Hast Du Töne (XVIII): Yo, Deutschland…

Im YouTube-Zeitalter nimmt die Zahl der inoffiziellen WM-Hymnen drastisch zu.  Jeder, der eine Klampfe, drei Freunde und ein altes Keyboard hat, komponiert munter drauf los. Nun werden jedoch auch neue Genres eröffnet.

Kein Geringerer als Bushido, seines Zeichens Aggro-Rapper und Halb-Tunesier, hat vor kurzem seinen Song zur WM in Südafrika vorgestellt. Warum wir die Herkunft Bushidos erwähnen? Eigentlich ja wumpe, weil dieser Tage eh wieder alles Schwarz-rot-geil ist, aber ganz egal ist es nicht. Denn Bushidos Fußball-Kantate wäre vermutlich auf dem Schuttabladeplatz der schlechten Musik gelandet, wenn, ja wenn nicht auch Sami Khedira tunesische Eltern hätte, ein dicker Kumpel des Berliner Soprans wäre und einer großen Boulevardzeitung gesagt hätte: „Das wird unser neuer Kabinensong“. Das aber, liebe Nationalmannschaft, können wir uns beim besten Willen nicht vorstellen. Wie soll das aussehen? Philipp Lahm röhrt mit feinstem Rap-Organ „Ole ole ole“, Schweini zieht sich die Buchse in die Kniekehlen und Papa Jogi setzt zum Freestyle an? Also, werte Leser, bilden Sie sich einfach Ihr eigenes Urteil!

(Wer Hymnen entdeckt, die besser geeignet sind zur Einstimmung auf die deutschen Partien, der möge dies bitte per Kommentar kundtun!)

Autor: Fränck von Schleck

Fränck von Schleck ist in seiner Heimat eine veritable Legende. Als erster luxemburgischer Blogger überhaupt zog er aus, das gemütliche Kleinherzogtum im Herzen Europas in aller Fußballwelt bekannt zu machen. Der alte Spezi von Buli-Urgestein Jeff Strasser kann den nötigen Draht in die Beletage des internationalen Fußballs vorweisen. Oft angesprochen wird von Schleck auf die bizarren Umlautformationen in seinem Vornamen. Der uneheliche Sohn des bärbeißigen Alttrainers, Tee-Fau-Experten und Weizenanbauers Smudo L. wendete hierfür im Jahre 1994 die damals gültige Zweipunkteregel an. Der smarte Beneluchs wollte damit nach Insiderinformationen speziell in seiner Wahlheimat Berlin (Ost) günstig Sympathiepunkte hamstern. Die letzeburger Labertasche schreibt nach eigener Aussage über alles, was ihm unter die flinken Finger kommt. Saufkumpan Strasser rang ihm am Ende einer mehrtägigen Zechtour weiland das Versprechen ab, mit besonderer Inbrunst über den strauchelnden Pfälzer Traditionsverein zu berichten, bei dem Strasser einst beschäftigt war. Aber auch sonst gibt es kaum ein Thema, das vor der spitzen Feder von der Lützelburg sicher wäre.

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