Hömma! Manu!

Schalkes Nummer 1 Manuel Neuer wird vermehrt mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Das erzürnt den treuen Gelsenkirchener Anhang. S04-Kuttenfan Ronny Pritschekowski schreibt sich im Gästebuch von Neuers Homepage den Frust von der Seele – und versucht, den Keeper zum Bleiben zu bewegen.

Hömma Manu,

ich glaub mich holn se ab. Wat bisse denn gezz an verhandeln mit die Nordtiroler? Ich bin schon ganz kolone mit den Schisselameng vonne Wechselei. Die Bazis ham doch von nix ne Kenne, die labern doch inne ganz andre Sprache, von die Grammatik ham die Spasemacken nix wech.

Wat ein Hin und Her, dabei kannse doch lecker anne Emscher bleiben tun. Auf Kohle geboan, mit Emscherwasser getauft, Ker, Schickimicki kannse auch an Baldeneysee machen. Bei die Kohle, die e verdiens, kannse doch Herne kaufen. Aber mit Wanne-Eickel, verstehse. Unsaeins is froh wenna ma n schicken Jogger beie Wolly kaufen kann und du bis an jankern wegen paar Millionen.

Hömma, beie Bayern da kommse doch au nich voran, dat is wie auffe A40. Der Hoeneß, der Bullemann, der kann von Glück sagen, wennse den Natalya-Cup holn – oder wie dat Dingen da heis. Da kannse beie Tombola vonne Cranger Kirmes mehr gewinnen als wie wennze da spiels. Und hier, van Gaal, dat is doch auch son Suppentrulli, der hat von modderne Motivierungsgedöns n Nüssel Ahnung.

Und wegen deine Olle? Kein Problem, ich hab da n töften Plan. Hömma, wat ein Bohei, kannse doch ummelden, die kann bein Karl inne Laube pennen. Der hat ein Platz da drin, ja leckoballo! Ne weil hat ihn ja die Karin sitzen gelassen fürn Ärobick-Träner, dat wa auf eine Weise dem Karl sein Pech, aber auch sein Glück. Gezz kanna schön widda beie Sportfreunde Stuckenbusch die Dritte träniern. So is dat mit die Weibers und die Pölerei. Deswegen, Manu, ich sach dich, mach ma keine Fissematenten und bleib auf Schalke. Dat gibt genuch Reibach. Wat brauchse die Alpen, wennze die Kohlenhalde has.

Glück auf.

Dein Ronny

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

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