Wer wird Glühweinmeister?

Prost Glühwein!
Prost Glühwein!

T minus 5. Noch fünf Spieltage, dann wird der allseits beliebte Titel des Herbstmeisters vergeben. Herbstmeister? Das passt ja wohl nicht ganz zur aktuellen Witterung. Das Rennen um den Glühweinpokal hat begonnen. Da wartet der dreizehnte Spieltag mit einigen spannenden Partien auf. Mauertaktik wirft einen Blick auf die Paarungen und legt dabei ein besonderes Augenmerk auf die Protagonisten dieser Runde.

Der Tabellenführer muss zur Auswärtsfahrt in den Breisgau antreten. Dort ist es aber bestimmt nicht so gesäßkalt wie in Göteburg – und ’nen ordentlichen Rasen gibt es vielleicht auch. Das sind natürlich allerbeste Voraussetzungen für die jungen Techniker aus dem Pott. Viel könnte davon abgehen, ob Stürmer Harry Decheiver zu seiner Form zurückfindet. Der ehemalige Freiburger, der sich bereits im Hemd des SC den Beinamen „Knipser“ erarbeitete harmoniert beim BVB noch nicht so ganz mit Lucas Barrios, aber vielleicht klappt es ja an der Dreisam.

Beim Prestigeduell der 00er-Jahre zwischen Bayer und Bayern wird es auch richtig prickelnd. Die Münchener müssen (mindestens) drei Punkte holen um oben dran zu bleiben, während die Aspirin-Elf sich noch mächtig Hoffnungen auf den angesprochenen Glühweinpokal macht. Bei den Bayern hatte sich gerade eine B-Elf konsolidiert nun werden sogar wieder einige der Stammkräfte fit. Weiterhin gesetzt ist aber Neuzugang Jorginho, der erheblich zur Stabilisierung der Abwehr beitragen konnte. Edson Braafheid wird dagegen weiter ganz dringend in der 3. Liga bzw. der Geschäftsstelle gebraucht.

Im Wald von Frankfurt trifft die Eintracht auf die Schlümpfe aus Hoffenheim beim nächsten „Verfolgerduell“. Die Hessen sind derzeit nicht nur im Herzen von Europa, sondern auch auf dem Weg dahin. Dieser Weg könnte nun von den Söhnen Sinsheims gestoppt werden. Ganz vorne mit dabei ist Francisco Copado, der bunte Vogel aus Kiel. Einst gehörte er mit Ansgar Brinkmann, Bruno Akrapovic und Sergej Kirjakow zur Göttinger-Gruppe-Boy-Group bei TeBe und kam nun ausgerechnet über die SGE zur TSG. Da zaubert er im Auftrag von Ralle Ragnick. Mal sehen, ob es diese Woche auch für Punkte reicht.

Höchst emotional wird es auf Schalke. Die Gelsenkirchener sind zwar weit entfernt von den Glühweinplätzen, in der sogenannten Kinderpunschzone, aber auch bei den Bremern flutscht es nicht so richtig. Umso schwieriger wird es für Ailton gegen seine alten Teamkollegen anzutreten. Der Traumsturm mit Raul funzt noch nicht. Aber der Lustfußballer vom Zuckerhut stellt klar, dass er sich nun voll dem Abstiegskampf widmen und nicht weiter anderweitig ablenken lassen will: „Totale Konzentration auf Fußball. Ohne Sex, ohne Bumbum. Orgasmus gibt es nur, wenn ich ein Tor schieße. Tor. Bumbum. Ailton ist wieder da.“

(Bild: flickr.com / A.)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

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