Werder und die Gesetze der Physik

tottenham-werderWerder Bremen ist in der Krise – und läuft Gefahr, an der White Hart Lane am Mittwoch unter die Räder zu kommen. Was das alles mit Newton, einem Sack Reis und Trainer Thomas Schaaf zu tun hat, erklärt Mauertaktik-Chefphysiker Ritschie K.

Es gibt physikalische Gesetze, die jedermann in Stadt und Land geläufig sind – so beispielsweise die Gleichung e=mc2. Selbstverständlich versteht niemand, was mit diesen Buchstaben eigentlich gemeint ist. Weiterhin weiß ein jedes Kind, dass bei absoluter Langeweile in China ein Sack Reis umfällt. Der physikalisch mechanische Zusammenhang bleibt dabei weitestgehend unbekannt.

Die im deutschen Sport wohl bekannteste und am einfachsten anzuwendende Regel lautet jedoch wie folgt:

11 x SP x ST/Pkt + TT – SF + k= x (Zeit bis zur Trainerentlassung)
(SP= Aktive Spielermenge ST=Spieltage Pkt=Punkte pro Spieltag TT= Taktik des Trainers SF= Standortfaktor k= Variable)

Eine passende Textaufgabe könnte wie folgt lauten:

11 Spieler bewegen sich mit geringer Professionalität, Engagement und Einsatz und haben dabei bereits 13 Spieltage hinter sich gebracht. Der Trainer hat verschiedenste taktische Marschrouten ausprobiert, variables Spielermaterial eingesetzt und mahnt mit stoischer Ruhe zur Ruhe. Der Standortfaktor ist seit jeher positiv im Sinne des Trainers zu sehen (also gegen Null gehend). Die Variable wird repräsentiert durch fortlaufendes Verletzungspech von der Spielermenge SP und verhält sich derzeit wie eine Exponentiale.

Zu welchem Zeitpunkt x wird der Trainer entlassen?

Jeder weiß, dass die Gesetze der Physik eine der wenigen Konstanten sind, die sich uneingeschränkt der Interpretation verweigern und somit als Wahrheit anerkannt werden können. Einzig ein kleines Dörfchen im Nordwesten der Republik weigert sich seit Jahrzehnten diesen Regeln zu unterwerfen. So auch jetzt. Laut Klaus „Majestix“ Allofs ist Trainer-Methusalix Schaaf generell der einzig richtige Coach für den Klub – und so auch in der jetzigen Situation. Weiterhin ließ er verlauten, dass man mit einer Trainerentlassung nur dem allgemeinen Druck nachgeben würde und nicht, weil man bessere Optionen hätte. Im Übrigen reicht dies in Köln selbstverständlich in jeder Saison zu mindestens einer Trainerentlassung.

Im Westen nichts Neues…

Es ist eben nicht nur die bisweilen unglaubliche Spielweise der Weiß-Grünen, nicht nur die bewundernswerten Spieler (Pizza, Diego, Rufer, Herzog etc.), oder die heroischen Trainer (Rehhagel, Rehhagel, Rehhagel), sondern eben auch diese nach außen getragene Ruhe und die Nichtanerkennung der gängigen Gesetzmäßigkeiten, die Werder Bremen in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten so sympathisch gemacht haben.

Aber wer erinnert sich nicht an die großen Fehlgläubigen, die sich am Ende alle der Physik beugen mussten. Denn die Erde ist keine Scheibe, sie ist eine Kugel, die Atombombe ist keine tolle technische Erfindung, sondern ein Massenvernichtungswerk, die Dampfmaschine kein Höllenwerk, sondern Grundlage jeder neumodischen Fortbewegung, und so werden sie wohl auch in Bremen irgendwann an den Punkt kommen, an dem x so klein wird, dass es die einzige Option bleibt.

Vielleicht, ganz vielleicht aber auch nicht! Denn sollten sie am Mittwoch in Tottenham eines dieser oft schon nicht mehr für möglich gehaltenen Weser-Wunder vollbringen, kann sich die Saison noch zum Guten wenden. Dumm nur, dass auf Spurs-Seite derzeit einer auf der linken Seite ebenjene physikalischen Gesetzmäßigkeiten gehörig durcheinander würfelt… Glück auf jedenfalls, ihr störrischen Sprotten!

5 Gedanken zu „Werder und die Gesetze der Physik“

  1. Lustisch Ritschie!

    Ich fände es sehr schade sollten Werder das Duo Schaaf&Allofs entlassen, anderseits kommt es auch irgendwann zu einem Punkt wo man unter Gefahr steht alles was man aufgebaut hat, zu verlieren. Hoffe dass die bis Januar cool bleiben um zu sehen ob die Jungs wieder was ändern können..

    Was Spurs betrifft, ist es auf jedem Fall möglich gegen uns Tore zu schiessen, aber Werder muss auch gut inder Abwehr stehen, und das sieht ja zurzeit nicht so gut aus…

    Wir haben viele Verleztungen, aber langsam kommen sie zurück. Zu erwarten ist ein Sieg, aber das ist auch ein Gefahr. Sollten Spurs es zu leicht nehmen, könnte man in London noch ein Wunder passieren…

    COYS!

  2. das bankwesen is doch nur wegen euch griechen so danieder.
    und du äußer dich mal lieber nich über nen text, bei dessen textaufgabe du nach den ersten 3 worten aufgegeben hättest.

    herzlichst weil ich ein winzer bin!

  3. dit problem is dat system – und nich die herkunft. also komm mir nich dauernd mit den griechen, re malaka!

    Und die Hausaufgaben…………………

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