Kalle Kutowski (7)

kalle-kutowskiKalle Kutowski macht sich heute ernsthafte Sorgen, ob der BVB noch 11 gesunde Spieler für den kommenden Spieltag zusammenkriegt. Außerdem läuten die Hochzeitsglocken für das absolute Traumpaar der deutschen Fußballfernsehszene. Um wen es sich dabei handelt? Lest selbst!

Kinder, Kinder – wat soll Mann dazu bloß noch sagen: Der BVB spielt 1:1 gegen die Betriebssportmannschaft vonne SAP und als ob dat noch nich‘ genuch der Strafe wäre, fallen bei uns die Spieler um, wie Fliegen im Winter. Hoffentlich könn‘ die Jungs vonne Physio wenigstens noch den Nuri bis nächste Woche fitkriegen, weil sonst seh ich schwarz mitte Einzuch inne Euronen-Liga un‘ wir stehn wieder da, wie die letzten Jahr‘ – mit ner goldenen Banane inner Hand und n paar Kroko-Tränen im Knopfloch. Mir graut’s jetzt schon.

A pro pos Tränen im Knopfloch: die hatte ja letzteWoche meine Lisbeth, als ich ihr morgens bei’n Frühstück den Sportteil unter die Nase hielt – von wegen dem Ricken und seine bevorstehende Traumhochzeit mitte Andrea Kaiser. Dat hat sie ja mächtig gerührt, woll. Und dat auch völlig zurecht, wie ich finde: Schließlich hat der Lars seine Andrea ja auch den Antrag inne Berge gemacht – so wie in eina von diesen Vorabend-Serien auffe ARD. Ob der Lars da wohl gespickt hat?? Würd‘ mich ja wirklich ma interessieren. Aber vielleicht verrät er uns dat dann ja ma, wenner mit seiner Andrea in München vor’n Traualtar tritt. Ich mein:Gut, der Lars hätt‘ natürlich auch bei uns in‘ Dortmund feiern könn‘, aber dat wollten dann wohl seine Schwiegereltern nich‘ – schließlich kommt die Kaiser ja aus München und da hat man dann wahrscheinlich einfach kein‘ Bock auf’n Pott.

Nich‘ ohne Folgen: Meine Lisbeth hat ihr daraufhin nämlich spontan n Brief geschrieben hat, von wegen dat sie auch bei uns inne Anlage heirraten könnt‘ – so grün wie München wär dat da ja schließlich auch. Un dat beste: N Teppich zum Ausrollen hätt‘ ich auch schon in petto. Der wär da zwar in grün un’nich‘ in rot, aber dem Lars hätt’s bestimmt gefallen. Letztens hat mir nämlich mein Kumpel Jupp von sein Bruder erzählt, der wohl Platzwart von so’n Kreisligisten in Essen is‘, dass die jetz‘ nicht mehr Asche sondern Polyton aufm Platz ham. Wat quasi so wat ähnlich wie Kunstrasen is‘ – also Teppich!!

Tipptopp sach ich euch. Besser wie in echt!

Einziges Problem, sacht der Jupp, wär’n die Kaugummis vonne Gäste-Spieler. Die kriecht sein Bruder seit neuestem nämlich nich‘ mehr von sein Platz runter, weil die ja auf den Polyton so toll kleben tun. Weswegen er die Dinger jetz‘ immer mit so’n Teppichmesser aus’n Boden kratzen muss. Schweinerei dat mitte Spuckerei.

Ergo, lieber Lars – falls du dat hier lesen solltes‘: Ruf uns an! Wenne auffe Kaugummis verzichten kanns‘, bis’e jeder Zeit herzlich bei uns willkomm‘!!

Ich freu mich – Kalle.

Bild: TimTim.com

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.

2 Gedanken zu „Kalle Kutowski (7)“

  1. Kalle und Ricke: Wenn das mal keine Traumhochzeit ist! :-)

    Vermutlich wird statt dem üblichen Ja/Nein-Geschwafel dann folgendes am Altar ausgetauscht: „LUPFEN JETZT! JAAAAA!“

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