Europa spielt verrückt!

In Europa ist der Teufel los! Der 1. Spieltag der EM-Qualifikation brachte jedenfalls schon einmal jede Menge Albernheiten hervor – die Kleinen scheint es nun wirklich nicht mehr zu geben. Mauertaktik hat die skurrilsten Ergebnisse und drolligsten Spielverläufe gesammelt.

Frankreich – Weißrussland 0:1 (0:0)

Die Franzosen, die sich bereits während des Turniers in Südafrika den Titel „La Schande Nation“ markenrechtlich schützen ließen, blamierten sich vor 76.000 Barett-Trägern in Paris einmal mehr bis auf die Knochen. Die Kicker aus Belarus, deren deutscher Cheftrainer wegen finanzieller Schwierigkeiten des Verbands lediglich eine Stange Brot als Siegprämie ausgelobt hatte, erzielten vier Minuten vor Schluss durch Sergey Kislyak das Tor des Tages. Frankreichs Präsident Sarkozy verhängte nach dem Spiel den Ausnahmezustand und nahm unverzüglich Gespräche mit dem designierten neuen Hauptsponsor (Kärcher) auf. Würde der Verband Nationaltrainer Laurent Blanc nun seiner Pflichten entbinden, wäre ein Rekord immerhin sicher: Mit einem Schnitt von 0,0 Punkten pro Partie wäre Blanc die wohl erfolgloseste Figur seit Verteidigungsminister André Maginot.

Estland – Italien 1:2 (1:0)

Noch einmal mit einem azurblauen Auge davon kam WM-Qualifikant Italien. Die Scuderia Prandelli mühte sich zu einem schmeichelhaften Sieg im Baltikum. In der A Le Coq Arena (sowas von sic!) von Tallinn ging die Auswahl der elf besten Esten um den Schweizer Schulreformer Tarmo Rüütli nach einer halben Stunde in Führung. Den im typischen Pomade-Stil „5-4-Tolle“ agierenden Gästen glückte nach einer Stunde der Doppelschlag zum 2:1-Sieg. Italiens Coach Cesare Prandelli sprach nach dem Abpfiff Tacheles: „Wir müssen wieder anfangen, Fußball zu spielen.“ Wobei: Was heißt hier eigentlich ‚wieder‘???

Portugal – Zypern 4:4 (2:2)

In Portugal hat bereits die traditionelle Zeit der Herbstkirmes begonnen. Am äußersten Rand der iberischen Halbinsel kommt es dabei Jahr für Jahr zu lustigem Scheibenschießen. Im Spitzenspiel der Gruppe H (as in: Ha, ha) lieferten sich Portugal und Fußballgigant Zypern ein Wild-West-Duell auf Augenhöhe. Die ohne Christiane R. (Termin am Bhf. Zoo) angetretenen Portugiesen, die aber auch so mit diversen namentlichen Albernheiten aufwarten konnten (Danny & Nani, Bruno & Hugo), befolgten die alte Binsenweisheit, wonach der gewinnt, der ein Tor mehr als der Gegner erzielt, leider nur bis zur 89. Minute. Ein 4:4 immerhin ist ja schon mal gut fürs Torverhältnis. Und im Music-Express lief die ganze Nacht Fadó…

Island – Norwegen 1:2 (1:0)

Fiel wegen Kälte und geographischer Belanglosigkeit aus. Ergebnis wurde gelost.

Griechenland – Georgien 1:1 (0:1)

Halbgott Rehhakles hat sich in den Fußball-Olymp zurückgezogen, bei den Griechen geht es fußballerisch wieder bei Chronos resp. in der Ursuppe los. Da kann man ein leistungsgerechtes Unentschieden zum Qual(i)-Start schon mal als Schritt in die richtige Richtung (UEFA-Niemandsland) werten. Immerhin klingt ja der Name des hellenischen Neutrainers schon mal nach großer, weiter Fußballwelt: Fernando Manuel Costa Santos. Bravo, der Mann!

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

6 Gedanken zu „Europa spielt verrückt!“

  1. Welch Arroganz der Mauertaktikschreiber!!!! Ich bin empört, ihr seid ja wohl nicht mehr ganz richtig, das gibt’s ja wohl gar nicht, sowas, also, ich verbitte mir das, was ist denn in euch gefahren?
    Das Spiel Island gegen Norwegen fand sowas von statt, ihr Ignoranten! Ich war da und Island hat ein Tor mit der Hacke geschossen! Já!

    Euer Isländer

  2. Prandelli o o, Prandelli O ooooo.
    Wir singen Sch*** Italiener, Schei* Italiener…

  3. Ergebnis wurde gelost!?! Frech!

    Februar 2009 0-1 sage ich nur und dass war unser B-Mannschaft.

    Wir KOMMEN!

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