Schalkes Eurofighter

uefa-cupHeute sind sie wieder zu Gast an alter Siegesstätte. Schalkes Fußballer kehren ins Mailänder San Siro zurück, wo ihre Vorvorgänger im Sommer 1997 den UEFA-Cup gewonnen haben. Was ist aus den Eurofightern geworden?

Jens Lehmann

Mad Jens, das verrückte Keeperhuhn, hielt damals den Elfer von Zamorano und guckte den Versuch von Winter am Tor vorbei. Erlebte seine persönliche Klimax auf Schalke ein halbes Jahr nach dem Finale von Mailand, als er im Derby gegen den BVB zum Remis einköpfte. Ist der einzige von damals, der noch resp. wieder als Profi aktiv ist. Außerdem Altersteilzeit vor Gericht. Geht um einen nicht ordentlich abgerechneten Gastauftritt in in der Muppet-Show.

Mike „Michael“ Büskens

Der gelernte Koch spuckte weiland so manchem Gegner zwischen Kerkrade und Trabzon ins Süppchen. „Brügge sehen… und sterben“ war sein Motto – weswegen er sein einziges Tor im 97er-Bewerb ebendort erzielte. Blonde Matte, Ballonseide, Gras zu allen Mahlzeiten – damit ist alles gesagt. Zog die verspätete Konsequenz aus der Vizemeisterschaft 2001 und wurde Trainer bei Greuther Fürth (Motto: „Lieber Fünfter statt Zweiter“).

Johan de Kock

Der sportive Hahn im Schalker Korb. „Mr. Gnadenlos“ grätschte alles weg, was ihm vors Rohr kam und sicherte sich so seinen Anteil am Pott. Im Anschluss an die aktive Karriere werkelte der diplomierte Straßen- und Wasserbau-Ingenieur dann noch an der Schalker Arena mit. Wurde zuletzt als Trainer in der niederländischen Amateurklasse gesichtet.

Yves Eigenrauch

Nicht nur wegen seines leicht verständlichen Vornamens war Üffes stets der unbestrittene Publikumsliebling bei Königsblau. Wie er die ganze Popularität aushielt, fragte sich nicht nur „Tomte“. Der Vorzeige-Verteidiger mit dem markanten Profil wurde nach seiner Karriere Brillenmodell und sorgte u.a. dafür, dass sich das Modell „Buddy Holly“ erneut durchsetzte. Macht heute Theater.

Jiri Nemec

Das Spiel des knorrigen Tschechen war für viele ähnlich ansehnlich wie eine stillgelegte Kohlngrube. Andere sagen, der Räuber Hotzenplotz der Schalker Mannschaft personifizierte eben diese hässliche Seite, die ein Champion braucht. Nemej, der Stumme, sprach nur, wenn’s nötig war – also nicht. Heute Co-Trainer bei SK Kladno in Tschechien.

Marc Wilmots

Kampfschwein Willi W. drückte ’97 den entscheidenden Elfer an Pagliuca vorbei ins Netz. Mischte zusammen mit Martin Max die gegnerischen Abwehrreihen auf. Ein Mann, wie gebacken für den FC Schalke. Wilmots hätte sicher auch unter Tage die feinsten Flöze gefunden. Setzte sich nach Ende der Laufbahn kurz auf die Schalker Trainerbank. Heute Co-Trainer von Schwanz Anwalt bei der belgischen Nati.

Bild: Wikimedia Commons / Leonudio

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Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

3 Gedanken zu „Schalkes Eurofighter“

  1. „Heute Co-Trainer von Schwanz Anwalt bei der belgischen Nati.“

    Großartig^^

    zum thema finale, was macht eigentlich Sforza 😉

  2. Johan de Kock hat wohl auch einen neuen Intimring herausgebracht…

  3. Auch 14 Jahre danach tut es noch weh… Oh weh Ivan…
    Sforza ist seit 2 Jahren Trainer beim Grasshoppers Club Zürich, davor 2 Jahre in Luzern. Zwar noch nix gewonnen, aber er macht keinen schlechten Job.

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