Kalle Kutowski (8)

kalle-kutowskiDas Unentschieden gegen Wolfsburg war leider zu wenig, mit der Königsklasse wird es nichts. Kalle Kutowski graut es daher schon vor der nächsten Saison, wenn die Ölscheichs aus Gelsenkirchen völlig überschnappen. Das alles und vieles mehr lest Ihr in der aktuellen Kolumne.

Schade, schade… nix is gewesen mitte Quali für de Champion-League. Muss also auch die nächs’e Ausgabe von „Welcher Fußball-Manager wird Millionär“ einmal mehr ohne uns stattfinden.

Aber wenn ma ehrlich sin‘: Verdient wär’s jetz au’nich gewesen – schließlich macht eine Schwalbe ja noch lange kein‘ Sommer… ohne schon gar nich‘,wenn die dann au’noch vom Kaliber eines Kevin Großkreutz – dat war ja mal so wat von kein Elfmeter… Ker, wenn dat Ding reingegang‘ wär – ich glaub, ich hätt dann vor lauter Scham dat ganze nächs’e Jahr kein Auge zugetan – so peinlich wär mir dat gewesen. Aber, sei’s drum… wir komm auch ohne gut klar. Ham’er ja dies Jahr ja auch,woll.

Dat einzige,wat mich an der Numma wirklich wurm‘ tut, dat is, dat die Schalker mit dabei sin’…und wir nich‘! Ehrlich: Dat verpack ich glaub ich nich‘!! Ich mein: Wenn die uns jetz‘ schon den Metze wegkaufen… und dat obwohl die noch nich‘ mal die Million‘ von der’n Europageschäft auf’n Konto haben… wat mach’n die denn dann ers‘, wenn der Schatz vom Silbersee gehoben is‘?? Dat kann nich‘ gut gehen!!! Dat kann N.I.C.H.T. gut gehen!!

Der Magath mit nem Arsch voll Geld, wisster wie dat is? Dat is wie wenner ner Spielerfrau die Kreditkarte von ihrn Mann gib’s – da is Polen aber so wat offen – dat sach ich dir! Ich sach: Wenn der Magath ers‘ ma Geld aufn Konto hat, dann is kein Verein inne Bundesliga mehr sicher vor dem und seine Schergen. Dann fährt nur noch doch die Republik, wie seiner zeit Errol Flynn über die Weltmeeere – immer hart am Wind und dann aus dem Nichts angreifen, entern und plündern… So wird dat komm‘ – erinnert euch meiner Worte. Ich hab’s euch gesacht. Mit den Magath und seine Million is nich zu spaßen – ehrlich! Aber ich kann ja hier reden, bis mir der Mund fussilich is‘,auf mich hört ja eh keiner.

Und schon gar nich‘ der Watzke von‘ BVB. Wisster wat der gesacht hat – inne Zeitung?? Da sacht der doch tatsächlich, dat er den Subotic bestenfalls für „zwei Ölfelder“ abgeben würde… Kein Flacks! Und dat obwohl der ja immer mit vonne Partie is, wenn die Borussia gegen Schalke spielt. Aber wahrscheinlich is der dann immer mit n Büffet anstatt mit dem Spiel beschäftigt – ansonsten hätt dem dat ja ma auffallen müssen, womit die Pappnasen aus Gelsenkirchen seit Jahren auffe Brust rumrennen – Gazprom steht drauf. Jawohl! Un‘ ma ganz ehrlich, die könn mir zwar erzähln, was’e wollen, aber wenn die nich neben all dem Gas in Siberien auch noch irgendwo ne Pipeline ham… samt Bohrinsel und allem Zip und Zapp… dann fress ich n Besen!!

Ker – wenn der Magath dat inne Zeitung liest, dann is der schneller in Dortmund als der Subotic aufn Baum. Da kanns’e aber dran glauben!!So wat… lässt DER sich doch nich‘ zwei mal sagen!!!Kinder, Kinder – da fällt mir dann echt nix mehr ein.

Un‘ deswegen werd ich jetz auch mal hier Schluß machen – bevor ich mich gleich völlich vergeß!!

Also, lieber Watzke, lieber Kloppo, liebe Mannschaft – wir ham noch original einen Spieltach und dat is nun wahrlich nich viel. Iss denn dat zu viel verlangt, dat ihr euch für dieses E.I.N.E. noch ma so richtich konzentrieren tut?? Et sin‘ noch 90 Minuten bis Buffalo – also: Reißt euch zusamm‘, Lampen an und Augen auf – ich will jetzt volle Konzentration!!

Basta. Euer Kalle

Bild: TimTim.com

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.