächsten Mal wiederkommen.

VfL Wolfsburg (15. Platz, 35 Punkte)

„Wer mit Dieter Hoeneß und Steve McClaren in die Saison startet, hat nichts Besseres verdient“, sagen die einen, „Stimmt eigentlich“, sagen die anderen. Selbst die spektakuläre Rückholaktion von Heilsbringer Felix Magath konnte nicht über den katastrophalen Zustand der sogenannten Mannschaft hinwegtäuschen. Der Trainer selbst hat das Problem für die brenzlige Situation auch schnell erkannt: „Das Team ist mies“, wies der Sonnenkönig alle Schuld für einen eventuellen Gang in Liga Zwo von sich. Hilft alles nichts, ein Sieg muss her. Und zwar bei der TSG Hoffenheim, für das die Saison seit geraumer Zeit so was von gelaufen ist. Eigentliche eine machbare Aufgabe für den Meister von 2009, wenn das Team nur nicht so mies wäre. Kleiner Vorteil im Abstiegskrimi: Ein Punkt reicht den Niedersachsen. Nachteil: Das stimmt nur, wenn die anderen beiden keine Punkte holen.

Tendenz: Platz 16, dann Relegation und im nächsten Jahr baut man wieder einfach nur Autos.

Borussia M’gladbach (16., 35 Punkte)

Nervlich klar im Vorteil sind die Gladbacher Borussen, die gefühlt seit der Hinrunde nicht mehr verloren haben. Grund für den Höhenflug: Lucien Favre. Der sympathische Schweizer spricht offenbar die gleiche Sprache wie seine Spieler: Hinten dicht machen und vorne mal sehen oder irgendwie anders. Auf jeden Fall spielte die Elf vom Niederrhein zuletzt auffällig oft zu null und schoss vorne tatsächlich auch Tore. So mauserte sich die Favres Truppe vom Totgesagten immerhin zur Reanimationspuppe, Tendenz klar steigend. Am Samstag gastieren die Fohlen bei müden und von sich selbst gelangweilten Hamburgern und wollen mit dem 4. (!) Sieg in Folge das Wunder wahr werden lassen. Jung-Star Reus, der mit 10 Treffer und 9 Assists erheblichen Anteil am möglichen Klassenerhalt hat, fast das Ganze so zusammen: „Wir gewinnen und alles wird gut!“.

Tendenz: Die Spieler verinnerlichen Favres Spielsystem und zeigen nach Rang 18, 17 und 16 ihre Polyvalenz mit Rang 15 auch in der Tabelle.

Eintracht Frankfurt (17., 34 Punkte)

„Wir sind Siebter, und es wäre dumm, wenn wir nicht versuchen würden, Fünfter zu werden. Absteigen können wir nicht mehr. Wir müssen die Gunst der Stunde nutzen.“ Mit diesem Satz bewies Frankfurts Boss Heribert Bruchhagen im Januar 2011 eine ganze Menge Weitsicht. Um dieses Ziel auch wirklich erreichen zu können, feuerte man wenig später Michael Skibbe und holte Alleskönner Christoph Daum. Sechs Spiele und null Siege später steht Frankfurt auf Platz 17, Daum behauptet aber steif und fest: „Besser kann man nicht arbeiten!“ Stellt sich die Frage, welches Ziel Christoph Daum mit seiner ach so tollen Arbeit verfolgt. Da Christoph Daum selbst merkte, dass er die Mannschaft nicht mehr wirklich erreicht, hat er sich motivierende Unterstützung bei den hauseigenen Ultras geholt. Doch das Team bleibt davon unbeeindruckt, wirkt innerlich tot. Schwer zu glauben, dass es beim neuen Deutschen Meister in Dortmund ein letztes Aufbäumen geben soll.

Tendenz: Man bleibt vor St. Pauli.

1 Gedanke zu „Wer geht runter?“

  1. Die Doofen werden die Frankfurter gewinnen lassen, sonst reißen die denen ihre Wellblechhütte ab und nehmen die Meisterschale gleich mit.

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