Back for good

Is he back for good?
Is he back for good?

Der 19. Spieltag ermöglichte einigen bekannten Kicker die Rückkehr ins Rampenlicht der Bundesliga. Für diese Fußballer endet damit die Durststrecke der fußballfreien Zeit, was die eigenen Aktivitäten betrifft. Ende eines Hungerwinters. Mauertaktik schaut sich die Comebacker an.

Bereits am Freitag kehrte Mladen Petric auf die Bühne zurück. Obwohl man beim HSV derzeit eher damit beschäftigt ist groß zu verkünden wer den demnächst nicht Sportdirektor werden wird, sicherte Petric den Hamburgern drei Punkte. Der Bogenschütze vom Dienst wurde zur zweiten Halbzeit eingewechselt und konnte eine Ben-Hatira-Vorlage zum 1:0 verwerten. Die logische Konsequenz wäre jetzt eigentlich, dass er zu Real Madrid wechselt. Immerhin hat er eindeutig den Konkurrenten van Nistelrooy ausgestochen. Dem muss man allerdings zu gute halten, dass er trotz Wechselabsichten mit ins Trainingslager gekommen ist und derzeit sogar bereit ist sich auch beim Bundesligafußball aktiv zu beteiligen, letzte Woche sogar mit Erfolg. So können vielleicht auch beide Stürmer im Verein bleiben, sie müssen sich nur einigen wer ab nächste Woche den Sportdirektor macht.

Auch das Startelfcomeback von Arjen Robben kann man durchaus als gelungen bezeichnen. Das 1:0 gegen den FCK besorgte er selbst, das 2:0 bereitete er mit dem öffnenden Pass auf Schweinsteiger maßgeblich vor. Die Sommerpause ist damit endgültig auch für den Vizeweltmeister beendet. Der niederländische Windhund nahm dabei schon wieder einige Male ordentlich Tempo auf, erwischte allerdings mit „Buggi“ Bugera auch den passenden Gegenspieler. Ein alter Mann ist kein D-Zug, nur blöd, wenn man gegen einen verteidigen muss. Aber es war nicht alleine die Schuld des Boogiemans, die Bayern spielten in der zweiten Halbzeit teilweise einfach ganz guten Fußball und fuhren so den 5:1-Sieg ein. Bleibt also nur noch die Frage zu klären wie lange der linke Oberschenkel nun halten wird. Man weiß es nicht – vielleicht sollte man mal eine Vogelschau zu dem Thema durchführen.

Gestern kehrte dann auch Michael Ballack zurück. Der Capitano spielte eine gute Partie in Gladbach, nachdem er für Sidney Sam eingewechselt wurde. Er sicherte den 3:1-Auswärtssieg und wird somit demnächst in der Startelf der Werkself zu finden sein. In dieser Saison hat Leverkusen ja auch noch die Aussicht auf zwei zweite Plätze in Bundes- und Europaliga. Da ist Ballack natürlich ganz in seinem Element. Aber warten wir erstmal das Heimspiel gegen Hannover am nächsten Wochenende ab und das obligatorische Revanchefoul für’s Hinrunden-Aus an Sergio Pinto. So was kann man natürlich nicht gutheißen, obwohl man in dieser Konstellation durchaus eine Ausnahme machen könnte. Wenn sich nun Ballack aber wieder als feste Größe im Leverkusener Mittelfeld etabliert – dann klappt’s auch mit dem Jogi!

(Bild: wikimedia commons / Paulblank)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

1 Gedanke zu „Back for good“

Kommentare sind geschlossen.