4-1 on the shirt!

lion

Was ein Spiel!! Die deutschen Panzer zerstören England – um mal im albernen Jargon der englischen Yellow Press zu bleiben. Eine unglaublich souveräne und spielstarke deutsche Mannschaft zieht völlig verdient ins WM-Viertelfinale ein und England versteht endlich Wembley. Hier die Einzelkritik.

Manuel Neuer (Tor)

Wahnsinn, wie abgeklärt der 24-Jährige bei seiner ersten WM mit dem Druck umgeht. Seelenruhig und souverän wie beim Fotoshooting 1997 für kinder-Schokolade bildet Neuer quasi den Ruhepol im deutschen Spiel. Zeigte beim 1:2-Anschlusstreffer der Engländer, dass er hoch und weit springen kann, und bestätigte in der einen oder anderen Situation, dass er zum Halten gar keine Hände braucht, sondern Bälle auch einfach rausgucken kann (38. Min, 52. Min). Ein würdiger Nachfolger in der Reihe großer DFB-Torhüter.

Arne Friedrich (Verteidigung)

Was haben die Leute vor der WM über die Nominierung Friedrichs geschimpft und gefürchtet, dass Löw ihn auch einsetzt. Der sympathische „Berliner“ reagierte prompt und entsandte sein Stunt-Double nach Südafrika. Was der Mann im Friedrich-Trikot dort abliefert, ist so ziemlich das Beste, was deutsche Verteidiger je gezeigt haben. Messi kann kommen…

Bastian Schweinsteiger (Mittelfeld)

Schlichtweg überragend, was der Münchner bisher bei der WM zeigt. So unauffällig er spielt, so effektiv ist er. Auch gegen England machte Schweinsteiger den Muhammad Ali und schwebte wie ein Schmetterling übers Feld und stach dann wie eine Biene in die englische Abwehr und legte Müller das 3:1 auf. Knockout in der 67. Runde resp. Minute.

Thomas Müller (überall)

Bloemfontein – das Hollywood Münchens. Was für eine unglaubliche Geschichte, die der Münchner in Südafrika schreibt. Vor einem Jahr noch Amateur, heute ist der 20-Jährige gefeierter WM-Held und Doppel-Torschütze. Wie einst Gerd Müller wurde Thomas Müller zum England-Schreck. Selbst schuld, solange die englische Presse „Muller“ schreibt, wird es in Deutschland immer einen „Müller“ geben, der die Three Lions zur Verzweiflung bringt.

Klose & Poldi (vorm Tor)

Harsche Kritik hagelte auf Jogi Löw und seinen Trainerstab ein, als er seine Lieblings-Offensivspieler bei der Nominierung des WM-Kaders präsentierte, weil sie beide in ihren Vereinsmannschaften eher eine bescheidene Saison verlebt haben. Und nun? Naja, beide spielen in ihrem „Lieblingsverein“ DFB gewohnt stark und knipsen, was das Zeug hält. Klose braucht nur noch drei Treffer, um auf seine obligatorischen 5 WM-Treffer zu kommen. Bei 3 ausstehenden Partien sollte das machbar sein…

Mario Gomez (Ersatzbank)

In der ersten Halbzeit überzeugte der „Torero“ im deutschen Team durch gutes Stellungsspiel, hielt seine Position sehr gut und wagte sogar einen Vorstoß (45. Minute Richtung Kabine). In der zweiten Hälfte tauchte er dann etwas unter und war ab der 72. Minute eigentlich gar nicht mehr zu sehen.

(Bild: flickr.com / law_keven)

7 Gedanken zu „4-1 on the shirt!“

  1. wie schafft es gomez in so ein spiel zu kommen, wo alles klar ist, und trotzdem wieder wie ein fremkörper zu sein? hat der alles verlernt?

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