Die Mauertaktik-WM-Elf

736 Spieler nahmen und nehmen an der WM in Südafrika teil – wenig verwunderlich, dass der eine oder andere Namenskracher darunter ist. Hier die nominell stärkste WM-Elf aller Zeiten.

Tor

Dusan Pernis (Slowakei)

Beim Keeper der MT-Elf bekommen verschiedene Fußballweisheiten eine vollkommen neue Bedeutung. Der Zuruf: „ Ey Dusan, langer Hafer!“, oder „Ich bämms das Ding an die Latte!“ sind mannschaftsintern im wahrsten Sinne des Wortes inzwischen vollkommen abgegriffen. Aber auch „Der Dusan hat ’nen mächtigen Huf“ kann falsch verstanden werden. Wir raten zu einer landesüblichen Namensverlängerung á la –ovic. Dusan Pernisovic also unsere Nummer 1!

Abwehr

Gaetan Bong (Kamerun)

Aufgewachsen in der Steppe Kameruns im dritten Vollmond nach dem großen Regen, entwickelte sich der kleine Steppke zunächst eher schlecht. Nachdem der ortsansässige Vodoopriester ihn an seiner Trinkflasche aus einem langen Glasrohr saugen ließ, die mit zwei kleinen Bohrungen und einem Metallsieb versehen war, gedieh Gaetan ganz prächtig und besaß fortan seinen wohlklingenden Nachnamen. Zu einem WM-Einsatz hat es zwar nicht gereicht, aber die Abwehr der MT-Elf braucht Pferdelungen wie ihn.

Marcus Tulio Tanaka (Japan)

Neben Bong verteidigt der ehemalige römische Spätdekandente Marcus Tulio. Er besticht durch großartige Übersicht, hervorragendes Stellungsspiel, unglaubliche Kopfballstärke und stabilisiert abgestimmt mit seinem Keeper die Abwehr der Japaner. Nach dem frühzeitigen Scheitern bei der WM bescheren wir Marcus kurz vor dem Harakiri noch die Berufung in die MT-Elf.

Kalu Uche (Nigeria)

Komplettiert wird die moderne Dreierkette von Kaluuche dem Doppeltorschützen Nigerias. Uneinig war sich die Redaktion über die Lautsprache des smarten Dribblers: Üsch, Utsche, Usche – Egal. Der fröhliche Reim: Itsche, Atsche, Utsche – ich geh unter die Dutsche, ist zwar vollkommen sinnbefreit, aber deswegen nicht minder ulkig. Lieber Kalu, danke und willkommen in der MT-Elf.

Mittelfeld

Kornel Salata (Slowakei)

Die beiden Eltern von Kornel – In und Mista – wollten bei der Geburt ein wenig Glanz in die triste Plattensiedlung bringen und ihren Sohn mit einem englischen Namen versehen. Leider waren die beiden nicht nur dämlich, sondern sonderdämlich und so bekam Kornel einen militärischen Titel als Vornamen. Leider verrutschten sie dabei auch in der Spalte und gaben beim Standesamt die lautmalerische Schreibweise an. Klarer Fall von dumm gelaufen. (Anm. d. Red.: In der Slowakei gibt es den Buchstaben ö nicht)

Sokratis Papastathopoulus (Griechenland)

Kulinarischer Hauptgang im Mittelfeld ist der fußballerisch durch und durch unbegabte Sokratis Papastathopoulus. Glücklos versuchte er Ottos fußballphilosophischen Worten: „Auch ein Messi(as) beginnt seine Dribblings mit einem kleinen Schritt, folge ihm, wenn nötig bis auf die Toilette.“, Taten folgen zu lassen. Vergebens. Wir empfehlen Papastathopoulus con Olive e Verdura und haben in seinem Nachnamen drei Worte versteckt. Lösung bitte über die Kommentarfunktion.

Siphiwe Tshabalala (Südafrika)

Der Zweitligakicker aus Soweto beeindruckt durch seinen unglaublichen Strahl im Eröffnungsspiel und bei der anschließenden Dopingprobe. Ausgestattet mit Whoopiesker Rastapracht hat es Tshabalala in Gesangsform auf jede Fanmeile geschafft. Witze über seinen Vornamen ersparen wir dem MT-Kapitän. Auf bald in Europa vielleicht bei Hellas Pallidum, lieber Siphiwe.

Carlos Bocanegra (USA)

Entlaufen aus dem Zoo von San Diego ist dieses Männchen der Gattung Schwarzmauläffchen ein ganz besonderes Prachtexemplar. Aufgewachsen in einem Zirkus nördlich von Pasadena, erlernte Carlos unter menschenunwürdigen Bedingungen das Spiel mit dem Ball. Nach seiner Flucht schaffte er es durch gefälschte Papiere in die Nationalmannschaft und brachte es zum Kapitän der erfolglosen nordamerikanischen Elf für Südafrika.

Adolfo Bautista (Mexiko)

Der fröhliche Adolfo B’Autista aus Guadalajara beeindruckt mit einem Notenschnitt von 5,0. Aufgrund nicht vorhandener Kommunikation mit seinen Mitspielern steht Adolfo allzu oft auf dem Platz und wirkt unbeteiligt bis abwesend. Seine afrikanischen Wurzeln schlagen sich nicht nur in der Aussprache seines Namens sondern auch in seinem frühzeitigen Scheitern bei dieser WM nieder.

Duda (Portugal)

Das emsige Mittelfeldbienchen aus dem ehemals ärmsten Land Europas (vor der Osterweiterung) brachte es auf zwei beeindruckende Einsätze mit dem Notenschnitt 5,0. Duda ist der einzige Spieler, dessen Name dekliniert werden kann. Dies führt sowohl bei Trainern, Mitspielern, als auch bei den Kommentatoren zu dauerhafter Verwirrung. Daher wird er von seinen engsten Freunden nur „olle Imtschek“ gerufen. Genützt hat’s nix, Aus im Achtelfinale, damit auch für Erda, Sieda, Ichda.

Sturm

Georgie Welcome (Honduras)

Da es sportlich wie auch menschlich über den feinen Herren Georgie nichts zu sagen gibt, bleibt uns nichts anderes übrig als zu sagen: Wir heißen unseren Sturmtank herzlich Willkommen und haben zu seinen Ehren ein kleines Ständchen vorbereitet und singen: Hey, Hallo, Bonjour, Guten Tag, Welcome, Welcome, Welcome, Welcome, Buenos Dias, Buenos Dias (Endlosschleife). Bei Fragen zur Melodie wende Sie sich bitte an Botswena Meschkat.

Die Ersatzbank

Assi-Doni (BRA), Fabio Tagliatella (ITA), der dänische Teufelsdreier Poulsen, sowie 5 x Kim (Nordkorea), 7 x Kim (Südkorea) sowie 5 x Ri (Nordkorea)

7 Gedanken zu „Die Mauertaktik-WM-Elf“

  1. Herrlich. Als weitere Ergänzungsspieler würde ich noch „Scotti“ von Uruguay und „Waldo Ponce“ (der mit Mütze und Brille) aus Chile vorschlagen.

  2. Scotti war in der Auswahl, hats aber aufgrund mangelnder Leistung leider nicht geschafft…

  3. Muss man mal Franco Persico fragen. Der ist des japanischen doch mächtig! 😉

  4. Causchdadingensdemoc Blanco von Mexiko sollte nicht vergessen werden!

    Und Cacau und Hoda bitte nicht vergessen.

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