Tattoo doch nicht Not!

Sie sind ein Auswuchs unserer Zeit und auch auf dem Fußballfeld nicht mehr zu übersehen. Tattoos überall!, klagt Gastschreiber Ritschie…

Selbstverständlich gehört eines zum Toreschießen dazu wie Sonne zum Sommer: der Torjubel! Wer erinnert sich nicht an die Torhüpfer des Bombers, wer nicht an Klinsi als „The Diver“ oder an Robbie Keane, den Pistolenmann? Doch heutzutage reicht ein einfacher Torjubel nicht mehr aus: Es gehört zum guten Ton den selbstschmückenden Körperschmuck zu liebkosen und aller Welt das eh schon völlig Augenscheinliche nochmals zu präsentieren: „Ick hab nen Tattoo von meinen Liebsten, weil ick sie immer bei mir tragen möchte!“

Man schaue sich nur mal um in den Arenen dieser Republik. Welcher Jungprofi trägt eigentlich keine maorische Kriegsbemahlung, keine geschwungene oder gotische Schrift, kein Abbild der (heiligen) Mutter oder dergleichen mehr auf dem Ober-, Mittel- und Unterarm? Die Spieler küssen, schlecken, massieren und präsentieren ihre Tinte aller Welt. Der Kuss auf den Unterarm hat den guten alten Torjubel abgelöst und fast sogar das ebenso hirnamuptierte „Aufs-Vereinswappen-Schlagen“.

Stefan Kießling durfte schon 20 Mal seinem Sohn Tayler (sic!) seine feuchtschweißigen Lippen aufdrücken. Der schreckliche Schweizer Ivan Rakitic küsste nach seinen beiden Toren vor zwei Wochen seinen Bruder Dejan! Spätestens hier war höchster Fremdschämalarm angesagt. Die Absurdität schlechthin in Sachen Kriegsbemalung präsentiert Kevin-Prince Boateng alias „The Ghettokid“ a.k.a „Der Spiegeltreter“ – zum Glück aber nur noch in der englischen Premierleague. Der Prinz hat sich ein Ebenbild seiner Frau mit einem Gewehr auf den Körper gestochen. Dies als Symbol dafür, dass sie ihn erschießt, weil sie keine Flitterwochen hatten. Keine weiteren Fragen. Nein, wirklich nicht!

Und wen wundert es da noch, dass Tim Wiese den kompletten Oberarm bemalt hat?

Liebe Jungprofis, ein kleiner Tipp: Tattoos sind out, keinen interessiert eure Frau, Tochter, Mutter, Hund und bitte bitte bitte freut euch einfach so wie früher über Tore! Springen, Hüpfen, Abklatschen, und vielleicht mal ein Salto oder so…

3 Gedanken zu „Tattoo doch nicht Not!“

  1. Nicht zu vergessen ist da mein Favorit Ashkan Dejagah aka Bruder von Bushido

  2. Oder auch Torsten Frings! Hat der Junge überhaupt noch Haut ohne Gekritzel drauf?

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