VfB: Kommt jetzt doch ein Neuer?

Was läuft da mit Fritzle?
Was läuft da mit Fritzle?

Ganz Schwaben liegt im Chaos. Die Krise beim VfB führt bereits zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen in der Stuttgarter Innenstadt. „Oben bleiben!“ ist der allgegenwärtige Schlachtruf der abstiegsbedrohten Landeshauptstädter. Nun griff die Vereinsführung zum Äußersten: Heiner Geißler ist raus, Jens Keller ist drin! Wenn der Tabellenletzte einen Herrn Keller zum Übungsleiter ernennt, dann ist eins klar: Klamauk wird in dieser Saison ganz groß geschrieben. So erklären sich dann auch die Siegesserie von Mainz, das Abwehrverhalten von Gladbach und ein Edson Braafheid in der Bayern-Startelf.

Jens Keller soll nun eine „Chance“ erhalten um sich als Cheftrainer zu etablieren. Dabei war er nur zweite Wahl: Fritzle wollte aber seinen aktuellen Posten nicht aufgeben. Hinter den Kulissen wird nun schon eifrig das Branchenbuch gewälzt um im Zweifel doch noch einen erfahrenen Mann präsentieren zu können. Wer könnte das sein? Christoph Daum hat sich durch seine Absage schon ins Gespräch gebracht. Aber nur Mauertaktik hat die wirklich heißen Kandidaten ermittelt.

Seit nunmehr ziemlich genau einem Jahr harrt die ganze Fußballgemeinde der Beantwortung der einen Frage: Welcher Verein wird die nächste Station von Peter Neururer? Nun könnte Peter der Große in Stuttgart anheuern. Immerhin gehört der VfB zu den drei Vereinen in Deutschland, die Pit noch nicht trainiert hat (neben Wormatia Worms, Sportfreunde Lotte). Sein großer Vorteil: Er hat nicht vor mit der Bahn anzureisen. Der Nachteil: In Zuffenhausen machen sie keine Motorräder. Perspektivverein ist damit wohl eher der FC Wacker München.

Vielleicht kommt ja auch eine Rückkehr von Joachim Löw in Betracht? Bei der Nationalmannschaft ist doch die Puste raus, da sind wir doch mal ehrlich. 3:0 gegen Kasachstan, der Mann hat doch alles erreicht. Der VfB auf Platz 18: das wäre doch mal eine Herausforderung. Es wäre dann allerdings die Frage zu klären, ob California-Klinsi dann auch noch mit dabei ist. Der könnte seine Fitnesstrainer inkl. Gummitwist zum Aufschwung beisteuern. Und Bierhoff? Der müsste dann ja auch noch mit. Das würde unweigerlich zum Konflikt mit Fredi Bobic führen. Die ganze Nummer fällt also eher aus.

And what about Günther Oettinger? He is just a great type, who can pull the trolley out of the dirt. But the old Donotgood is now „very busy“ at Bruxelles. I think my pig whistles. For me that is only a horrible outsaying. Deshalb muss der Mann zurück in die Heimat. Da kann er sich dann auch endlich einen Namen in der Republik machen. 78% der Bundesbürger halten Oettinger nämlich immer noch für ein Erfrischungsgetränk. Daher unsere Meinung: Oettinger ja, aber nur in flüssiger Form. Kleiner Tipp: Vor dem Spiel in die Trinkflaschen umfüllen, sonst gibt es Stress mit der DFL.

Der heimliche Favorit sitzt aber noch auf einem anderen Trainerstuhl. Friedhelm Funkel tut aber derzeit alles um pünktlich zum Keller-Abschied wieder verfügbar zu sein. Der Plan ist auch mit den Spielern in seiner Bochumer Zwischenstation abgesprochen, nur der Nordkoreaner tanzt aus der Reihe. Aber das kriegt er auch noch hin und dann stellt der VfL den Funkel für höhere Aufgaben frei. Neue Spieler sollte er dann natürlich auch mitbringen. Marcel Maltritz ist angefragt. Oder spielt Michael Zeyer noch? Zumindest könnte es mit FF einen 5:1-Auswärtssieg in Wolfsburg geben, den Rest (Abstieg, Tränen, Ausverkauf) muss man dann einfach mit in Kauf nehmen.

(Bild: flickr.com / Stefan Baudy)

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

6 Gedanken zu „VfB: Kommt jetzt doch ein Neuer?“

  1. Ich würde mir den Blonden Engel Bernd Schuster mal als Trainer in der Bundesliga wünschen. Spielt Besiktas weiter so wie gegen Porto, ist er bald ein heißer Kandidat für die Schwaben.

  2. Ich bin für Berti Vogts mit Assistent Littbarski. Berti hat in Aserbaidschan bewiesen, dass er ein guter Trainer für minderklassige Teams ist und Litti in Wolfsburg bald eh arbeitslos…

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