Die große WM-Analyse

wm2010
Ein Kessel Buntes

Die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ist vorbei. Eigentlich Zeit für eine umfassende Analyse, möchte man meinen. Doch der Bundestrainer schweigt. Da ist es wohl kaum verwunderlich, dass Mauertaktik einmal mehr in die Bresche springt.

Bundestrainer Jogi Löw und seinen Freund und Helfer Hansi Flick hat’s voll erwischt. Herzschmerz sagen die einen, Grippe sagen die anderen. Beide liegen mit 40° Fieber im Bett. Um dem absurd-investigativen Journalismus gleich den Wind und den Osang aus den Segeln zu nehmen: Ja, beide liegen im Bett, aber nicht im selben. Doch nach solch einem main-event darf die nüchterne Analyse einfach nicht fehlen…Prost.

Das Tor

Das Tor zur Welt(meisterschaft) schoss England nicht. Schon beim ersten Hinsehen war klar: Der war niemals mit vollem Umfang hinter der Linie, also wenn man mit einem Autoball-WM-Ball gespielt hätte. Aber wen interessiert das auch? Manuel Neuer hat hinten die Bälle entschärft, wie sie kamen resp. „wie im Training. Wenn mal ein Ball aufs Tor kam, hab ich ihn halt festgehalten“. Gemeint war die Trainingseinheit im Viertelfinale gegen Argentinien.

Die Abwehr

Die deutsche Abwehrreihe hat entgegen einiger Einzelmeinungen sowas von homophob gespielt und hinten dicht gemacht. Mit Erfolg, wohlgemerkt! Aber was wurde vor der WM geschimpft, dass man sich „diesen Friedrich wieder antun muss, wenn der da hinten rumstümpert“ (O-Ton Hertha-Hasser Fränck von Schleck). Doch es kam natürlich alles anders, Friedrich hat das Turnier seines Lebens gespielt, hat doch tatsächlich auch sein 1. Länderspieltor geschossen und Fränck von Schleck ist jetzt stolzer Besitzer eines VfL Wolfsburg-Trikots.

Das Mittelfeld

Ganz hervorragend, was Poldi, Schweinsteiger (formerly known as Schweini), Bushido und vor allem großes, schlankes Müller da abgeliefert haben. Was war Fußball-Deutschland traurig, als der Knöchel resp. die Wade resp. der Capitano der Nation im Vorfeld von Kevin-Prince aus dem Leben oder zumindest aus der WM getreten wurde. Doch vermisst hat ihn letztlich niemand. Und dieses Gefühl ändert sich auch nicht wirklich. Mal sehn, was Ballack-Berater Becker seinem Schützling nun rät. Vermutlich so etwas Richtung: „Du musst wieder Homofürst dieser Homo-Combo werden!“

Der Sturm

Der Stürmer, schon damals in der ausländischen Presse verpönt, ist auch heute noch bei den WM-Gegnern dieser Welt nicht gern gesehen. Doch Klose, Cacau und auch ein bisschen Kießling waren in des Gegners Strafräumen zu Gast bei Freunden. Klose trennte nur ein eingeklemmter Ischiasnerv, mit anderen Worten 2 Tore vom ewigen WM-Torschützenrekord, doch was nicht ist, kann ja noch werden (2014 in Brasilien). Apropos 2014: Allen Fußball-Ästheten sei gesagt, dass Mario Gomez (25) wie so manch andere zu alt für die nächste WM ist.


11 Gedanken zu „Die große WM-Analyse“

  1. Ich bin geschockt! Fränck von Schleck im Wolfsburg-Trikot? Und das nach 2006?Da brechen Welten zusammen…

  2. ick hasse den FCK, und das wir uns Oberhausen,Bielefeld etc. antun müssen, während Schleck genüßlich dem direkten Wiederabstieg aus der 1.Liga beiwohnt, lässt mich schon jetzt um mindestens 10 Jahre altern. Auf diesen Schock genehmige ich mir erstmal einen schönen Schluck Latschenkiefersirup!
    Wohl bekomms!

  3. Ruhig Blut, Kinder. WOB-Trikot ist ein Scherz, wenn auch ein schlechter, so einen Lumpen würde ich mir niemals überwerfen.

    Und für alle Herthaner die Empfehlung: Gönnt euch doch mal ein Jahr zweite Liga – oder zwei – oder drei…

  4. Ha ha, und der Abstieg beginnt schon jetzt!!!
    Ab ins Trainingslager im Allgäu…

  5. Aber hier wieder eine gute Nachricht für den Schleck: am 2.Spieltag gleich das erste Heimspiel gegen die Bayern unter Flutlicht am Freitag Abend. Da werden doch Erinnerungen wach…

  6. 1. Spiel beginnt heut abend in neukölln, beine zu herr schleck sonst tunnelalarm

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