Es geht wieder rund resp. um die Wurst. Am heutigen Abend trifft die deutsche Nationalmannschaft im König-Baudouin-Stadion (ehemals Inge-Meysel-Stadion) auf die Auswahl Belgisch-Kongos. Mauertaktik weiß, wie wir unsere westlichen Nachbarn erfolgreich überrennen können.
Na, indem wir ein Tor mehr schießen als die Roten Teufel, was für eine dumme Frage!! Nein, in Wahrheit wollen wir Sie, geneigte Leser, natürlich auf das erste Punktspiel nach der supadupatollen WM einstimmen.
Zunächst die schlechte Nachricht: Die Vorbereitung im deutschen Camp lief alles andere als harmonisch. Zunächst war da diese lästige K-Frage, die Angela Löw in gewohnt souveräner Manier abwickelte („Abwarte, Tee trinke“). Darüber hinaus sorgte im europäischen Sprachraum die sog. Langenscheidt-Affäre um Sami Khedira und Mesut Özil für Verwirrung. Laut Real-Filialleiter Mourinho können die beiden Baumschüler nach Wochen auf der iberischen Halbinsel nicht mal ihre eigenen Namen auf Spanisch schreiben. Khedira sprach nun wenn nicht Spanisch, so zumindest Klartext und behauptete, er nehme drei Mal pro Woche Unterricht. Wunderlich daran ist jedoch, dass bei einem Weltklub wie den „Königlichen“ nicht öfter trainiert wird…
Bundestrainer Löw stellte sich schützend vor seine beiden Sprachtalente und erklärte mit Nachdruck „¡No hablo americano!“, trug damit aber nicht wirklich konstruktiv zur Debatte bei. Graue Haare will sich der deutsche Coach jedenfalls nicht wachsen lassen, alleine schon deshalb, weil er passionierter Schwarzträger sei, so Löw. Und dass seine Leistungsträger bei ihren Vereinen auf der Bank schmoren, kenne er ja zur Genüge: „Papperlapapp, blabla, dalachichmichkaputt.“
In Anbetracht des deutschen Aufstellungsbogens dann plötzlich der Schock! Alderweireld, Vermaelen, Hazard – wat is? Klingt wie Traumhochzeit im Giftmüllcontainer – ist, wie ein weiterer Blick verrät, dann doch ein Auszug aus der ersten Elf des belgischen Gastgebers. Puh. Im Tor der Belgier immerhin eine alte Bekannte: Sandrine Bailly, Gladbacher Topbiathletin, will heute Abend unbedingt eine Null schießen. Davor soll offenbar eine ganze Kompany an mittelmäßig begabten Verteidigern den Laden dicht halten – vorne allein auf weitem Flur (Auslegware): Edeltalent Romelu Lukaku.
Sollte es zu Ausschreitungen kommen, haben die Belgier die berühmte Blutnase vorn. Kampfschwein Marc Wilmots, seines Zeichens belgischer Co-Trainer, hat als Eurofighter die klare Luftüberlegenheit. Überdies haben die Gastgeber Bloodsport-Legende Jean-Claude van Damme in der Hinterhandkante. Der Kraftprotz könnte spätestens zur dritten Halbzeit kommen und auf dem Feld den einen oder anderen Haken schlagen. Und VIP-Gast Eddy Merckx dürfte auch mehr als einen wallonischen Pfeil im Köcher haben… Ein Königreich für einen klaren Auswärtssieg!
Ähnliche Artikel:



5 Kommentare
1 Rupknecht // 3. Sep 2010 um 14:33 Uhr
“Klingt wie Traumhochzeit im Giftmüllcontainer”. Sehr schön! Aber was ich mich beim Lesen die ganze Zeit gefragt habe: Wo sind die guten, alten Kinderwitze geblieben? Ich mein ja nur…
2 Fränck von Schleck // 3. Sep 2010 um 14:42 Uhr
Naja, selbige lesen ja hier auch mit (also Kinder, nicht Schänder), denen gegenüber haben wir ja auch eine gewisse Verantwortung…
Na gut, einen gönnen wir uns:
Was ist in belgischen McDonald’s in der Junior-Tüte?
Na, Pommes Fritzl!
3 hermanndung // 4. Sep 2010 um 14:32 Uhr
ihr habt wirklich durchhaltevermögen mit eurer seite. chapeau. gar nicht so einfach immer und immer wieder einen auf satire zu machen.
4 briegel // 5. Sep 2010 um 12:03 Uhr
“spaß muss sein”, sagte der henker und nahm das stumpfe beil
5 Fränck von Schleck // 5. Sep 2010 um 14:14 Uhr
Der Dichter und sein Henker.
Beitrag kommentieren