Wer robbt sich ran?

Sieben Spieltage verbleiben noch in dieser Bundesligasaison. Am Tabellenende wächst die Angst. Eigentlich gibt es noch genügend Möglichkeiten um Punkte gegen das drohende Unheil zu sammeln. Für viele Vereine ist es aber höchste Eisenbahn langsam mal damit anzufangen. Mauertaktik guckt sich die Kandidaten an und überprüft die Chancen im Kellerkampf.

Borussia M’gladbach: Gladbach hat die Kurve gekriegt, man verliert jetzt nur noch mit einem Tor Unterschied und auch nicht 5:6 sondern 0:1. Zwar gibt das auch keine Punkte, so bleibt man aber wenigstens zweistellig bei den Gegentoren in dieser Saison. Am Samstag geht es nun gegen die Bayern. Mit Favre hat man nunmehr wenigstens einen Trainer, der die jungen Spieler weiterbringt, die nächste Saison nicht mehr da sind. Fazit: Polyvalent in die Katastrophe.

VfL Wolfsburg: Kann das wirklich alles so schnell klappen? Immerhin fehlt den Wolfsburgern die Vorbereitung mit Felix Magath und deshalb baut die Mannschaft seit dem dritten Spieltag stark ab. Bei Steve McClaren im Trainingslager war nur das Frühstück mit Black Pudding und Räucherhering anstrengend, danach war Ruhe. Aber Magath wird einfach den Todeshügel noch etwas höher aufgeschüttet haben um gegen Frankfurt gut auszusehen. Fazit: Der nächste Treppenlauf ist immer der schwerste.

FC St. Pauli: Es ist echt ein Problem, wenn man das Saisonziel schon am 21. Spieltag erreicht. Dann ist da die Luft raus und sekundäre Saisonziele wie der Klassenerhalt geraten plötzlich in Gefahr. Dazu kommen noch Wechselgerüchte um die wichtigsten Spieler, den Trainer und eine Schnitzlerjagd. Gegen Schalke müssen heute drei Punkte her, auch wenn in der Abwehr der dritte Anzug herhalten muss. Selbst wenn das alles nicht klappen wird, haben Stani und Truller sicher gute Chancen eine Vorabendserie im Ersten zu bekommen. Fazit: Es wird viel passieren.

VfB Stuttgart: Stuggi ist im Umbruch. Interimscoach Stefan „Mappe“ Mappus wurde die sportliche Talfahrt zum Verhängnis und er musste abdanken. Damit ist der Boden für die Rettung des Vereins für Bewegungsspiele bereitet. Der Amerikanische Zonenmeister von 1946 muss an diesem Wochendende nach Bremen, wo man sich punktemäßig an die Werderaner ranrobben könnte. Wird das funktionieren? Der VfB konnte das Hinspiel in der Mercedes-Bunz-Arena mit einem 6:0 relativ erfolgreich bestreiten. Morgen fehlt allerdings die Unterstützung von Fritzle. Fazit: Mehr Fußball wagen!

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

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