Initiative Tigersprung

tiger_200Stefan Effenberg hatte es ja versprochen. Wenn die Borussia ihn braucht, dann ist er da. Jetzt ist er da bzw. will bald da sein. Es geht dabei nicht um den Posten des Aggressiv-Leaders auf dem Platz, sondern um den des Sportdirektors und um die Macht beim VfL Borussia Mönchengladbach für die sogenannte „Initiative Borussia“. Ob die Borussia ihn derzeit braucht oder eher nicht gebrauchen kann bleibt offen. Jedenfalls stellt sich Effe zur Verfügung und das trotz Doppelbelastung durch die „Trainerschule“ in Köln. Oder hat Effe vielleicht nur die Wahl zum Klassensprecher gegen Lars Ricken verloren und setzt jetzt „Plan B“ um? Mauertaktik nimmt die Initiative unter die Lupe.

Ziele

Die Zielsetzung der Initiative sieht im wesentlichen vor, dass man sportlich und finanziell ganz groß rauskommen will. „Vielen wird es besser gehen, aber niemandem schlechter.“ Nein, das hat doch jemand anderes gesagt. Wie will man das schaffen? Das geht vor allem durch „Kontakte“ und „Kompetenz“. Der Tiger hat jedenfalls solche nationalen und internationalen Kontakte. Wer das genau ist, kann er allerdings nicht verraten. Deshalb heißt es doch Schattenkabinett! Diejenigen, die ihm schon zugesagt haben, verfügen aber auf jeden Fall über eine Menge fachliche und sportliche Kompetenz. Ein Ehrenwort diesbezüglich soll aber noch nicht gegeben worden sein. Zur Initiative bekannt haben sich bislang Horst Köppel, der damit direkt zum Präsidentschaftskandidaten durchstartete, und ein paar Köpfe aus „der Wirtschaft“. Aus welcher Wirtschaft ist nicht bekannt.

Maßnahmen

Als erste Maßnahme will die Initiative auf der Hauptversammlung vom 29. Mai jede Menge Sachen beschließen, unter anderem den Klassenerhalt. Als nächstes kommt dann eine umfassende Satzungsreform und Freibier für die Fans. In der Diskussion steht auch Maskottchen „Jünter“, der eventuell durch ein anderes Tier ersetzt werden soll. Effenberg hat diesbezüglich klare Vorstellungen: „Irgendwas bengalisches …“ schlägt er vor. Sind die neuen Machtstrukturen erstmal installiert, dann sind die blühenden Landschaften nicht mehr fern. Dann folgen dann wohl auch die „Taten“ auf die „Worte“. Was das für Taten sein werden, lässt sich nur spekulieren, es müsste nach den aktuellsten Äußerungen was mit „aufstehen“ und „anpacken“ zu tun haben. Vielleicht ’ne Menschenkette.

Konkurrenz

Die Initiative selbst sieht sich als Speerspitze der Opposition gegen die derzeitige Führung um Präsident Rolf Königs, das sogenannte „Königs-Reich“. Aber die Initiative ist durchaus nicht unumstritten. Es haben sich weitere Oppositionsgruppen gebildet, wie z.B. die „Borussen-Initiative“ und die „Initiative Mönchengladbach“. Zu denen fällt einem aber wirklich nur eins ein: „Spalter!“ Jetzt gilt es die Kräfte zu bündeln, denn was hat das Präsidium denn je für uns getan? Na gut, das neue Stadion ist ganz nett. Aber was hat das Präsidium denn außer dem Stadion, dem Wiederaufstieg in die Bundesliga und dem Aquädukt je für uns getan? Nichts.

Fazit

Auf der Hauptversammlung braucht man für die Pläne eine Zweidrittel-Mehrheit. Da muss noch mächtig die Werbetrommel gerührt werden. Wie steht es derzeit um die Erfolgsaussichten der Initiative? Um es mit Reiner Calmund zu sagen: Die Chancen stehen bei 50:50, wenn nicht sogar bei 60:60.

(Bild: Wikimedia commons / Hollingsworth, John and Karen, retouched by Zwoenitzer)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

3 Gedanken zu „Initiative Tigersprung“

  1. Witzig, aber leider ohne jeden Informationsgehalt. Liegt das an Effes (fehlendem) Programm oder an schlechter Recherche?

    Effenbergs Auftraitt bei sky kürzlich hatte etwas eklig Anbiederndes und schien Ausdruck eines dringenden Bedürfnisses: Ey, Freunde der Sonne, ich brauch ´n Job.

  2. Ja, die bisherigen Fakten fand ich eher vernachlässigbar. Wie z.B. die Satzungsstruktur aussehen soll, steht auf der Seite der Initiative ( http://www.initiativeborussia.de ).

    Die Äußerungen von Effe selbst entbehren ja eher eines Informationsgehalts. Außer „jetzt oder nie“, „Raute im Herzen“ und „dafür stehe ich mit meinem Namen“ ist da nicht viel gewesen.

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