Netzer voll so: „LOL ROFL!“

Es ist bislang nicht die WM der großen Spiele, also müssen die Sidekicks im Studio die Storys liefern.

Die Experten-Tandems sind prominent besetzt: Kloppo und Jauch moderieren routiniert von einem immer anderen Dorffest, Becks und Scholli zerpflücken den dargebotenen Fantasiefußball, naja und bei Olli Kahn und Kathrin Müller-Hindenburg wartet man eigentlich nur noch darauf, dass vor laufenden Kameras die Hüllen fallen und der Titan seinen inneren Reichstagsbrand so richtig auflodern lässt.

Und dann wären da noch Netzer-Delling, jenes älteste aller Stand-Up-Duos, das in Zeiten der Prohibition noch im Vorprogramm von Laurel & Hardy auftrat, später Gags für Fips Asmussen schrieb und irgendwann dann bei der ARD Unterschlupf fand. Netzer und Delling, das heißt heute in der Regel gestelztes Gemecker in Wort-am-Sonntag-Diktion. Doch hin und wieder sitzt auch den beiden Erfindern des heiligen Ernsts der Schalk im Nacken. So wie beim folgenden Clip, der im Grunde das erfrischendste ist, was wir bisher bei diesem Turnier gesehen haben.

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

3 Gedanken zu „Netzer voll so: „LOL ROFL!““

  1. Recht verwunderlich, dass Netzer seinen Topf an Emotion für zwozehn bereits im Juni komplett ausschleckt(sic!).

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