Blauweiße Geschichten (2)

saeule_200Pünktlich zur Rückrunde sind auch die Blauweißen Geschichten zurück. Heute geht es im Auswärtsspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen. Hertha hat ein Trainingslager in Portugal hinter sich gebracht und konnte alle Testspiele erfolgreich gestalten. Höchste Zeit also, dass es wieder los geht!

Die Situation

Mit der Herbstmeisterschaft ist es leider nichts geworden. Allerdings stellte die Partie in Augsburg am 17. Spieltag keinen enttäuschenden Abschluss der Hinrunde dar. Jeder konnte sehen, dass Hertha aufgrund von Spielweise und Einsatz in jedem Fall drei Punkte und die Herbstmeisterschaft verdient gehabt hätte, dies aber durch ein durch den Herrn Schiedsrichter etwas kurios und chaotisch geführtes Spiel leider nicht zustande kam. Hauptsache ist aber doch, dass man punktemäßig weiter in der Spitzengruppe liegt und mit diesem Spiel auch die Bestätigung dafür hat, dass Hertha an einem normalen Tag alle Gegner schlagen kann. Die ansonsten ja sehr gelungene Vorbeitung hielt diese Woche leider auch einige Rückschläge bereit: Ronny gezerrt, Lusti kaputt und auch Christian „Frank“ Lelle ist angeschlagen.

Der Gegner

Gegner ist die Truppe von Rot-Weiß Oberhausen, die absoluten Zweitligacharme versprüht. Ehrlich gesagt eher NRW-Liga-Charme. Bester Spieler ist klar Mike Terranova. Der bullige Stürmer kam aber in der Hinrunde aufgrund eines Nebenjobs als Türsteher in einer Großraumdisse. Weitere Attraktionen in Oberhausen sind Neu-Kasache Heinrich Schmidtgal und Präsident Hajo Sommers. Theatermann Sommers erklärte bei 11 Freunde öfter mal die Welt. Ein gutes Format, dafür gibt es aber auch keine Punkte. Also zumindest heute nicht.

Die Aufstellung

Babbel muss heute die komplette Innenverteidigung ersetzen, es stehen Kaka und Neumann als Ersatz bereit. Ich hatte vor der Saison gehofft Kaka nicht mehr spielen sehen zu müssen, aber man kann ja nicht alles haben. Ins Tor kehrt Aerts zurück. Im defensiven Mittelfeld könnte Perdedaj den verletzten Lusti ersetzen. Ronny hat sich mit starken Leistungen gegen Aue und Augsburg eigentlich einen Stammplatz erkämpft, aber wenn er ausfällt könnte man mit Ramos und Rukavytsya auf den Flügeln beginnen. Hier könnten aber auch Beichler und der wiedergenesene Ebert zum Einsatz kommen. Vorne heißt das Duell Lasogga gegen Friend. Lasogga hat in den Vorbereitungsspielen regelmäßig geknipst und sollte daher den Vorzug erhalten.

BERLIN: Aerts – Lell, Neumann, Kaka, Kobiashvili – Niemeyer, Perdedaj – Rukavytsya, Raffael, Ramos – Lasogga

(Bild: flickr.com / Eichental)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

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