Hast Du Töne (spezial): Die Fanhymnen (3)

Im letzten Teil der Serie verlassen wir die Bundesliga und widmen uns drei absoluten Krachern der Fanhymnen-Kultur. Freut Euch auf rappende Österreicher, schräge Berliner und enthusiastische Badenser.

Den Anfang macht diesmal die Band Knutschfleck, die ihre Sympathie für den KSC im folgenden Song ausdrückt. Das Publikum rastet förmlich aus, wenn die Band „abgeht“. Allein der Titel des Liedes ist schon ein Hammer:“KSC, bis ich zum großen Schiri geh!“

Rapid Wien hat uns schon viel Freude bereitet. Aber auch der Gangster-Rap ist in der österreichischen Hauptstadt zu Hause. Da wird jeder Rivale gedisst, dass es nur so eine Art ist. „… und es gibt nur einen Fußballgott: Steffen Hofmann!“

Berlin bleibt Hertha! Und auch Kunstschaffende an der Spree sind inzwischen auf den Verein eingeschworen und haben folgenden Hit fabriziert. Er beginnt mit einigen gruseligen Kalauern, kommt dann aber voll in Fahrt. Auch das Video ist Champions-League-Niveau!

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.