Der große Buli-Check zur Rückrunde (I)

ligacheck3Auch dieses Jahr wieder im Programm: Der knallharte Buli-Check zur Rückrunde. In der ersten Folge melden wir uns vom Abgrund und beleuchten Platz 10 bis 18. Wer muss am Ende ins Gras beißen und nächstes Jahr nach Meppen (bzw. Paderborn)? Wir gucken uns die Sportsfreunde mal an.

Die Mannschaften befinden sich derzeit noch einigermaßen eng zusammen um für ein spannendes Saisonfinale zu sorgen. Den Zehnten trennen nur 7 Punkte von der allseits beliebten Relegation. Der FC Schalke 04 konnte sich bis Hinrundenschluss noch auf diesen zehnten Platz vormogeln. Dort sind es ebenfalls 7 Punkte zum internationalen Wettbewerb. Es wird sich in den ersten Spielen der Rückrunde entscheiden, ob man noch die Aufholjagd nach oben startet oder doch die Punktlandung auf Platz 15 versucht, wo man zusätzliche Zuschauereinnahmen einsacken kann. Am Transfermarkt war Schalke untypischerweise bislang sehr zurückhaltend. Konnte daran liegen, dass Felix langsam die Peseten ausgegangen sind oder er zumindest noch ein paar Spieler aus dem Sommer übrig hat, die noch nicht zum Einsatz gekommen sind. Auf Platz 11 nach der Hinrunde ist der 1. FC Nürnberg und damit der schärfste Konkurrent um den Relegationsplatz gelandet. Die Platzierung spricht für eine ordentliche Hinrunde und Trainer Hecking konnte es sich sogar leisten Marvin Plattenhardt, Robert Mak und Philipp Wollscheid einzusetzen. Die drei Youngster hatten sich vor der Saison über ein Fanclubturnier für den Kader qualifiziert. Der Club könnte aber mit der dritten Teilnahme an der Relegation in Folge Fußballgeschichte schreiben und den 1. FC Saarbrücken, der 1989 und 1990 bereits zweimal in Folge teilnehmen konnte, vom gemeinsamen Thron in dieser Kategorie verdrängen. Ob aber die Konkurrenten (s.u.) da mitspielen?

Auf Platz 12 lief der 1. FC Kaiserslautern ein. Die Kiefern aus dem Pfälzer Wald haben in einigen Spielen der Hinrunde ganz ordentlich gegen den Ball gelatscht. Die einzige Klatsche holte man sich beim 0:5 in Dortmund ab, welche man aber galant beim 5:0 an Schalke weitergab. In der Rückrunde wird die spannende Frage sein, ob die Lauternspieler, die jede Woche an ihrer Leistungsgrenze oder darüber spielen, das auch in der Rückserie durchhalten können. Prügelt Lakic weiter jeden Ball rein und bleibt Tiffy bei Lautern, obwohl er immer wieder mit Arminia Bödefeld in Verbindung gebracht wird? Der VfL Wolfsburg hat gerade seinen besten Stürmer an einen Scheich gekauft. Ein weiteres Zeichen dafür, dass bei Topspielern Golf spielen weit höher im Kurs steht als Golf fahren. Der VfL-VW-Bus mit dem Briten am Lenkrad fuhr in der Hinrunde auch überwiegend in der falschen Spur, obwohl eigentlich einige Spieler im Kader sind, denen Talent zumindest nachgesagt wird. So müsste man sich doch in höhere Tabellengefilde retten können. Wenn nicht müsste sich Dieter Hoeneß auch schon wieder einen neuen Verein suchen (MT-Tipp: Wie wärs mit den Bayern?). Auf Platz 14 überwinterte Werder Bremen. Auch in HB hatte man sich vor der Saison wohl mehr ausgerechnet. Zur Zerstreuung spielt man an der Weser nun Stürmer-wechsel-dich: Almeida raus, Avdic rein. Ansonsten hofft man weiter auf den Durchbruch von Astronautovic und die Rückkehr von Knalldo. Dann sollte es zumindest für’s graue Mittelmaß reichen.

Auf dem rettenden Platz 15 befindet sich derzeit der FC St. Pauli. Die Kiez-Kicker hatten eine kauzige Idee für das Trainigslager: Einfach mal zuhause bleiben. Die Folge war eine Grippewelle in der Mannschaft. Hinzu kam die Wettbeichte von Ex-Stürmer Schnitzler. Unschöne Szenen, die nicht viel Hoffnung machen, dass man den sportliche Negativtrend (4 Punkte aus den letzten 9 Spielen) jetzt umbiegen kann. Aber gerade diese Underdog-Situation kann ja auch beflügeln und so haben Stani und Truller bestimmt spätestens am 6. Februar wieder eine schlagkräftige Truppe zusammen, die die Imtech-Arena stürmen wird. Auf Platz 16 vergnügt sich der 1. FC Köln. Der EffZeh war bislang der eindeutig aktivste Verein auf dem Transfermarkt. Zu den Neuzugängen gehören unter anderem Linksverteidiger Christian Eichner (Hoffenheim) und Torwart Michael Rensing (Jobcenter München-Nord). Zudem kam mit Volker Finke ein neuer Sportdirektor. Was sich jetzt genau in Köln ändert ist nicht bekannt, auf der Haupttribüne wurde aber schon ein Strandkorb eingebaut.

Beim VfB Stuttgart kann man das Ergebnis der Hinrunde schon als gute Tradition bezeichnen. Diesmal haben es die Schwaben aber echt übertrieben. 12 Punkte aus 17 Spielen hält ja der stärkste Gaul nicht aus. So kamen die guten alten Aggro-Fans vom VfB wieder voll auf ihre Kosten: Busblockade, Fanstreik und 5.000 mal beleidigte Leberwurst bitte! Nun soll Schlabbadia die Kohlen aus dem Feuer holen. Wenn man den letzten Jahren trauen darf könnte das ganz gut klappen, aber eine Garantie gibt es dafür auch nicht. Die goldene Himbeere der Hinrunde geht an Borussia M’Gladbach. Trotz einiger Erfolge in der Nachbarschaft (6:3 in Leverkusen, 4:0 in Köln) war das letzte halbe Jahr ein absoluter Horror für die Elf vom Niederrhein. Protagonist war hierbei die „Abwehr“, die sich flockige 47 Gegentore leistete. Nicht schlecht, wenn es um Handball gehen würde. Aber egal wer den Laden bei den Borussen dicht halten sollte, sie fingen sich einen ein – oder drei – oder sieben. Die Viererkette des Grauens hatte viele Namen: Ob Tobias Levels, Bamba Anderson oder Sebastian Schachten – es hieß regelmäßig: freie Fahrt für freie Stürmer. Nun sollen Martin Stranzl und Havard Nordtveit das ändern. Viel Glück!

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

7 Gedanken zu „Der große Buli-Check zur Rückrunde (I)“

  1. Wie wärs mit Klasnic zurück an die Weser? Der spielt doch mit einer Niere besser wie die meisten mit zweien!!

  2. Geht nicht! Wird gerade wie Assange in England von der Polizei gemobbt – Vergewaltigungsvorwürde usw. Den Tommys fällt halt nichts Besseres ein! 😉

  3. immerhin soll er nicht wie Assange an die USA ausgeliefert und wegen Terrorismus angeklagt werden.

  4. dachte der sitzt immer noch bei kollege nutas comunio team auf der bank und nicht in england…

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