Di Canio in die Bundesliga!

paolo-di-canioCamoranesi ist also in Stuttgart – dabei hätte nach Mauertaktik-Einschätzung ein anderer Italiener viel besser in die Rechtsruck-Metropole am Neckar gepasst.

Stuttgart – du schöne Betonburg an den Neckarauen, in dessen Landtag das Zentrum seit 1871 durchregiert! Du Land der Oettingers, Filbingers und anderer weltgewandter Erzliberaler. Wieso bürdet man Dir nun einen weiteren Ausländer auf, Du Wiege der deutschen Kultur? Noch dazu einen derart abgehalfterten mit fragwürdiger Arbeitseinstellung, einen, der sich darüber hinaus nie zum Faschismus bekannt hat? Warum, liebe Stuttgarter, holt ihr statt Langhaardackel Mauro nicht einfach Berufsglatze Paolo di Canio. Der fidele Faschist würde die Cannstatter Kurve mit einer Handbewegung in Verzückung versetzen, hätte bestimmt gute Chancen auf einen Einzug in den Stadtrat – und ist darüber hinaus (siehe unten) auf dem Fußballplatz auch kein Schlechter resp. Schlächter.

(Und bitte, wenn ihr schon mal dabei seid, liebe VfB-ler, macht endlich, endlich Mercedes Bunz zur Vorstandsvorsitzenden!!!)

Derweil könnt ihr euch schon mal Paules beste fünf Buden ansehen:

Und zum Beweis, dass der „bad boy“ auch anders kann, hier sein legendäres Fairplay:

Bild: Flickr / hans s

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

13 Gedanken zu „Di Canio in die Bundesliga!“

  1. Sehr mutiger Artikel, Herr Schleck! Sollte dieser ernst gemeint sein, brennt der Betze am 13.November im wahrsten Sinne des Wortes!

  2. Hahaha, ich war so gespannt auf Deine Reaktion. Nennen wir es eine bewusste erste Provokation, der bis zum 13.11. weitere folgen werden…

    (Allerdings solltest Du wissen, dass hier in diesen heiligen Hallen des Ulks selten etwas ernst gemeint ist.)

  3. Weiss ja nicht … üblicherweise versteh ich den Humor auf der Seite hier. Aber auch als Nicht-Stuttgarter und FCK-Fan kann ich die These von der „Rechtsruck-Metropole“ Stuttgart nicht so richtig nachvollziehen. Eine Stadt, in der die Grünen die stärkste Fraktion im Gemeinderat stellen?

  4. Schönen Dank auch Cohen, dass du den Finger noch einmal in die Wunde legen musst. Will mir vielleicht noch jemand ein Messer in den Rücken rammen?

  5. @Cohen: war jetzt nicht auf deinen Kommentar bezogen – dem stimme ich voll zu! Aber das du in einer breiten Öffentlichkeit (ich denke dazu können wir Mauertaktik problemlos zählen) diese Schmach aus dem aktuellen Stuttgarter Gemeinderat breit treten musst…

  6. @diego: heute nen starker Artikel über Stuttgart also die Stadt im Tagesspiegel, hat meine Sicht total verändert.
    NICHT!

  7. Da frage ich mich wirklich, was den Tagesspiegel dazu getrieben hat, diesen Artikel zu veröffentlichen? Als ob es auch nur einen Berliner interessieren würde, wie Stuttgart wirklich ist? Für die Berliner gibt es doch sowieso nur ihre Stadt und dann nur noch viel Dunkelland drum herum! :-)

  8. und mit was?? mit Recht!!!
    denn wie sagte schon der große Philosoph Sera Finale: Denn es ist definitiv der beste Platz auf dem Planeten.
    WORD!!!

  9. Sorry Ritschie, aber was aus dem Mund von Waldorfschülern kommt, wird von mir grundsätzlich in die Kategorie „talk to the hand“ verbannt!

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