
Die Vizemeister von 2025
…keine Schale in der Hand. Nach den Pleiten gegen die ewigen Bayern und beim „Abstiegsaspiranten“ Hannover, wird der FC Schalke 04 einmal mehr mit dem Spott der Republik überzogen. Zu Recht? Eine Erörterung von Mauertaktik.
2001. Das klingt ein bisschen wie 2010. Vor neun Jahren bekam ganz Gelsenkirchen vom Fußballgott einen prächtigen Tritt in den Unterleib. So sah man das jedenfalls in ganz Gelsenkirchen. Dass sich die Knappen wie auch sechs Jahre später ganz alleine um den Titel brachten, interessiert für solche rührseligen Legenden weniger.
In diesem Jahr allerdings möchte man sich mehr als sonst auf die Seite des Schalker Teams schlagen. Denn: Derartige Häme haben Mannschaft und Trainer anno 2010 eigentlich wirklich nicht verdient. Was Felix Magath in seinem ersten Jahr auf Schalke geleistet hat, ist wahrlich aller Ehren wert. Also aller außer Titelehren… Hö, hö, man kann es einfach nicht lassen, auf die am Boden liegenden einzuprügeln war ja immer schon am einfachsten, nicht nur in schlechten Gangsterklamotten aus Übersee.
Außerdem berufen sich gerade Klubs wie S04 nur allzu gerne auf ihre ellenlange Tradition. Da ist es eigentlich nur fair, ebenjene auch zu bemühen. Denn die Historie wird lang und länger, während die Gegenwart irgendwie nicht ganz mithalten kann – 52 Jahre muss man ja nicht mal auf den Bummelzug nach Wanne warten! Gerade ein Verein mit einem solch ausgeprägten Großmachtsanspruch muss sich an nichts anderem als an Titeln messen lassen.
Kreative Lösungsansätze werden derzeit zwischen Wupper und Emscher hin- und hergewälzt. Sollte sich Angie etwa einen zünftigen Schnurres stehen lassen? Schließlich holten die Knappen sechs ihrer sieben Meistertitel in einer Zeit, als das gute alte Charlie-Chaplin-Bärtchen unter deutschen Staatslenkern der letzte Schrei war… Oder sollten besser alle Ampeln in Gelsenkirchen abgeschafft werden, um dem ehrwürdigen Schalker Kreisel zu neuem Ruhm zu verhelfen? Noch ist die zündende Idee nicht in Sicht.
Und so wird in Gelsenkirchen auch dieser vermaledeite Sommer unter dem gleichen Motto stehen wie ein Darkroom für Armamputierte: Nur gucken, nicht anfassen! Und schon werden wieder die alten Klamotten ausgepackt. Im Revier laufen die ersten „Meister der Schmerzen“-Shirts vom Stapel, Hajo Schumacher ölt die Stimmte. Er war es schließlich, der den Verein einst in „FC Angst 04“ umbenannte, den „Morbus Lafontaine“ diagnostizierte und den „Uschis vom Revier“ seine ganze Verachtung entgegenschleuderte.
Für den Spott immerhin braucht der FC Schaden 04 nicht zu sorgen. Ein Leben lang.
Bild: Flickr / Glatze mit Kamera
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9 Kommentare
1 Maik Schneider // 12. Apr 2010 um 18:41 Uhr
Wo ist denn das eine Erörterung? Und was will uns der Autor eigentlich sagen? Fragen über Fragen.
2 wasendiego // 13. Apr 2010 um 9:50 Uhr
Das Wort zum Dienstag von Hajo Schumacher: “Man muss die Stuttgarter nicht mögen, aber ihren Willen zu gewinnen respektieren!” Einfach nur herrlich…
3 wasendiego // 13. Apr 2010 um 9:51 Uhr
Und was Herr von Schleck glaube ich sagen will ist, dass Schalke und Leverkusen nie Meister werden. Das ist auch schon so in den Grundstatuten der Bundesliga festgelegt!
4 kingsize.jones // 13. Apr 2010 um 10:08 Uhr
die werden diese saison geändert
5 Fränck von Schleck // 13. Apr 2010 um 10:34 Uhr
Mr. Jones, worauf bauen Sie Ihre Hoffnung?
6 kingsize.jones // 13. Apr 2010 um 10:44 Uhr
weil se einfach mal dran sind.
bisken mehr konzentration, mehr bordon, noch mehr kk, dann solls doch endlich mal klappen.
7 kingsize.jones // 13. Apr 2010 um 10:48 Uhr
wobei ich gestern irgendwo gelesen habe, dass Leverkusen sich den Begriff “Vizekusen” gesichert hat, für Tassen, Bettwäsche, etc.
auch nicht schlecht
8 kingsize.jones // 13. Apr 2010 um 10:50 Uhr
http://bundesliga.t-online.de/bayer-leverkusen-laesst-sich-begriff-vizekusen-schuetzen-/id_41256214/index
9 Ritschie kampunschinski // 13. Apr 2010 um 11:31 Uhr
@kingsize jones: Beachte die Ohnmacht am Rhein
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