Der große WM-Gruppen-Check (C)

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Und weiter geht’s mit dem ultimativen Herz-und Nierentest der WM-Teilnehmer. Heute im Angebot: Algerien, England, Slowenien und die USA. Mit anderen Worten: Die Hammergruppe C.

Algerien

Für die Algerier ist die diesjährige Weltmeisterschaft nach 1982 und 1986 die dritte Teilnahme an einer WM-Endrunde. In den Achtzigern schockten „Les fennecs“ („die Wüstenfüchse“) die Weltfußball-Elite mit starken Auftritten und gewannen 1982 in ihrem Auftaktspiel gar gegen Deutschland. Nach einem zweiten Sieg gegen Chile war man praktisch schon weiter, doch nach der „Schande von Gijon“, einem packenden Spiel zwischen Deutschland und Österreich, mussten Rommels Erben doch sehr enttäuscht die Heimreise antreten. Dieses Jahr sollen’s vier Bundesligaprofis richten. Doch selbst wenn Bochums Yahia, Wolfsburgs Ziani, Gladbachs Matmour und K’lauterns Neuzugang Amri zur Abwechslung mal über ihren Verhältnissen spielen sollten, steht den Nordafrikanern mit England und den USA einmal mehr eine ähnlich kriegserprobte Allianz gegenüber wie 1982…

Mauertaktik-Prognose: Nach einem Auftaktsieg gegen Slowenien und einer Überraschung gegen England bleibt den Wüstenfüchsen nur wieder der doofe Blick in die Röhre.

England

Seit 2007 leitet Fabio Capello die Geschicke der Engländer und hat es geschafft, englische Tugenden mit italienischem Angsthasen- und Erfolgsfußball zu kombinieren. So scheint sein Team bereits wenige Tage vor Beginn in WM-Form. In einem der letzten Testspiele bezwangen die Three Lions WM-Teilnehmer und Fußballriese Japan mit sageundschreibe 2:1. Nach 0:1-Rückstand brauchte man nur 2 Eigentore der Japaner, um das Spiel doch noch zu gewinnen. Dem Spiel einen englischen Stempel drückte Frank Lampard auf und scheiterte standesgemäß vom Punkt. Gut gebrüllt, Löwe! Die WM kann kommen. Um die Ansprüche zu unterMAUERN verzichtet Capello auch auf die Dienste von Sturmtalent Theo Walcott und baut auf verletzte Defensivspieler.

Mauertaktik-Prognose: Souveräner Gruppensieger, dann Aus in der KO-Runde nach Elfmeterschießen.

Slowenien

Slowenien nimmt nun an seiner zweiten WM teil, aber als Teil des ehemaligen Jugoslawiens hat(te) man es ja auch nicht leicht. Doch dass der junge Fußballverband Großes vorhat, beweist die Auswahl der Testspiele. Während andere Nationen ihre Rückschlüsse aus Partien gegen andere Fußballmannschaften ziehen, versuchten sich die Slowenen gegen den italienischen Drittligisten FC Südtirol. Das ist ungefähr so, als wenn z.B. der FC Bayern gegen den 1. FC Saarbrücken oder vielleicht Deutschland gegen, sagen wir, Slowenien spielt.

Mauertaktik-Prognose: Slowenien überzeugt mit Siegen gegen die 2. Herren vom FC Kärnten und eine Ü40-Auswahl von FC Feuerfrei Rustenburg, merkt dann aber schnell, dass es beim falschen Turnier gestartet ist und reist noch vor WM-Beginn wieder ab.

USA

Trainiert wird das Team von Bob Bradley. Mit so einem Namen wird man im Land der unbegrenzten Möglichkeiten entweder Stand-Up-Comedian oder eben Nationaltrainer. Die USA werden regelmäßig belächelt und unterschätzt, doch gut mitgespielt haben sie eigentlich immer. Wurde man 1930 noch Dritter, krönten sich die US-Boys nur 15 Jahre später im Endsieg-Finale in Nürnberg zum König der Welt. Bei des Präsidenten Heim-WM sind die Erwartungen entsprechend hoch. Und die lasten eigentlich allein auf Landon Donovan, der schon bei den Bayern gezeigt hat, was er nicht kann.

Mauertaktik-Prognose: Äußerst unglückliches Ausscheiden in Vorrunde oder KO-Runde.

Bild: Flickr / US Army Africa

3 Gedanken zu „Der große WM-Gruppen-Check (C)“

  1. Immerhin verringert Slowenien durch solche unambitionierten Testspielansetzungen das Verletzungsrisiko für die eigenen Spieler.
    Ganz im Gegensatz zur DFB-Elf, bei der sich Christian Träsch im Spiel gegen eine Weltsupermacht des Fußballs verletzte. Gegen wen war das nur? Richtig: FC Südtirol! 😀

  2. klassischer fall von england (eigen-) tor Herr Nuta…
    ts tst tst

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