Ode an Felix

fuellerFelix Magath ist nicht mehr Trainer und Manager des FC Schalke 04. Mauertaktik setzt dem Gelsenkirchener Alleinherrscher zum Abschied ein lyrisches Denkmal.

Oh Wolfgang Du wackerer Magath,
was hast du auf Schalke gerackert
Hast Männer gekauft und verhökert
Im Buche des Steilflugs geschmökert

Hast Herrschaft und Macht angesammelt
Mit Ecken und Kanten gerammelt
Gegen Obere wie auch gegens Volke, das Dich
Schon ernsthaft mit Louis, dem Quatorze, verglich,
Dich glänzender, leitender Hammel.

König der Sonne, mein Felix,
Ein Wort so viel heller als „Quälix“,
So grell war Dein Samt und Dein Sonder
Dass Du auftratst wie Stevie, der Wonder.

Perser und Engel der Griechen
(Die seit Jahren ja auch nur noch siechen)
Hast Du Dir im Winter geangelt
So mancher hat fortan gebangelt

Wie lang das wohl dort noch so gutgeh
Im Meer der weiß-blau-farbnen Wutsee,
Wo Dein Nachen, der einst so stolz tanzte,
Sich nun hinter Brechern verschanzte
Zwischen den Inseln des Wohl und des Weh.

Wohin, lieber Felix, quo vadis?
Du Schwertfisch im Bauche des Wales,
Zieht’s Dich bald nach Süden zu Kusen,
Zu den Champions im bitteren Loosen?

Mal ehrlich, als Erbe Don Jupps
Holst Du dort doch Schalen und Cups
En masse, wie in Wolfsburg und München,
Wo Erfolge noch leidlich vertünchten
Was Du ruinierst in den Klubs.

Magath, Du glücklicher Wolfgang,
Du Meister des Holtern und Poltern,
Für das Bald, egal wo, nur das Beste!
Lass Dich feiern mit rauschendem Feste,
Denn am Ende wirst auch Du wieder stolpern.

Bild: Flickr / Joel Montes

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

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