Einmal Goldene Ananas zum Mitnehmen!

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Was war das zuerst für ein Schock am Mittwoch Abend! Komplette Leere und am Morgen danach ein Kater, so heftig wie nach zwei Wochen Malle mit Michael Wendler. 0:1 gegen Spanien im Halbfinale, die WM scheinbar gelaufen. Völlig falsch, das Wichtigste kommt wie immer zum Schluss.

Langsam klart der (Küsten-)Nebel im Hirn auf und nicht nur der Fachmann erkennt: Jetzt geht’s eigentlich erst richtig los. Denn wie immer werden die Preise eines Turniers am Ende vergeben. Und unsere Jungs wollen nach der WM 2006 (Dritter) und der EM 2008 (Zweiter) auf keinen Fall wieder mit leeren Händen heim kommen. So will man gegen Uruguay noch einmal alles, aber auch wirklich alles geben, wenn es am Sonnabend um die Goldene Ananas geht. Was werden das für unglaubliche Szenen auf der Fanmeile in Berlin, wenn Lahm, Schweinsteiger & Co am Brandenburger Tor den Südfrucht-Pokal gen Himmel stemmen und auch 20 Jahre nach der Einheit bei weiten Teilen des Publikums Ratlosigkeit herrscht („Du, Maik, wat isn dit?“).

Aber auch für die meisten der Spieler geht es noch um was. So jagt Miro Klose den WM-Torrekord, nur noch lächerliche zwei Buden fehlen dem passionierten Angler, um Ronaldo (14…also Tore, nicht Jahre) hinter sich zu lassen. Den Köder auswerfen soll wie immer Polen-Buddy Lukas Podolski. Zwei Elfmeter will Poldi rausholen, „einer is‘ für Miro, den anderen verschieß‘ ich gleich selber“, witzelt der Hobby-Elfmetertöter. Das andere Tor ist am Reißbrett auch schon entworfen: einfach Rechtsverteidiger Scotti mit ein, zwei Körpertäuschungen in den Maschinenraum schicken, Ball rein zu Klose und dann ab die Kirsche.Fußball kann so einfach sein.

Von Könnern und Anti-Könnern

Für DFB-Küken Thomas Müller kann das Turnier auch noch ein gutes Ende finden, er ist auf einem guten Weg, bester Jungspieler des Turniers zu werden. Absolut gigantisch, was der Münchner binnen Jahresfrist erreicht hat: Vom Amateur für die Bayern II zum deutschen WM-Star. Der kometenhafteste Aufstieg eines Bayern seit Florian Silbereisen. Nur in hetero und saucool.

Apropos: Im Tor könnte es einen Wechsel geben. Da Jogi Löw ein Elfmeterschießen fürchtet, wird er wohl Tim Wiese aus seinem vierwöchigen Urlaub und damit vom Solarium reißen oder vielmehr spachteln. Dank einer kessen Vertragsklausel muss der schöne Tim auch nicht auf künstliche Bräune verzichten und wird für die Zeit, die er nicht im Solarium verbringen kann, mit lecker Bräunungscreme versorgt. Das Spiel um Platz 3 kann also kommen, den deutschen Spielern ist heiß (11°).

Manche sagen ja, das „kleine“ Finale am Samstag sei feiertechnisch viel besser terminiert als das „große“ am Sonntag, dem ja bekanntlich mit dem Montag der wohl hässlichste Tag der Woche – achwas: des ganzen Monats! – folgt. Doch das ist natürlich völlig an den Haaren herbeigezogen. Eine gute Definition geben die 11FREUNDE: „Das kleine Finale also. Die große Scheiße.“ In diesem Sinne viel „Spaß“ am Samstag.

(Bild: flickr.com / filtran)

3 Gedanken zu „Einmal Goldene Ananas zum Mitnehmen!“

  1. tim wiese fällt wohl aus wegen schleimbeutel im hirn, quatsch – am knie

    und wer ist michael wendler? ich kenn (leider) nur „Den Wendler“.

  2. Sensationell! Serdar Tasci ist seit heute der neue, bestbezahlte Fußballer der Welt. Stundenlohn: 3 Millionen Euro – oder 100.000 Euro pro 2 Minuten kicken. Da würde man doch gerne tauschen! :-)

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