So geht’s weiter bei der WM

fussball-tacklingNach dem Achtelfinale ist vor dem Viertelfinale. Wieder einmal höchste Zeit für die TÜV-geprüfte Mauertaktik-Glaskugel, die den weiteren Turnierverlauf bereits kennt.

England und Italien sind bei den Ansetzungen nicht mehr dabei. Aber kann man sich da so sicher sein, wenn die FIFA jeglichen Einsatz von Technik ausschließt? Menschen machen auch mal Fehler. Aber wir sind guter Hoffnung, dass die zuständigen alten, kurzsichtigen Männer im Keller des Züricher Hauptquartiers die richtigen Paarungen zusammenfügen.

Das Viertelfinale:

Die Vorvorschlussrunde beginnt mit dem Kracher Niederlande gegen Brasilien. Kracher? Bodenlose Unverschämtheit! Beide Mannschaften erheben die Kontrolle ohne Offensive zum Glaubensbekenntnis und betreten nur unter bitterbösen Blicken des Trainers die gegnerische Hälfte. 0:0 zur Pause. In der zweiten Hälfte wird es dem Schiri dann zu bunt und er zeigt Kaká Gelb-Rot, nachdem der sich im Mittelkreis für ein Nickerchen hingelegt hatte („Gefährliches Spiel“). Die Niederlande kommen dann im Elfmeterschießen weiter, Taffarel konnte diesmal nichts ausrichten.

Danach geraten Uruguay und Ghana aneinander. Die Null soll bei den Urus unbedingt stehen. Kapitän Diego Lugano hat dafür einen ganz pfiffigen Plan ersonnen. Er verteilt in der Kabine ein paar Portionen Schweineblut im Tetra-Pak. Damit ist die Abwehr voll motiviert und auf Aggressivität eingestellt. Einziger Nachteil: Drei rote Karten in den ersten zwanzig Minuten und damit numerische Unterlegenheit. Dies sorgt für eine 0:1-Niederlage gegen Ghana. Einziger Trost für Lugano: Er kann endlich zum Profi-Wrestling wechseln, wo er als „Menace from Montevideo“ eine zweite Karriere startet.

Am Samstag kommt dann der nächste Klassiker auf die deutsche Mannschaft zu. Argentinien wartet in Kapstadt. Leider gerät die deutsche Mannschaft früh 0:2 in Rückstand. Nun braucht man zwei Standardsituationen um wieder herankommen. Jeweils nach einer Ecke machen Müller das 1:2 und der eingewechselte Cacau trifft in der 81. Minute zum Ausgleich. Nun warten natürlich alle Argentinier darauf, dass Messi einen Traumpass zum entscheidenden Tor spielt. Es kommt aber anders: „Lahm, Traumpass, Klose – und was gibt er? Er gibt Elfmeter!“ Alles wie gehabt: Schweini macht das 3:2.

Im vierten Viertelfinale geben sich Spanien und Paraguay die Ehre. Eine eher ereignisarme Begegnung. Die Südamerikaner sind in der ersten Hälfte wie paralysiert. Auch nach der Halbzeitstärkung mit Mate-Tee und Paranüssen wird es nicht besser. Ein klares 2:0 für die Spanier, die ja paradoxerweise auch seit 60 Jahren nicht mehr die Vorschlussrunde erreichen konnten. Aber nie waren die Parameter auch so günstig. Nun das Halbfinale gegen Alemania.

Das Halbfinale:

Für das Halbfinale zwischen Ghana und den Niederlanden fällt die erste Entscheidung schon in der technischen Abteilung der Oranjes: Der Q aus Amsterdam hat einen Knöchelschoner entwickelt, der das Syndesmoseband perfekt schützt. Damit ist K.P. Boateng natürlich aus dem Spiel. Und Robben kann völlig befreit aufspielen. Zieht nach innen – Strahl – 1:0. Jetzt rastet die Elfenbande völlig aus. Van Bommel – Fallrückzieher – 2:0. Mathijsen – Hacke – 3:0. Ghana ist raus. Boateng weint. Aber auch für ihn wartet Trost: Er sorgt beim Wrestling von nun an als „Werewolf from Wedding“ für Furore. Mit diesem Kampfnamen kann er zusätzlich auch noch als Alleinunterhalter auf Hochzeiten auftreten.

Im zweiten Semifinale kommt es zur Revanche für 2008 (sprich: „Zwo Acht“). Spanien trifft auf Deutschland, das sogenannte „Mallorca-Derby“. Das Laufduell heißt diesmal aber Müller gegen Puyol und nicht Lahm gegen Torres. Der haarige Innenverteidiger aus Katalonien sieht dabei aber ähnlich unglücklich aus. Das Ergebnis ist bekannt: Müller lupft über Casillas und Deutschland gewinnt 1:0. Zu erwähnen ist hier lediglich noch, dass ungefähr die Hälfte der deutschen Mannschaft gesperrt sein wird, „ausgerechnet“ dank des spanischen Schiedsrichters vom Serbienspiel. Aber wär ja noch schöner, wenn sich sowas auszahlen würde!

Das Finale:

Das Finale von Johannesburg. Geschichte wiederholt sich ja bekanntlich nicht, aber wir haben wieder die Paarung von 1974: Niederlande gegen die Bundesrepublik Deutschland. Robben dringt in den Strafraum ein, wird aber von Khedira gefällt. Sneijder wuchtet den fälligen Elfmeter zum 1:0 in die Maschen. Danach wird Özil auf der anderen Seite von Mathijsen „böse gelegt“. Schweini – 1:1. In der 43. Minute bricht dann Lahm auf der rechten Seite durch, gibt in die Mitte: Drehschuss Müller – 2:1. In der zweiten Hälfte halt Neuer den Kasten mit unglaublichen Paraden sauber. Wir haben das Ding!

Bild: Flickr / Kelley Mari

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

6 Gedanken zu „So geht’s weiter bei der WM“

  1. glaub nich dass die (moslemischen) ghanaer in der kabine schweineblut trinken…

    nix für ungut

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