Der ultimative DFB- Team-Check

Nach den letzten turbulenten Trainer-Wechsel-Wochen in der Bundesliga, kommt die Länderspielpause gerade recht. Die wichtigste Nachricht vorne weg: Jogi Löw ist noch Bundestrainer. Ja, der Mann hat sogar verlängert. Bis 2040. Doch wie sind seine Mannen aufgestellt, wenn am Samstag Abend der Klassiker gegen Kasachstan in Kaiserslautern (oder umgekehrt?) steigt? Mauertaktik macht müde Männer munter und ganz nebenbei den DFB-Team-Check.

Tor

Im Tor muss Mode-Zar Löw auf Snood-Model Rene Adler verzichten. Der schöne Rene sagte die Länderspielreise kurzerhand ab, als er erfuhr, dass die sogenannten Schlauch-Schals nicht mehr erlaubt sind. So stehen dem Bundestrainer mit Tim Wiese und Manuel Neuer lediglich zwei Torhüter zur Verfügung. Ob überhaupt einer der beiden aufgestellt wird, ist angesichts des Gegners (4 Spiele, null Tore) ungewiss resp. egal. Falls die Uefa auf einen Torwart besteht, wird Manuel Neuer den Vorzug bekommen.

Abwehr

„Per und wer?“, fragte jüngst ein Fußball-Fachmagazin laut in den Äther (nicht zu verwechseln mit „Speer und Er“!). Deutschland sucht gerade den Super-Partner von Per Mertesacker in der Innenverteidigung. Arne Friedrich? Starke WM, aber noch nicht wieder richtig fit nach Verletzung. Christoph Metzelder? Von Löw ausgemustert (T9), weil zu langsam. Jens Nowotny? Zu oll. Heiko Westermann? Zu HSV. Bleibt nur noch Mats Hummels von Dortmund. Wie praktisch, dass der 1,92-Abwehrkanten gerade die Saison seines Lebens spielt. Es könnte der Anfang einer großen Ära für das neue Abwehr-Duo werden. Andererseits wird sich das gegen Kasachstan wohl kaum endgültig bestätigen lassen.

Mittelfeld

Das deutsche Mittelfeld ist zur Zeit dermaßen kreativ besetzt, dass man in der DFB-Zentrale schon fieberhaft nach einem neuen Namen für die Zone zwischen Abwehr und Angriff sucht. Den Protagonisten ist’s egal, denn Fußballer haben’s gern einfach. Daher begnügen sich unsere Mittelfeldstars mit simplen Beschreibungen wie z.B. „6“ (Schweini), „Doppel-6“ (Khedira), oder „Poldi“ (Poldi). Abgerundet wird das ganze vom langen, dünnen Müller und Mesut ErlÖzil, der bei Real Madrid auf einmal auch so etwas wie Torgefahr ausstrahlt. Wie kann man mit diesem Mittelfeld eigentlich nicht Europameister werden?

Angriff

Fast genau 10 Jahre ist es her, als der damalige Lauterer Klose sein Debüt für die Nationalelf gab und auch gleich den 2:1-Siegtreffer gegen Fußballgigant Albanien markierte. 105 Länderspiele und 58 Tore später kehrt der verlorene Sohn nun an die alte Wirkungsstätte zurück. Obwohl im Verein von van Gaal zum Ersatzspieler degradiert, hat Miro in der DFB-Elf unter Löw seinen Stammplatz sicher. Zum einen, weil er den Bundestrainer im Adler-Dress eigentlich noch nie enttäuschte, und zum anderen, weil Vereinskollege und -kontrahent Mario Gomez in der Nationalmannschaft ähnlich gut funktioniert wie atmen unter Wasser. Viel fehlt Miro Klose übrigens nicht mehr zum Uralt-Torrekord vom kleinen, dicken Müller. Lediglich neunmal muss der Tor-Salto noch durch die Luft wirbeln, dann fällt die „ewige“ Bestmarke. Viele Treffer werden nach dem Spiel gegen Kasachstan bestimmt nicht mehr fehlen…

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