Blauweiße Geschichten (1)

saeule_200Eine neue Reihe bei Mauertaktik: Herthaoptimist Franco Persico wagt in seinen Blauweißen Geschichten eine Vorschau auf den Hertha-Spieltag. Garantiert ohne Gustl Bayrhammer, dafür garantiert mit Herthamania! Heute steht auch gleich der Sonntagskracher gegen die selbsternannten Schachtscheißer aus Aue auf dem Programm. Hertha gegen Wismut am dritten Advent. Hier sind die Fakten!

Die Situation

In den letzten Spielen feilt Hertha an einigen Negativstatistiken, die hier nicht wiederholt werden sollen. Auf jeden Fall wurde vom letzten Spiel eins verloren und Adrian Ramos hat den Ball aus einem Meter zwei Meter drüber geschossen. Aber es gibt auch positives Zahlenwerk: Keeper Lustenberger blieb ohne Gegentor, ein klarer Fall für die „Weiße Weste“ des Spieltags. Insgesamt ein doch eher ernüchterndes Bild zur Zeit, aber wer trägt die Schuld? Seit dem letzten Spiel bin ich mir endgültig sicher: Es ist Levan Kobiashvili. Natürlich ist es Quatsch einen Spieler verantwortlich zu machen, aber der Georgier hat in München gezeigt, dass er eigentlich alle derzeitigen Probleme der Mannschaft persönlich am besten verkörpert: Ballbesitz geht vor Angriff, Selbstüberschätzung vor Einsatz. So fiel er lediglich mit dem Ballverlust vor dem 0:1 auf und wurde völlig zu Recht in der Halbzeit rausgenommen. Zeit für weitere junge Talente? Sicher waren „Evo“ Morales, Knoll und vor allem Djuricin nicht die schlechtesten in München, aber hier ist es sicher auch eine gesunde Mischung, die den Erfolg bringen wird. Allerdings einen Jungstar würde ich gerne am Sonntag in der Anfangsformation sehen: Ein Talent namens Andreas Neuendorf rückte unter der Woche zur A-Mannschaft auf.

Der Gegner

Der Noch-Tabellenführer aus Aue reist sicher mit breiter Brust nach Berlin. Aber wie konnten die so weit nach oben kommen? Klare Antwort: Uran-Doping! Die Mutanten von Erzgebirge trainieren unter Tage und kriegen so ganz hässliche Frisuren und einen fiesen Sprachfehler. Recht verbreitet in der Region, wenn man mal drauf achtet. Bekannte Spieler hatte Erzgebirge bislang selten zu bieten. Dino Toppmöller war wenigstens mal der Sohn eines bekannten Spielers, aber auch er verließ 2005 den Verein. Der aktuelle Kader versucht vor allem durch alberne Namen zu überzeugen: Martin Männel steht im Tor und Marc Hensel hat sich im Mittelfeld verlaufen. Mein Lieblingsspieler ist aber Abwehrschönling Pierre le Beau, ein gebürtiger Karl-Marx-Städter. Glück auf!

Die Aufstellung

Burchert ersetzt den gesperrten Sejna. „Kobi“ bleibt besser mal unten und wird von Nico Schulz in der Viererkette ersetzt. Zecke kommt im Mittelfeld und holt sich spätestens nach 5 Minuten Gelb, könnte später durch Morales ersetzt werden – falls die Puste nicht mehr reicht. Ramos kriegt diesmal wieder eine der schon fast sprichwörtlichen Denkpausen, dafür kommt Kult-Ösi Beichler zu seinem Debüt. Vorne spielt Friend auf Bewährung, Lasogga und Djuricin stehen bereit.

BERLIN: Burchert – Lell, Hubnik, Mijatovic, Schulz – Lusti, Zecke – Beichler, Raffael, Rukavytsya – Friend

(Bild: flickr.com / Eichental)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

13 Gedanken zu „Blauweiße Geschichten (1)“

  1. Zwei gekreuzte Hämmer und ein großes W
    das ist Wismut Aue, unsere BSG
    Wir kommen aus der Tiefe, wir kommen aus dem Schacht,
    Wismut Aue, die neue Fußballmacht…

    wismut erinnert mich immer an mißmut und das passt viel besser zu diesem verein.

    Auf gehts ZECKE!!!! Lieber Franco, wich finde Lell ist noch schlechter als Kobi, ein Alibi Fußballer vor dem Herrn. Und der hat immerhin auch schon mal ne Saison quasi als Stammkraft in der Championaten Liga gedient!
    Junge Berliner vor, dass ist das Motto. Denen verzeiht man mehr und hat wenigstens das Gefühl, dass sie sich mit dem Verein identifizieren, so wie Zecke eben.

  2. Ick komm So mit Trauerflor – Wolle Holst is heut verschieden.

    @Bennson: Das hat ihm der mächtige Wassermelonenmann gezeigt.

  3. zu geil wie verwirrt die katze am ende guckt und da erst realisiert, dass meister ninja-turtle sich bewegt. *grins* *sich kaputt lach*

  4. @Peter Roberto: was ist das denn? ist das einer von diesen Inzest-Vierlingen, die auf dem Schrottplatz leben und über die sogar ein komplett verzichtbarer Kinofilm gedreht wurde?

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