Hast Du Töne (XVII): Wir sind heiß …

auf Blau-Weiß! Gemeint ist natürlich die SpVgg Blau-Weiß 1890 Berlin. Der inzwischen aufgelöste (und unter „ähnlichem“ Namen wiedergegründete) Club hatte seinen größten Erfolg 1986, als man den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Zeitgleich verabschiedeten sich Hertha und TeBe in die Drittklassigkeit. Aber man konnte seinerzeit nicht nur sportlich überzeugen, sondern setzte auch musikalisch Akzente. Bernhard Brink landete einen völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Hit, inklusive obligatorischem Saxophon-Solo und Super-Tanzschritten. Ausgegraben haben das Goldstück die 11 Freunde bei Ihrem Saisonrückblick.

Als Hintergrundinformation reichen wir noch folgenden SFB-Investigativbericht an die Hand, der Herthas (damaligen) Abstieg und das Mäzenatentum in Mariendorf genau beleuchtet. Gastauftritte unter anderem von Rudi Gutendorf, Uwe Kliemann und Souleyman Sané.

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

3 Gedanken zu „Hast Du Töne (XVII): Wir sind heiß …“

  1. Sensationelle Outfits!!!
    Kalle Riedle und Holger Gehrke im Kader damals, einfach wunderbar…Und erst das Saxophon Solo!MEGA!
    obwohl es aus meiner Sicht einer der abscheulichsten VEreine in Berlin ist!!

    So wie Kliemann redet, könnt er der Vadda von Frings sein

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