T minus 3

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Flieger, grüß mir die 2. Liga

Der 32. Spieltag steht vor der Tür und in den unteren Gefilden der Liga ist mal so richtig Stimmung. Noch drei Spiele also, bei denen noch mächtig Bewegung ins Tabellenbild kommen kann. Es gilt die alte Schlafzimmer-Weisheit: Alles kann, nichts muss! Mauertaktik experimentiert freudig mit.

Schon heute Abend geht’s gleich in die Vollen. Am Günther-Koch-Gedenk-Freitag meldet sich die Bundesliga vom Abgrund – und gleich mit zwei Spielen. Der SV Werder empfängt den VfL Wolfsburg und ein gutes Stück weiter südlich kommt es zu einem Nord-Süd-Derby, das mangels Relevanz nie so genannt wird, der 1. FC Kaiserslautern gegen den FC St. Pauli. Die beiden Heimteams haben im Abstiegskampf mit 38 bzw. 37 Punkten auch die besten Karten und können mit einem Sieg den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen. Konstellationsbedingt werden das aber keine Selbstläufer: Für den Tabellenletzten aus Hamburg (29) geht es bereits um alles und auch Magaths Wölfe (32) müssen die Schaaf-Elf reißen, um weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen zu können.

32 Punkte hätte auch die Borussia aus Gladbach gerne und dieser Wunsch kann mit einem Sieg in Hannover auch in Erfüllung gehen. Hannover 96 spielt allerdings derzeit die Saison seines Lebens und will unbedingt Platz 3 verteidigen. Die Gladbacher dagegen haben gerade erst nach einer gefühlten Ewigkeit die Rote Laterne abgegeben und wollen nun auf der Abstiegsleiter weiter nach oben klettern. Motiviert genug sein sollten eigentlich alle im Verein, denn im Abstiegsfall droht ein Neuanfang mit Stefan Effenberg als Sportchef, was wiederum ein Szenario mit Bild-Buddy Lothar Matthäus als Trainer nicht unwahrscheinlich macht. Eintracht Frankfurt (34) bleibt ein solcher Trainer-Klamauk wohl erspart. Derzeit steht die Hessen noch über dem Strich und wollen nach dem Punkt gegen die Bayern nun gegen Mainz einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

Zeitgleich spielt auch Stuttgart 36 (Punkte) im Nachbardorf Sinsheim vor. Die TSG Hoffenheim dümpelt im Niemandsland der Liga herum und der Einzige, der noch unmotivierter als die Herren Spieler wirkt, ist Trainer Marco Pezzaiuoli, dem jüngst ein SAP-Schnittstellenproblem attestiert wurde. Bruno Labbadias Jungs dagegen haben gerade so etwas wie einen Motivationsschub und wollen mit einem Sieg in Hoffenheim vorzeitig Ruhe im Ländle. Denn die Stuttgarter spüren schon den üblen Kölsch-Atem der Domstädter (35) im Nacken, die ihren Abwärtstrend dringend stoppen wollen. Glaubt man den sogenannten Fans, müssen sie das sogar. Dass die Kölner gegen den Tabellenzweiten aus Leverkusen einen Sieg einfahren, klingt zwar unwahrscheinlich; doch da Bayer Vizekusen mit einem Sieg bei einem gleichzeitigen Ausrutscher des BVB die Meisterschaft noch einmal spannend machen könnte, spricht eigentlich alles für den FC.

(Bild: flickr.com/jurvetson)

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