Kalle Kutowski (6)

kalle-kutowskiKalle Kutowski lädt heute zu einem kleinen Ausflug in Brehms Tierleben. Neben dem bekannten argentinischen Torpanther kreuzen noch mehrere andere Viecher, wie etwa Tapire und Ameisenbären, auf und sorgen für Kurzweil. Was das mit der Jagd auf die „Euronen-Liga“ zu tun hat, lest Ihr in der aktuellen Kolumne.

Ker!wat’n stressiger Morgen. Ers‘ hat mich die Lisbeth inne Spur geschickt, dat ich heute morgen beim Büdchen umme Ecke noch ne Family-Packung Sunkist hole und dann durft‘ ich auch noch dat halbe Wohnzimmer aufn Kopp stellen, weil ich partout nich meine alte Zeiss finden konnte. Ich mein: wann brauch man dat Ding denn auch? Zum Geburtstach vielleich‘ oder an Weihnachten und wenne Enkelkin’ers vorbeikomm’… aber gut, jetz‘ is ja wieder der Kids-Tach von’n BVB und da woll’n die Lütten vonne Uschi natülich mit vonne Partie sein- also brauch ich dat Stück natürlich‘. Ein Segen, dat ich dat Ding dann doch noch nach 45 Minuten gefunden habe – kann’s also in die zweite Halbzeit gehen, ab in den Dortmunder Zoo.

Allet andere wär‘ auch zu doof gewesen – versprochn is halt auch versprochen,woll. Und ein bisschen gespannt bin natürlich irgendwie auch: Schließlich gab’s letzte Woche schon die ersten Bilders inne Zeitung zu sehn, von der Kids-Tach-Pressekonferenz ausn Zoo – alldieweil der Kevin Großkreutz nämlich Tierpate von so’n fiesen Ameisenbär wurde – Schabrakentapir ham die dat genannt… aber für mich sah dat dann eher doch so aus wie dat Viech ausm KiKa – diesen Ameisenbärn aus’e Comic-Serie von‘ Rosaroten Panther. Und dat beste daran: Dat Viech heißt lustigerweise auch noch genauso wie meine Lisbeth, haha – dat tut die ja gar nich’gern hörn, aber wat will’se machen – wenn’s doch so is‘?? Die Lütten vonne Uschi finden’s jedenfalls gut – und ich auch.

Apropos Rosaroter Panther: Ich hab ja immer noch nicht verstanden, warum der Irokese aus Eving und das Krokodil vom Nil, der Zidan, jetz‘ ne Tierpatenschaft übernehmen durften, und der Lucas, der einzig wahre Panther vonne B1, da außen vorgelassen wird??!! Is dat jetz‘ so’ne Sondaform von Mobbing, oder wat?? Nur weil der Panter grad ma wieda n paar Spiele Ladehemmung hat?? Also, ich hoff ma nich‘ – schließlich brauchn wa den Panther noch für die letzten Spiele vonne Saison!! Un‘ nachdem ich heute morgn auch noch lesen durfte, dat der Panther in Training umgeknickt is‘ un‘ sich schwer geprellt haben soll,mach ich mir echt Sorgen!!

Jetz‘ wo der Kehl schon wieda n Zipperlein hat und dem Mats sein Oberschenkel „seine Strahlkraft verloren hat“ – so Kloppo – da könn‘ wa nich auch noch gebrauchen, dat der Panther mit stumpfen Krallen durche Pampa rennt. Schließlich brauch’n wa noch die ein oder andere Vollgasveranstaltung, sons‘ wird dat nämlich nix mit der Euronen-Liga und wir müssten unsere Flaschen dann den Gerrero von‘ HSV für ne Runde Zwergen-Werfen zur Verfügung stell’n – von wegen Flasche leer un‘ so.

Aber ich seh schon: ich schweif ma wieda ab. Un‘ los muss ich auch – zu den Kids-Tach von’n BVB – schließlich wollen woll’n wa doch alle sehn, ob der Zidan mit sein Leoparden Katz und Maus spielen tut oder nich‘.

Also: Schüssikowski, wir sehn uns!! Euer Kalle.

Bild: TimTim.com

Autor: Franco Persico

Persico ist als gebürtiger Gaucho der geborene Dribbelkünstler. In jungen Jahren zog es ihn allerdings schon nach Europa, genauer nach Berlin-Neukölln, den Bezirk der Reichen und Schönen. Da auf ihn aber zunächst nur letzteres zutraf, heuerte er als Wasserträger in der Bezirksliga an und wurde dort umgehend Publikumsliebling und Stammgast im Vereinsheim. Es folgte ein dramatischer Aufstieg und Franco ist seitdem in den großen internationalen Stadien zu Hause. Auf dem Höhepunkt der Karriere folgte aber dann das Aus, vor allem wegen “Rücken” und “Knie”. Sein Expertenstatus in allen Lebenslagen sorgt nun dafür, dass Persico der geneigten Öffentlichkeit nicht den Rücken zudreht, sondern mit offenen Armen auf sie zugeht, und zwar mit einem Engagement bei der Mauertaktik. Als er hörte, dass auch Fränk und Jürgen mit an Bord sind, fiel die Entscheidung alles andere als schwer. Dieses Dreieck stellt die p-q-Formel des Erfolgs dar. Seinen Schwerpunkt lässt Persico bewusst offen, lässt aber durchscheinen, dass er auch etwas ausgefallenere Themen anschneiden wird. Als Beispiel nennt er diesbezüglich seine Leidenschaft für den japanischen Fußball, die er nicht wird verheimlichen können. Aber auch der einheimische Fußball in der Bundesrepublik wird nicht zu kurz kommen. Als bekennender Lokalpatriot will er HBSC zum Titel schreiben. In Liga zwo wird er als Pseudopunk und Salonsozialist natürlich die braun-weißen Farben des FC St. Pauli hochhalten.